Der Name Hipp steht auch für Kunst

Braunschweig  Die Jakob-Kemenate zeigt Bilder des Unternehmers.

Über den Wolken haben die Leiter des kleinen Braunschweiger Kunstzentrums Jakob-Kemenate den Künstler für ihre nächste Ausstellung der Reihe „Doppelbegabungen“ gefunden. In einem Lufthansa-Magazin entdeckten sie ein Interview mit Claus Hipp. Auf die berühmte einsame Insel, sagte der Unternehmer, würde er Skizzenblock und Malstifte mitnehmen. Voilà!

Bevor Nikolaus Hipp – so sein Künstlername – die Geschäftsleitung der Babynahrungs-Firma aus Pfaffenhofen übernahm, studierte er nicht nur Rechtswissenschaften, sondern auch Malerei in München.

Mag er als Firmenchef sehr zielgerichtet und konkret agieren – als Maler hat sich Hipp der gegenstandslosen Kunst verschrieben. Seine teils großformatigen Bilder feiern die pure (Öl-)Farbe, mal zart pastos, oft mit kräftigem Strich, reliefartig-sattem Auftrag und markanten Kontrasten.

Auch als Künstler hat Hipp Anerkennung gefunden. Museen vor allem in Osteuropa haben seine Gemälde erworben, und er hatte zahlreiche Ausstellungen.

Die erste große in Norddeutschland findet nun vom 13. September bis 8. November in der Jakob-Kemenate sowie im Amtsgericht und der Martini-Kirche statt.

Leiter Joachim Prüsse hat Hipp zweimal in Pfaffenhofen besucht. Er beschreibt ihn als charismatische Persönlichkeit. „Wir sind froh, dass wir für die Reihe Doppelbegabungen nach Günter Grass, Hermann Hesse und Otmar Alt nun auch einen abstrakten Künstler gefunden haben.“

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