Laienspielgruppe bleibt ihrer komödiantischen Linie treu

Ingeleben  Im neuen Stück reden Geister ein Wörtchen mit.

Einen köstlichen Theaterspaß verspricht die Laienspielgruppe Ingeleben mit dem Stück „Wer glaubt schon an Geister“ von Uschi Schilling.

Einen köstlichen Theaterspaß verspricht die Laienspielgruppe Ingeleben mit dem Stück „Wer glaubt schon an Geister“ von Uschi Schilling.

Foto: Specht

Seit Jahren begeistert die Laienspielgruppe Ingeleben ihr Publikum mit ausgewählten Theaterinszenierungen. Mit „Wer glaubt schon an Geister“ von Uschi Schilling bleibt die Theatertruppe um Regisseurin Ute Spindler ihrer komödiantischen Linie treu und hat sich erneut für einen turbulenten Theaterspaß in drei Akten entschieden. Am 24. Oktober um 16 Uhr feiert das Stück im Kulturzentrum Ingeleben Premiere.

Seit Mitte des Jahres laufen die Proben auf Hochtouren. In der Endphase gehe es lediglich um den Feinschliff, sagt Spindler. Glücklicherweise konnte sie jedem Schauspieler das passende Kostüm verpassen, um dessen Charakter noch zu unterstreichen. Während sich Rolf Lazarewicz als Prokurist Wölfi Biedermann in einen roten Pullunder zwängen muss oder Jens Bandermann als Ekelpaket Onkel Willi in einem 60er Jahre Zwirn inklusive Gamsbart-Hut über die Bühne flaniert, lugen unter Nina Germer-Spechts Engelkleidchen weiße Strumpfbänder hervor. „Nett“, urteilen ihre männlichen Mitspieler grinsend. Dafür sind bei ihr die Engelsflügel zu eng geschnürt. „Da fällt uns noch etwas ein“, verspricht Spindler, denn sie weiß: Nur wenn sich die Schauspieler auf der Bühne wohl fühlen, wird das Schauspiel perfekt.

Puristisch fällt das Kostüm von Hauptdarsteller Markus Keune aus. Als Timo Herzog, seines Zeichens Unternehmer und Casanova, segnet er nicht ganz unfreiwillig das Zeitliche und wird daher im weißen Kittel über die Bühne geistern, um das von ihm verursachte Chaos auf Erden zu richten.

Denn Herzogs Tod ruft nicht nur Erbschleicher Willi mit Ehefrau Hilde auf den Plan. Kommissar Harry Klein zum Beispiel wittert ein Verbrechen. Doch wer war der Täter? Eva, die junge Lebensgefährtin, die Timo über all die Jahre mit ihrem Privatvermögen unterstützt hat, um am Ende leer auszugehen? Oder Haushälterin Tessa, die im feinsten polnischen Dialekt herumpoltert. Klein erkennt: Jeder hat ein Motiv. Da hilft am Ende nur himmlischer Beistand vom Verstorbenen.

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