Im Frühjahr öffnet in Velpke eine neue Arztpraxis

Velpke.  Die Allgemeinmedizinerin Andrea Hauptmann eröffnet eine Praxis in der Oebisfelder Straße. Für die Samtgemeinde ist es die vierte Hausarzt-Praxis.

 Die Ärztin für Allgemeinmedizin Andrea Hauptmann und Velpkes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke bei einem Lokaltermin vor der neuen Hausarztpraxis in der Oebisfelder Straße in Velpke. Anfang März soll sie ihre Türen für Patienten öffnen.

Die Ärztin für Allgemeinmedizin Andrea Hauptmann und Velpkes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke bei einem Lokaltermin vor der neuen Hausarztpraxis in der Oebisfelder Straße in Velpke. Anfang März soll sie ihre Türen für Patienten öffnen.

Foto: Erik Beyen

Auf den Tag genau könne sie sich bezüglich der Eröffnung noch nicht festlegen, erklärte die 48-jährige Ärztin bei einem Lokaltermin mit Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke. Grober Zeithorizont: Anfang März. Noch befinden sich die künftigen Praxisräume im Rohbau. Das Haus steht auf dem Grundstück der alten Post gegenüber der DRK-Sozialstation. Hauptmann wird dort Mieterin sein. Eigentümer und Investor ist Philipp Berndt Bragança. Ihm gehört eine Apotheke, nur ein paar Schritte von der neuen Praxis entfernt gelegen.

Auf 200 Quadratmetern will Andrea Hauptmann demnächst mit einem fünfköpfigen Team alle Leistungen einer klassischen Hausarztpraxis anbieten. Dafür stehen ihr unter anderem drei Behandlungszimmer sowie ein Raum für Sonographie (Ultraschall) zur Verfügung. Im Obergeschoss des Neubaus entsteht neben Sozialräumen für die Praxis auch eine Wohnung, die nicht zur Praxis gehört. Sie soll, so Philipp Berndt Bragança, vermietet werden. Ein Aufzugschacht eröffnet der Ärztin die Chance auf eine Expansion ins Obergeschoss. Einen Aufzug gibt es vorerst jedoch nicht. „Das ist ja auch nicht nötig, weil sich meine Patientinnen und Patienten im Erdgeschoss aufhalten werden“, sagte die Ärztin dazu.

Samtgemeinde fördert die Ansiedlung der Ärztin

Über Geld spricht man nicht. Dieser alten Regel folgend, schweigen sich Investor Bragança über die Investitionssumme für das Gebäude und Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke über die Starthilfe für die Ärztin aus. Im Haushalt der Samtgemeinde tauchen unter den Investitionen für das eben begonnene Jahr 25.000 Euro als Förderung für eine Unternehmensansiedlung auf. Das Zahlenwerk ist öffentlich einsehbar.

Ärztliche Versorgung ist in Velpke Chefsache

Angesichts der Tragweite dieser Praxisansiedlung könnte sich die Unterstützung rasch bezahlt machen. Vier Hausarztpraxen kümmern sich künftig um die Gesundheit der Menschen in der Samtgemeinde Velpke. „Damit sind wir bestens aufgestellt“, freute sich Rüdiger Fricke beim Lokaltermin. Er hatte die ärztliche Versorgung als Teil der Infrastruktur unlängst zur Chefsache erklärt und sich aktiv um die Ansiedlung einer weiteren Praxis für Allgemeinmedizin bemüht.

Dabei hatte er das Glück auf seiner Seite: Ende 2019 war Andrea Hauptmann mit ihrer Familie in die Samtgemeinde gezogen und hatte sich kurz darauf nach eigenen Aussagen mit dem ersten Mann im Rathaus in Verbindung gesetzt. Erklärtes Ziel: „Eine eigene Praxis. Bis 50, heißt es, soll man sich ja niedergelassen haben“, schmunzelte sie. Ihr letzte Station war eine Praxis in Wolfsburg, wo sie als angestellte Ärztin arbeitete.

Samtgemeinde plant Gebiet "Soziales" in Danndorf

Für Fricke ist die vierte Hausarztpraxis eine von zwei echten Pluspunkten. In Sichtweite zur künftigen Praxis hat an der Ecke Oebisfelder Straße/Jungfernstieg der Kinderarzt Jan Matyas aus Vorsfelde seine Arbeit im September 2020 bereits aufgenommen. Er betreibt die Velpker Praxis als Zweitpraxis. Und offenbar hat die Samtgemeinde noch viel vor. Beim Lokaltermin sprach Fricke von einem Gebiet „Soziales“ in Danndorf. Dort wolle man etwa soziales Wohnen, Mehrgenerationswohnen, betreutes Wohnen, Pflege und ärztliche Versorgung bündeln. Zukunftsmusik, verstehe sich, aber immerhin eine Planvorstellung.

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