Wissenschaft und Freude der Ästhetik

Schöningen  Mauricio Antón zeigt im Paläon, wie er das Wissen der Paläontologen verbildlicht.

Mauricio Antón (links) und Dr. Jordi Serangeli erläuterten den Gästen die Arbeitsweise der Paläo-Kunst.

Mauricio Antón (links) und Dr. Jordi Serangeli erläuterten den Gästen die Arbeitsweise der Paläo-Kunst.

Foto: Tanja Reeve

Der spanische Künstler Mauricio Antón eröffnete am Sonntag die Säbelzahnkatzen-Ausstellung des Paläon in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Schöninger Speere. Insgesamt 14 Bleistiftzeichnungen und 21 Drucke des Paläo-Künstlers werden bis Ende Februar in dem Erlebniszentrum ausgestellt sein.

Archäologe Dr. Jordi Serangeli hielt bei der Vernissage eine Laudatio auf den 1961 geborenen Künstler. Maricio Antón habe in Venezuela das Kunsthandwerk erlernt, erzählte Serangeli den Besuchern. „Er fährt dorthin, wo die Raubkatzen leben und beobachtet sie“, erläuterte er. So versuche Mauricio Antón zudem, Fundorte von Fossilien aufzusuchen und verstorbene Raubtiere aus Zoos zu sezieren. Das Ziel der Arbeit sei es, das Wissen der Paläontologen und Archäologen zu verbildlichen.

Später erklärte der Künstler selbst, dass seine Arbeit aus zwei Zielen bestehe: „Ich muss akkurat arbeiten, aber als Künstler muss ich auch die Schönheit der Natur übermitteln.“ Mauricio Antón verbindet die Wissenschaftlichkeit mit Freude an der Ästhetik.

Und damit dies möglich ist, arbeite er weltweit mit verschiedenen Teams wie dem der Schöninger Forscher zusammen. Seine Arbeit sei zudem in Dokumentationen wie etwa der BBC und des National Geographic Channel zu sehen. In Schöningen sind sowohl Werke der letzten zehn Jahre als auch bisher Unveröffentlichtes zu sehen.

Auf Nachfrage, was sein Lieblingsstück in der Säbelzahntiger-Ausstellung sei, zögerte der Madrilene nicht lange: „Es ist wohl das Bild mit dem Säbelzahntiger, der ein Nickerchen hält. Es stellt den Frieden der Natur dar, nicht die Gewalt.“

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