Radtouristen sollen die Region erobern

Region  Ein Masterplan wird erstellt. Der ADFC sagt: Es sind ausbaufähige Radfernwege vorhanden.

Familie Voges ist bei einem Pfingstausflug mit Rädern auf dem Nußberg in Braunschweig unterwegs.

Familie Voges ist bei einem Pfingstausflug mit Rädern auf dem Nußberg in Braunschweig unterwegs.

Foto: Peter Sierigk

Der Frühling steht vor der Tür und somit auch die neue Fahrrad-Saison. Ein gut vernetztes Radwegenetz ist auch in unserer Region dabei für den Alltagsradler ebenso wichtig wie für den Radtouristen.

An dem Ziel, ein attraktives Angebot für Touristen und Zweirad-Liebende zu schaffen, arbeiten die Allianz für die Region und der Zweckverband Großraum Braunschweig gemeinsam. Diese beiden und der Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kündigten gestern an, einen Masterplan Radtourismus für die Region aufzustellen.

Der Plan sei ein erster und wichtiger Baustein, die Potenziale des Tourismussektors auszuschöpfen, so Matthias Wunderling-Weilbier, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung. „Mit unserer landwirtschaftlichen Vielfalt, den touristischen Highlights und einem umfangreichen Freizeitangebot haben wir gute Voraussetzungen“, so der Landesbeauftragte. Es bedürfe aber Anstrengungen über die Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg, um ein attraktives Angebot für die Bürger zu schaffen und diese auch zu erreichen.

Seit den vergangenen zehn Jahren fehle es an ausreichenden regionalen Entwicklungsprogrammen, so Wunderling-Weilbier. Auf Basis des Masterplans soll in den nächsten Monaten ein Gesamtkonzept für die Region entstehen.

Mit regional und überregional bedeutenden Radfernwegen seien bereits ausbaufähige Wege vorhanden, sagte der Vorsitzende des ADFC Braunschweig, Sven Wöhler. Es gebe schon Radwege durch die Natur und die Wälder, so der ADFC-Vorsitzende. Der Weser-Harz-Heide-Radweg mit seiner überregionalen Bedeutung könne als thematische Verbindung dienen, um Sehenswürdigkeiten der Region zu präsentieren.

Auch Jens Palandt, Leiter der Abteilung Regionalentwicklung, Zweckverband Großraum Braunschweig, hält es für absolut notwendig, die Region im Radtourismus zu stärken. „Auch hier stehen wir in Konkurrenz zu anderen Regionen“, betonte Palandt. „Wichtig ist, den Tourismus und auch die Lebensqualität nachhaltig zu stärken.“ Die Region würde auch wirtschaftlich vom Masterplan profitieren.

„Der Radtourismus ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für den Anstoß weiterer Wachstumsprozesse in der Region“, fügte Matthias Wunderling-Weilbier hinzu.

Durch die Zusammenarbeit mit den Vertretern aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sei die Basis für die regionale Kooperation gelegt. Das Konzept soll bis Ende des Jahres vorliegen und neben der Analyse vorhandener Potenziale sowie einer Trendstudie auch Ideen für neue Angebote und Marketingmaßnahmen enthalten.

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