Kurzlebiger Trend – Braunschweigs Autokino schwächelt

Braunschweig.  Vier Wochen nach Eröffnung hat die Nachfrage stark nachgelassen. Zu manchen Vorstellungen kommen nur noch 30 Autos. Im Juli könnte Schluss sein.

Bis zum 1. Juli steht das Autokino-Programm auf dem Schützenplatz. Steigen die Besucherzahlen nicht wieder an, überlegt Leiter Frank Oppermann, das Projekt dann zu beenden.

Bis zum 1. Juli steht das Autokino-Programm auf dem Schützenplatz. Steigen die Besucherzahlen nicht wieder an, überlegt Leiter Frank Oppermann, das Projekt dann zu beenden.

Foto: Bernward Comes / ARCHIV

Vor einigen Wochen lagen sie noch schwer im Trend. Überall in Deutschland schossen Autokinos aus dem Boden – Kinobetreiber und andere Unternehmer reagierten damit auf die erzwungene Schließung der Filmtheater in der Corona-Krise.

Auch in Braunschweig eröffnete vor vier Wochen ein Autokino auf dem Schützenplatz, organisiert von Frank Oppermann, Leiter des Astor-Filmtheaters. In den ersten Tagen war der Zuspruch groß. Viele Vorstellungen waren mit bis zu 300 Fahrzeugen ausverkauft.

Doch dann habe die Nachfrage deutlich nachgelassen. In der vergangenen Woche seien insgesamt 800 Fahrzeuge gezählt worden – bei zwei Vorstellungen wochentags und jeweils drei am Freitag, Samstag und Sonntag.

Stärkste Vorstellungen sind mittlerweile die Übertragungen der Eintracht

„Am stärksten ist der Besuch mit rund 100 Fahrzeugen derzeit bei den Übertragungen der Eintracht-Spiele“, so Oppermann. Stiegen die Zahlen nicht wieder an, werde er das Programm wohl nicht über den 1. Juli hinaus fortsetzen.

Auch Überlegungen, wie in Hannover Autokonzerte auf dem Schützenplatz zu organisieren, hätten sich als nicht tragfähig erwiesen: Bei maximal 300 Fahrzeugen sei das nicht rentabel. In Hannover sind bis zu 1000 Autos zulässig. /fa

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