Zentralrat der Muslime für duale Imam-Ausbildung

Hannover.   Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hatte vorgeschlagen, die Imam- und Religionslehrerausbildung zu koppeln.

Das Buch "Die Prediger des Islam" liegt in der Bibliothek der Universität Osnabrück während der Auftaktveranstaltung für die Imam-Weiterbildung auf den Beinen eines Zuhörers (Symbolbild).

Das Buch "Die Prediger des Islam" liegt in der Bibliothek der Universität Osnabrück während der Auftaktveranstaltung für die Imam-Weiterbildung auf den Beinen eines Zuhörers (Symbolbild).

Foto: Friso Gentsch / dpa

Der Zentralrat der Muslime hat Unterstützung für eine geplante duale Imam-Ausbildung in Niedersachsen signalisiert und eine Ausweitung des Konzepts gefordert. „Dieses Modell sollte ein Vorbild für die anderen Bundesländer sein, so dass wir bundesweit eine vergleichbare Imam-Ausbildung bekommen“, sagte Zentralratschef Aiman Mazyek der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

„Kosten könnten geteilt werden“

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hatte vorgeschlagen, die Imam- und Religionslehrerausbildung zu koppeln. Uni-Absolventen könnten dann nach einem Studium im Bereich Islamische Theologie als Lehrer und Imame arbeiten. Für den Einsatz an Schulen sei eine pädagogische Weiterbildung nötig, für den Einsatz als Imam ein weiterer Ausbildungsteil, der von islamischen Religionsgemeinschaften angeboten werden müsste.

Mazyek zufolge könnten sich Gemeinden und Staat so die Kosten für die Ausbildung teilen. „Und wir hätten einen Pflock eingeschlagen, um deutschsprachige, hier aufgewachsene und in deutschen Universitäten ausgebildete Imame in der Moschee zu haben.“ dpa

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