Schöninger Jugendzentrum nach Zwangspause wieder geöffnet

Schöningen.  Der Eingang erfolgt über den Garten am Schlosspark mit Anmeldung. Die Besucherzahl ist wegen der Corona-Regeln begrenzt.

Wegen der Corona-Regeln ist der Zugang zum Schöninger Jugendzentrum zunächst nur über den Garten möglich. Dort müssen sich alle Besucher zunächst anmelden und ihre Hände desinfizieren.

Wegen der Corona-Regeln ist der Zugang zum Schöninger Jugendzentrum zunächst nur über den Garten möglich. Dort müssen sich alle Besucher zunächst anmelden und ihre Hände desinfizieren.

Foto: Markus Brich

Vor dem Spaß heißt es anmelden und Hände desinfizieren, ausnahmslos für alle: Gestern hat das Schöninger Jugendzentrum den Betrieb wieder aufgenommen, die Corona-Zwangspause beendet.

Bei sommerlichen 27 Grad fand der Auftakt im Garten statt, der an den Schlosspark grenzt. Drei Pavillons haben die Jugendpfleger Anes Kerknawi und Christian Nöring sowie einige erfahrene Helfer der Jugendzentrum-Initiative Schöningen für den Neustart aufgebaut. In der ersten Stunde kamen rund zehn Kinder vorbei.

„Wir sind ganz froh darüber, dass wir nicht gleich überrannt werden“, sagt Jugendzentrum-Leiter Christian Nöring, nachdem er mit dem Abwaschen der Boule-Kugeln fertig ist, mit denen zuvor eine Runde gespielt wurde. „Die müssen gereinigt werden, bevor sie von anderen Kindern wieder in die Hand genommen werden können“, erklärt er – und es wird wie schon bei der Einlasskontrolle deutlich, dass ein völlig unbeschwertes Treiben noch längst nicht möglich ist.

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„Die strengen Hygienevorgaben durch das Land müssen strikt eingehalten werden“, erläutert Sozialpädagoge Nöring. Da jedes Haus aber individuelle räumliche Gegebenheiten hat, musste auch für Schöningen ein eigenes Konzept entwickelt werden. Es reicht von der peniblen Dokumentation des „Wer ist wann hier“ über die Einhaltung des Abstandsgebots beim Spielen bis hin zur Kontrolle der Maskenpflicht im Gebäude.

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Wie lässt sich da Jugendarbeit überhaupt machen? „Da befinden wir uns selbst noch in der Findgungsphase“, räumt Nöring ein. „Wir pirschen uns Stück für Stück heran, finden raus, was möglich ist und was nicht funktioniert.“

Das fing schon bei dem Aufbau der Pavillons an. „Zuerst wollten wir ein großes Zelt aufstellen, doch dann hätte das mit dem Abstand nicht mehr geklappt“, berichtet Nöring. Also wurde die Variante mit drei kleineren Überdachungen gewählt, die weit voneinander entfernt stehen. Selbst beim Chips-Essen müssen die Betreuer wachsam sein. „Wir müssen den Kindern klar machen, dass nicht jeder reingreifen darf, wenn einer eine Tüte aufreißt“, verdeutlicht Nöring.

Für Pädagogen wie Helfer ist das ein horrender Aufwand. „Aber die Jugendlichen brauchen die Chance, mal was anderes zu erleben. Einige haben den Lockdown kaum gemerkt, aber es gibt auch welche, die immens gelitten haben“, weiß Nöring. Deshalb sei es gut, dass Jugendarbeit nun wieder stattfinden könne. „Wenn auch mit vielen neuen Regeln, die wir den Kindern erklären müssen, auch um Sorgen und Ängste zu nehmen.“

Geöffnet sein wird das Jugendzentrum dienstags bis freitags sowie jeweils am 2. und 4. Samstag im Monat von 14 bis 19 Uhr. „Das Programm ergibt sich spontan nach dem jeweiligen Bedarf und und unseren Möglichkeiten“, sagt Nöring.

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