Corona im Dammgarten und in Unterkunft

Helmstedt.  Der Landkreis muss an vielen Orten einschreiten, auch Schulen und Kitas sind wieder betroffen.

So sah die Pforte der Grundschule Süpplingen Ende September aus. Nun aber ist die Schule zu.

So sah die Pforte der Grundschule Süpplingen Ende September aus. Nun aber ist die Schule zu.

Foto: Jürgen Paxmann / pax

Corona ist nun auch im Landkreis Helmstedt weiter auf dem Vormarsch, das hat die Kreisverwaltung zu mehreren Maßnahmen gezwungen. Im Wohnviertel Dammgarten in Helmstedt sind laut Mitteilung des Landkreises vom Freitag acht positive Corona-Fälle in Folge einer Hochzeitsfeier registriert worden. Bei 40 Personen werde noch ein Abstrich gemacht. Die Ergebnisse werden am Montag erwartet.

Krippe Sunstedt öffnet wieder, Schule Süpplingen nicht geschlossen

Weitere Corona-Vorfälle werden auch an Schulen und Kindertagesstätten gemeldet. Am Donnerstag bereits wurde die Grundschule Friedrichstraße in Helmstedt geschlossen. Es werde jedoch vormittags ein Notbetrieb angeboten, so der Landkreis in einer Pressemitteilung. Die Grundschule und die Kindertagesstätte in Lauingen bleiben noch bis zum 22. November geschlossen. Dort hat es zwei weitere positive Corona-Fälle gegeben (wir berichteten). Die Krippe in Sun­stedt blieb präventiv am Donnerstag und Freitag zu, öffnet am Montag wieder. Nicht geschlossen sind die Grundschule und die Kindertagesstätte in Süpplingen – entgegen anderslautenden Meldungen. Das bestätigte Nord-Elms Samtgemeindebürgermeister Matthias Lorenz am Samstag im Telefonat mit unserer Zeitung.

In der Oberschule Lehre ist der 6. Jahrgang in Quarantäne

In der Oberschule Lehre befindet sich der 6. Jahrgang in Quarantäne. Die IGS Helmstedt arbeitet hingegen wieder im Normalbetrieb, zunächst aber nur vormittags. Auch die Grundschule Emmerstedt öffnet am Montag wieder.

Bereits am Dienstag wurde ein Bewohner aus der Obdachlosenunterkunft am Triftweg in Lehre abgesondert, da er Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte. Am Donnerstagnachmittag ging der positive Befund dieser abgesonderten Person im Kreishaus ein. Das Grundstück wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lehre und mit Unterstützung von THW, DRK und einer Einheit der Kreisfeuerwehr eingezäunt. Ein Sicherheitsdienst stelle die Einhaltung der Quarantäneauflagen sicher, berichtete der Landkreis.

Die Obdachlosenunterkunft in Lehre wird zunächst von Feuerwehr, THW und DRK verpflegt

„Wir wollen die dort lebenden Menschen keinesfalls stigmatisieren“, sagte Landrat Gerhard Radeck . Jedoch habe ein ähnlicher Vorfall im Frühjahr gezeigt, dass sich viele der Bewohner nicht an die Quarantäneanordnung gehalten hätten. Der Infektionsschutz, insbesondere für die Einwohnerinnen und Einwohner von Lehre, müsse im Vordergrund stehen, meinte Radeck. Man stehe jedoch in Kontakt mit den Bewohnern, um für Verständnis zu werben. Es werde dafür gesorgt, dass es den Bewohnern an nichts fehlt und sie diese belastenden Tage gut überstehen.

In den ersten Tagen werde die Verpflegung durch Freiwillige Feuerwehr, THW und DRK sichergestellt. Es gehe um 20 Bewohner, die allesamt unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt worden seien. Corona-Tests seien derzeit nicht vorgesehen.

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