Forderungskatalog der niedersächsichen Eltern

Die niedersächsischen Eltern, vertreten durch Kreis- und Stadtelternräte, fordern verbesserte Bedingungen für Bildung, Betreuung und Erziehung ihrer Kinder in Krippen und Kitas.

Heute soll der Forderungskatalog (rechte Spalte im Download) den Landtagsabgeordneten übergeben werden.

Präambel

Das Ziel der Elternvertretungen ist es, sich für verbesserte Rand- und Rahmenbedingungen der Kinder -Bildung, -Betreuung und -Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder (Krippe, Kindergarten, Schulkindbetreuung) einzusetzen, die für die Umsetzung des Bildungsauftrages notwendig sind.

Die kostenlose und bedarfsgerechte Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Alter von 0-10 Jahren in Tageseinrichtungen für Kinder ist Grundvoraussetzung für das Erreichen von Bildung- und Chancengleichheit.

Allgemeine Forderungen:

  • An den Bedürfnissen der Familien angepasster Ausbau von Tageseinrichtungen und Plätzen für Kinder im Alter von 0-10 Jahren
  • Konsequente Realisierung der UN-Konvention insbesondere über die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen in allen Einrichtungen (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen / Inklusion)
  • Erhöhung des Raumbedarfs pro Kind (z.B. von 2 auf 4m² in KiGas) im Innen- und Außenbereich
  • Grundvoraussetzungen schaffen, für die Gestaltung und Zubereitung von gesundem kostenfreiem Essen mit den Kindern vor Ort
  • Flexibilisierung der Zeitorganisation in allen Bereichen
  • kontinuierliche, verpflichtende Fortbildungen und Qualifizierung des Einrichtungs- und Trägerpersonals
  • Kostenfreier Zugang zu Tageseinrichtungen für Kinder unabhängig vom kommunalen Haushalt (s. Landesverfassung)
  • Budget für die ehrenamtliche Arbeit der Kreis- und Stadtelternräte (z.B. für Dozenten, Tagungen, Material etc.)
  • Verpflichtende Einführung von Kreis- und Stadtelternräten und stimmberechtigte Mitgliedschaft im Jugendhilfeausschuss
  • Eltern erwarten, dass Erzieherinnen ihre Tätigkeiten vorbereiten, evaluieren und in ihrer Qualität regelmäßig sichern können. Die dafür notwendige Zeit muss zur Verfügung gestellt werden.

Krippe:

  • Aufnahme der dritten verbindlichen (Fach)-Kraft im Kita Gesetz
  • Maximaler Betreuungsschlüssel von einer Fachkraft auf vier Kinder (entspricht einer maximalen Gruppengröße von 12 Kindern)

Kindergarten:

  • Reduzierung der Gruppengröße auf 20 Kinder und einen Betreuungsschlüssel von einer Fachkraft auf maximal 8 Kinder
  • Verbesserung des Übergangs in die Schule durch eine verbindliche frühe Kooperation mit entsprechenden Grundschulen
  • Altersgerechte und individuelle Bildungsangebote (keine Verschulung) und verpflichtende Übernahme des Orientierungsplans

Schulkindbetreuung:

  • Ausbau von Horten und oder verlässlichen wohnortnahen Betreuungsformen für Grundschulkinder unter altersgerechten Bedingungen
  • Flexible auf die Arbeitszeiten der Eltern abgestimmte Randbetreuungszeiten (vor Schulbeginn 6:00-8:00 Uhr und nach 17:00 Uhr)
  • Gleiche, bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige Betreuung von Schulkindern im Anschluss an den Unterricht in den verschiedenen Einrichtungsformen.
  • Schulaufgabenunterstützung durch qualifiziertes Personal
  • Verzahnung des Bildungsauftrages im Vormittags- und Nachmittagsbereich, Übergang zur gebundenen Ganztagsschule
  • Altersgerechte weiterführende freiwillige Angebote im Nachmittagsbereich, unter Einbeziehung
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