Sicherungsarbeiten in Essenröder Deponie vor Abschluss

Essenrode.  Die Einlagerungsbecken der Deponie haben eine Abdeckung erhalten. VW hatte dort über zwei Jahrzehnte Lackschlämme und Filtertücher eingebracht.

Auf der nun abgedeckten Lackschlamm-Deponie wurden die Deponate in den Einlagerungskammern verfestigt und das Sickerwasser entfernt.

Auf der nun abgedeckten Lackschlamm-Deponie wurden die Deponate in den Einlagerungskammern verfestigt und das Sickerwasser entfernt.

Foto: dirk fochler / regios24

Die umfangreichen Sicherungs- und Rekultivierungsarbeiten an der Lackschlamm-Deponie westlich von Essenrode stehen kurz vor dem Abschluss.

Die Einlagerungsbecken, in die die Volkswagen AG zwischen den Jahren 1967 und 1989 rund 100.000 Kubikmeter Lackschlämme und Filtertücher eingebracht hatte, sind inzwischen gemäß dem genehmigten Sicherungskonzept abgedeckt. Das Fünf-Hektar-Deponie-Areal hat eine mehrschichtige Oberflächenabdichtung erhalten, die unter anderem aus Tonschlacke und einer speziellen, für die Verbauung in Deponien entwickelten, durchgängigen Kunststoff-Folie besteht. Zuvor wurde bereits das Deponat in den Einlagerungskammern verfestigt und das Sickerwasser entfernt.

Ein Meter starke Mutterbodenschicht als Abschluss des Abdichtungssystems

Als oberer Abschluss des Abdichtungssystems, das künftig das Eindringen von Oberflächenwasser verhindern soll, wurde eine etwa ein Meter starke Mutterbodenschicht aufgebracht.

„Mitte Oktober werden dann auch keine LKW-Fahrten, mit denen das Material zur Abdeckung antransportiert wird, mehr nötig sein“, berichtete Volkswagen-Geologe Hans-Georg Dymek auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz, Landwirtschaft und Energie des Rates der Gemeinde Lehre.

VW hat sich verpflichtet, für 100 Jahre das Kontrollprogramm zu betreiben

Komplett entfernt wurde auch die alte bauliche Infrastruktur des Deponiegeländes. Angelegt ist auch schon ein Regenrückhaltebecken, aus dem dann das unbelastete Oberflächenwasser kontrolliert in die Essenröder Riede abgelassen wird. Um das Deponiegelände wurden zahlreiche Kontrollbrunnen angelegt. Zudem hat sich Volkswagen verpflichtet, für einen Zeitraum von 100 Jahren das Kontrollprogramm, das vom Gewerbeaufsichtsamt begleitet wird, zu betreiben und die entsprechende Finanzierung sicherzustellen.

Ein Schadstoff-Austritt am nördlichen Deponierand – unter anderem sind bei Essenrode gesundheitsgefährdende Lösemittel eingelagert – gab vor zehn Jahren den Anstoß zu den nun ausgeführten Sicherungsarbeiten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder