Kult-Pavillon des Helmstedter Waldbades wird renoviert

Helmstedt.  Der denkmalgeschützte Pavillon im Waldbad Birkerteich ist Kult. Er wird komplett renoviert. Das geht nur, weil Freiwillige kostenlos zupacken.

Der Birkerteich-Pavillon wird komplett renoviert. Ehrenamtliche Helfer haben dabei fleißig mit angefasst – sonst wäre die Baumaßnahme nicht zu finanzieren gewesen. 

Der Birkerteich-Pavillon wird komplett renoviert. Ehrenamtliche Helfer haben dabei fleißig mit angefasst – sonst wäre die Baumaßnahme nicht zu finanzieren gewesen. 

Foto: Michael Strohmann

„Wir werden am Ende bei 15.000 Euro für die Renovierung liegen“, erzählt Martin Lehmann, Vorsitzender des Fördervereins Waldbad Birkerteich. Ein Dachdecker leistet professionelle Hilfe, den Rest der Arbeiten übernehmen Ehrenamtliche. „Sonst wäre die Maßnahme noch viel teurer und nicht zu bezahlen“, betont Lehmann. Den Großteil der Kosten werde der Förderverein übernehmen. Die Stadt steuere 1300 Euro bei und Unterstützung in vielfältiger Form komme auch vom Helmstedter Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Der Pavillon ist ein wahres Schmuckstück. „Es handelt sich um den Milch-Pavillon der Expo in Hannover vom Anfang der 50er Jahre“, erläutert Lehmann die Bedeutung des kleinen Gebäudes, das Generationen von Waldbad-Besuchern als Kiosk und Gaststätte gedient hat. Bis Ende dieser Woche soll die Renovierung abgeschlossen sein.

Wann die Bad-Besucher sich am Anblick des liebevoll restaurierten Pavillons erfreuen können, steht noch nicht fest. Derzeit werde anvisiert, das Waldbad am 30. Mai unter strengen Corona-Auflagen zu öffnen, sagt Lehmann. Doch die Zustimmung des Landes stehe noch aus. „Wenn wir öffnen dürfen, dann werden wir die Bädergesellschaft personell seitens des Fördervereins unterstützen“, kündigt Lehmann an. Denn den Bad-Besuch im Drei-Schichtsystem zu regeln, erfordere viel Personal. „Jeweils nach anderthalb Stunden müssen alle Gäste das Bad verlassen und die nächste Besucherschicht erhält Einlass“, sagt Lehmann. So wolle man für überschaubare Besuchermengen sorgen und das Einhalten von Abständen ermöglichen. Jeder Besucher müsse sich per E-Mail anmelden und für eine Schicht entscheiden.

Um am 30. Mai startklar zu sein, werden derzeit letzte Reparaturen an den Becken des Waldbades ausgeführt. „Das Wasser in alle Becken einzulassen, dauert etwa eine Woche“, hofft Lehmann, dass alles pünktlich fertig wird. Am 3. Juni könnte es dann sogar das erste von zwölf Waldbad-Sommerkonzerten geben. Immer mittwochs würde der Badebetrieb um 18 Uhr eingestellt werden für diese Konzerte. Eine behördliche Genehmigung hierfür liege aber noch nicht vor, so Lehmann.

Der Förderverein habe in den vergangenen Wochen im Internet viel Zuspruch erfahren für seine vielfältigen Anstrengungen, das Waldbad am Leben zu erhalten. „Wir freuen uns nicht nur über verbale Anerkennung, sondern über jeden, der uns aktiv unterstützt – durch Spenden oder durch tatkräftige Mitarbeit“, lädt Lehmann zur Mitwirkung ein. Wer helfen wolle, finde alle Informationen und Kontaktdaten auf der Internetseite des Fördervereins.

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