Göttinger Professor soll Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben

Göttingen.   Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittle gegen den Wissenschaftler wegen Körperverletzung mit sexueller Motivation, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Der Mann soll Mitarbeiterinnen auf Brust, Gesäß oder Beine geschlagen haben (Symbolbild).

Der Mann soll Mitarbeiterinnen auf Brust, Gesäß oder Beine geschlagen haben (Symbolbild).

Foto: Jens Kalaene / dpa

Ein Hochschulprofessor der Universität Göttingen soll jahrelang Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittle gegen den Wissenschaftler wegen Körperverletzung mit sexueller Motivation, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Professor soll Mitarbeiterinnen aufs Gesäß geschlagen haben

Gegen den Mann seien zahlreiche Vorwürfe erhoben worden. So soll er Mitarbeiterinnen auf Brust, Gesäß oder Beine geschlagen haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Universität dem Professor die Führung seiner Dienstgeschäfte verboten und ihm Hausverbot erteilt.

Unabhängig von den noch laufenden strafrechtlichen Ermittlungen strebt die Hochschule die Entfernung des Wissenschaftlers aus dem Beamtenverhältnis an. Dies solle durch eine sogenannte Disziplinarklage vor dem Verwaltungsgericht Göttingen erreicht werden, sagte eine Gerichtssprecherin. Am ersten Verhandlungstag in dieser Woche sei das Gericht allerdings noch nicht in die Prüfung des Sachverhalts eingestiegen.

Fall war vorerst nicht zur Verhandlung zugelassen

Weil die falsche Stelle der Universität die Klage eingereicht habe, sei der Fall vorerst nicht zur Verhandlung zugelassen worden. Die Hochschule wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern. Über das Gerichtsverfahren hatten am Donnerstag mehrere Medien im Internet berichtet.

Inhaltlich gehe es bei der Disziplinarklage um das Verhalten des Professors gegenüber Mitarbeiterinnen, sagte die Gerichtssprecherin. Die Universität werte die Fälle als sexuelle Belästigung. Der Wissenschaftler sehe dies anders. Er habe lediglich eingeräumt, dass er nicht die erforderliche professionelle Distanz gewahrt habe. dpa

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