Kinder gehen bei Königslutter auf Winter-Exkursion in den Wald

Königslutter.  Was für ein Abenteuer: Zehn Kinder erkundeten am Samstag mit Stefanie Bucher-Pekun den Winterwald bei Königslutter.

Waldpädagogin Stefanie Bucher-Pekun leitete die Gruppe.

Waldpädagogin Stefanie Bucher-Pekun leitete die Gruppe.

Foto: Erik Beyen

Der ungewöhnlich milde Winter könnte auch die Tier- und Pflanzenwelt irritieren. So ähnlich drückte sich am Samstagnachmittag Stefanie Bucher-Pekun im Wald am Findlingsgarten Königslutter aus. Dort war die Waldpädagogin aus Braunschweig mit zehn Kindern sowie Eltern und Großeltern auf der Sache nach Tieren im Winter – natürlich, ohne sie zu stören. Angeboten wurde die Erlebnis-Exkursion mit abschließendem Stockbrotbacken über einem Lagerfeuer vom Verein Geopark. Die Kinder, die an diesem Tag mit Bucher-Pekun unterwegs waren, würden in Sachen Wissen manchen Erwachsenen in die Tasche stecken.

Es ging um die fünf tierischen Strategien, den Winter zu überstehen oder ihm auszuweichen. Schon an dieser Frage könnte manch Erwachsener verzweifeln. Gut, dass es Kinder, wie etwa Joscha, Milo, Lotti, Lily, Greta, Jesper und Mattea gibt. Die wussten das nämlich ziemlich genau: Winterruhe, Winterschlaf, Winterstarre, einige Tiere sind im Winter aktiv, und die Zugvögel verschwinden einfach in den Süden. Welches Tier aber pflegt nun welche Strategie? Um das herauszufinden, hatte die Waldpädagogin verschiedene Spiele mitgebracht, bei denen sie ganz Nebenbei noch mehr Wissen über die jeweiligen Tiere vermittelte.

Ganz am Anfang ein Rätsel: „Das Tier, das ich meine, hat ein Fell, spitze Ohren...“ Schon jetzt platzte es aus der kleinen Mattea heraus und einige Finger huschten auf die dazugehörigen Münder. So sollten es die Kinder machen, wenn sie die Lösung kannten. Weil noch nicht alle Zeigefinger auf den Lippen ruhten, legte Bucher-Pekun nach: „Das Tier kann unheimlich gut klettern“, sagte sie und zack, da hatten sie es alle. Und natürlich hatte Mattea gleich am Anfang richtig gelegen: Gesucht war das Eichhörnchen. Es überwintert in seinem Nest, dem Kobel, hoch oben in den Baumwipfeln.

Spätestens jetzt hatte Bucher-Pekun die volle Aufmerksamkeit der Kinder, und die durften nun Eichhörnchen spielen. Für jedes Kind hatte die Waldpädagogin drei Walnüsse in ihrem großen Rucksack, der voller Überraschungen steckte. Nüsse verstecken und später wiederfinden – keine leichte Übung, aber so machen es die Eichhörnchen, und: „Die finden nicht alle wieder, daraus werden dann Bäume“, wusste der zehn Jahre alte Milo. An diesem Tag lernten die Kinder, nebenbei auch die Erwachsenen, ganz viel über das Überwintern der Mäuse und Igel, deckten für letztere den Tisch und klärten, wann sich dieser sein Winterpolster anfrisst und wie lange er schläft, fühlten sich in das Winterkleid der Rehe hinein und bewiesen unglaublich viel Wissen rund um die heimische Tierwelt. Drei Stunden verbrachten die Kinder mit der Pädagogin im Wald, um das Abenteuer am Lagerfeuer zu beenden.

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