Helmstedts Gastronomen protestieren – „Lichter gehen aus“

Helmstedt.  Mit einer Demonstration vor dem Helmstedter Rathaus machen Gastronomen am Samstag auf ihre massiv bedrohte wirtschaftliche Existenz aufmerksam.

Tobias Lukatis mit seiner Mutter Petra Lukatis, der Inhaberin des „Hedge" am Helmstedter Papenberg.

Tobias Lukatis mit seiner Mutter Petra Lukatis, der Inhaberin des „Hedge" am Helmstedter Papenberg.

Foto: Privat

Wegen der Corona-Einschränkungen sehen sich viele Betroffene – trotz der jüngsten Lockerungen – offenbar vor dem Aus.

Von 13.30 Uhr an will das Bündnis „Die Lichter gehen aus“ auf dem Markt und damit vor dem Helmstedter Rathaus auf die akuten Sorgen und Nöte der gesamten Branche hinweisen. Diese Sorgen fußen auf den Einschränkungen für Gastronomen, Diskotheken- und Kneipenbesitzer infolge der Corona-Pandemie. Schätzungsweise 150 Menschen werden zu der Demo erwartet.

„Finanziell geht es für einige ab dem 1. Juni endgültig den Bach runter, dann warten Schließungen und Schuldenfallen“, betont Mitorganisator Tobias Lukatis und fügt hinzu: „Wir brauchen Perspektiven und Gewissheit für die Zukunft. Die Soforthilfen waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Mit einer Facebook-Gruppe macht Lukatis auf das Bündnis und die anstehende Demo aufmerksam. Innerhalb von 48 Stunden sind mehr 600 Personen Mitglieder der Facebook-Gruppe geworden. „Nach dem 1. Juni gehen die Lichter aus. Auch wir können Hygienemaßnahmen einhalten, aber wir bekommen keine Chance dazu, dies zu zeigen“, sagt Lukatis, der zugleich betont: „Es ist wichtig herauszustellen, dass wir nicht mit Demonstrationen wie denen in Stuttgart verglichen werden. Wir werden eine friedliche Demo abhalten, in der es um Aufmerksamkeit für Diskos, Kneipen und die Gastronomie geht.“ Geplant ist bei der Versammlung unter Einhaltung der Corona-Regeln eine Ansprache. „Wir werden darauf achten, den Mindestabstand einzuhalten“, betont Lukatis und fügt hinzu: „Wenn nach der Demo nichts passieren sollte, werden wir weitere Aktionen machen. Wir wollen zeigen, dass wir momentan vergessen werden.“

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