Polizeigewerkschaft fordert Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Hahnenklee  Der Beruf des Polizisten soll in Niedersachsen wieder attraktiver werden. Dazu gehörten auch schnellere Beförderungen, heißt es.

Foto: Gewerkschaft/Archiv

Herausforderungen gibt es derzeit viele für die Polizei. „Islamismus und Extremismus sind in Deutschland angekommen“, sagte der Braunschweiger Polizeipräsident Michael Pientka beim Delegiertentag der Bezirksgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hahnenklee. Am Montag warte auf die Beamten der 72. Bragida-Aufmarsch in Braunschweig, auch Großeinsätze wie das Niedersachsenderby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 würden die Einsatzkräfte besonders fordern. Zuletzt war der Polizeichef vor allem wegen interner Querelen in den Schlagzeilen. Dabei geht es um Stalking-Vorwürfe gegen den ehemaligen Leiter der Inspektion Wolfsburg-Helmstedt, Hans-Ulrich Podehl, und ein mögliches Fehlverhalten Pientkas, inklusive Disziplinarverfahren. Die Ermittlungen gegen Podehl wurden eingestellt.

Auf eine Mitarbeiterbefragung ging GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff ein. Demnach würde ein Drittel der Befragten nicht noch einmal zur Polizei gehen. Um den Job in Niedersachsen wieder interessanter zu machen, fordert die GdP die Wiedereinführung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und schnellere Beförderungen. Zudem solle Gewalt gegen Polizisten einen eigenen Paragrafen im Strafgesetzbuch erhalten.

Dietmar Schilff ist am Sonntag, 9bis 12 Uhr, zu Gast im Sonntagstalk bei Radio38.

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