Neue Plattform für Dienste Braunschweiger Kulturschaffender

Braunschweig.  Auf der Website des TU-Sandkastens vermitteln „Paula und Paul“ Künstler und Techniker für berufsnahe Einsätze bei Firmen und privat.

Die Initiatoren des Hilfsprojekts Jens Richwien und Susanne Robra-Bissantz, hier im Staatstheater, das sie ideell unterstützt.

Die Initiatoren des Hilfsprojekts Jens Richwien und Susanne Robra-Bissantz, hier im Staatstheater, das sie ideell unterstützt.

Foto: Andreas Rudolph / paul und paula

Endlich mal die alten Kassetten mit der Lieblingsmusik oder Urlaubsfilme aus den 70ern digitalisieren? Ein Lichtkonzept für den Garten, aber bitte auch gleich installieren? Oder der persönliche Weihnachts-Gig vom Singersongwriter als Datei zum Verschicken? Wenn man nur die passenden Künstler und Techniker kennte.

Man findet sie jetzt bei „Paula und Paul“, der Vermittlungsplattform für all jene freien Kulturschaffenden, die wegen Corona nicht auftreten dürfen und dringend Unterstützung brauchen. „Aber eben keine Spenden, sondern wir wollen, dass sie in ihrem Beruf, mit ihren Fähigkeiten tätig werden können“, sagt Jens Richwien, der die Idee zum Projekt hatte. Der Radio-38-Vertriebsleiter sah das Ungleichgewicht zwischen denjenigen, die ganz gut durch die Krise kommen, und denen, die durch die Förderraster fallen. Insbesondere jener „Hands“, die bei Veranstaltungen für Technik und Bühnenbau zuständig sind. „Aber so viel können, was jeder gut gebrauchen kann“, so Richwien. Was also tun? – „Was tun!“, sagte er sich, bekam auf seine Rundfragen in sozialen Netzwerken auch sofort Rückmeldung.

Statt Weihnachstfeier Musik-Ständchen vor Altenheimen spenden

Susanne Robra-Bissantz, Professorin am Institut für Wirtschaftsinformatik der TU, war sofort bereit, den Faden weiterzuspinnen. Man traf sich und verortete das Projekt auf der Online-Plattform „Sandkasten“ der TU, wo bereits studentische Hilfe vermittelt wird. Robra-Bissantz gilt als „Mutter“ des Sandkastens. Als Präsidentin des Rotary-Clubs „Heinrich der Löwe“ steht sie für Initiative neben Spenden.

Wichtig ist, dass die kostenlose Plattform genutzt wird, damit sich Anbieter und Interessenten finden. Über Dienst und Preis verhandeln dann die Partner selber. „Das können Projekte von Mensch zu Mensch sein, siehe Gartenbeleuchtung. Es können auch Projekte für die Allgemeinheit sein: Wenn eine Firma statt Weihnachtsfeier ihr Haus illuminieren will oder Musiker bittet, vor Altenheimen zu spielen“, so Richwien. Weitere Ideen und Kontakte können auf der Plattform ebenso eingebracht werden.

Infos unter: www.sandkasten.tu-braunschweig.de/organisation/paula-und-paul

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