Im Boot beerdigt

Oslo.  So schickten die Wikinger ihre Toten ins Jenseits.

Die modellhafte Darstellung der Beerdigung eines Mannes in einem Bootsgrab in der Wikingerzeit in Norwegen.

Die modellhafte Darstellung der Beerdigung eines Mannes in einem Bootsgrab in der Wikingerzeit in Norwegen.

Foto: Arkikon / dpa

Boote sieht man meistens auf dem Wasser. Doch manchmal finden Forscher auch Boote unter der Erde oder auf dem Grund des Meeres, wenn Schiffe beispielsweise untergehen. Ein anderer Grund dafür könnten die alten Traditionen der Wikinger sein.

Sie haben vor vielen Hundert Jahren in den skandinavischen Ländern gelebt. Wenn dort ein bedeutender Wikinger oder eine bedeutende Wikingerin starb, wurden diese in einem Boot bestattet. War der Tote ein Mann, wurden ihm Waffen und Rüstung mitgegeben, da man glaubte, dass der Weg in das Jenseits, das die Wikinger Walhalla nannten, kein einfacher sein würde. Die Frauen bekamen Schmuck beigelegt. Manche Wikinger ließen sogar ihre Tiere mit ihnen begraben werden.

Im Land Norwegen haben Forscher nun ein besonders interessantes Bootsgrab entdeckt. Hier wurden gleich zwei Menschen beerdigt. Ein Mann und eine Frau. Allerdings sollen zwischen ihren Beerdigungen etwa hundert Jahre liegen. „Es ist besonders, weil wir zum ersten Mal wirklich klar sehen können, dass sie ein altes Grab wiederverwendet haben“, sagte ein Experte.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die beiden Menschen verwandt waren. Es könnte sich zum Beispiel um einen Großvater und seine Enkeltochter handeln.

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