Schwertmord in Salzgitter – War Geldnot das Motiv?

Salzgitter  Der mutmaßliche Täter floh einen Tag später nach Manila. Seine Mutter sagt: Er war nie gewalttätig.

Geldnot und ein Streit um Geld sollen die Motive für die Tötung eines 41-Jährigen am 10. Juli 2014 in Salzgitter gewesen sein. Sein Cousin, der 34-jährige Kenneth Napo Rilling, ist seitdem auf der Flucht. Er gilt als dringend tatverdächtig.

Am Mittwoch war der Fall Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Es gab neue Erkenntnisse in dem zweiminütigen Fernsehbeitrag. So soll Rilling im Streit das Samuraischwert in der Wohnung seines Cousins von der Wand gerissen und den 41-Jährigen damit durch Stich- und Schnittverletzungen getötet haben. Einen Tag später flog Rilling von Frankfurt nach Manila. Der Gesuchte soll auf den Philippinen viele Verwandte haben.

Rilling wurde auf den Philippinen geboren, kam als Kind mit seiner Mutter nach Salzgitter, die dort heiratete. Er habe sich als Erwachsener mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten, sei unter anderem Kellner und Anstreicher gewesen, heißt es. Rilling spricht Philippinisch sowie Deutsch mit leichtem Akzent.

Seine Mutter sagte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, sie können nicht glauben, dass er seinen Cousin getötet haben soll. „Er ist nicht gewalttätig: Er ist lieb, ruhig, immer hilfsbereit.“ Und auch das angebliche Tatmotiv Geldnot – und damit verbunden ein Streit um Geld – ist ihr ein Rätsel. Seit ihr Sohn direkt nach der Tat verschwunden ist, habe sie keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt, berichtet die Mutter.

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