Polizei klärt Post- und Paketdiebstähle in Helmstedt auf

Helmstedt/Velpke.  Ein Angestellter (46) einer Spedition wird dringend verdächtigt, Pakete in Helmstedt und Velpke gestohlen zu haben. Der Schaden ist riesig.

Beamte bei ihren Ermittlungen im Postverkehr.

Beamte bei ihren Ermittlungen im Postverkehr.

Foto: Zoll / Symbol

Den Polizeidienststellen in Helmstedt und Velpke ist die Aufklärung einer Diebstahlserie gelungen, die im Jahr 2017 ihren Anfang genommen habe und inzwischen ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden sei.

Der Pressemitteilung der Polizei zufolge sei es seit 2017 im Zustellbereich Helmstedt und Velpke zu einer Vielzahl von Diebstählen aus Postsendungen gekommen, die an das Postverteilzentrum Helmstedt und seit Beginn 2018 an das Postverteilungszentrum Velpke geliefert wurden. Im Rahmen zahlreicher Ermittlungen geriet ein 46-jähriger Magdeburger in das Visier der Polizei.

Der Verdächtige arbeitete für eine Spedition, ein Subunternehmen des Paketdienstleisters. Als die Unregelmäßigkeiten auffielen und sich bald der Verdacht gegen den Mann verhärtete, ordnete das Amtsgericht Braunschweig Durchsuchungen seiner Wohnungen, des Privatfahrzeugs, sowie des Arbeitsplatzes und der genutzten Dienstfahrzeuge an.

Während einer Observation am Mittwoch konnte der Beschuldigte dabei beobachtet werden, wie er auf einer Fahrt zum Paketverteilungszentrum anhielt und sich auf der Ladefläche des Firmen-LKW zu schaffen machte. Anschließend fuhr er zum Verteilungszentrum in Velpke, wo die Polizei schon auf ihn wartete und er dann festgenommen wurde.

Im Führerhaus konnte ein Smartphone gefunden werden, das er bei dem Halt aus einem Postpaket entnommen hatte. Das aber war bei weitem nicht alles. Bei den anschließenden Durchsuchungen von zwei Wohnungen in Magdeburg, seines Arbeitsplatzes und seines Privatfahrzeuges fanden die Ermittler haufenweise Diebesgut (Computer, Smartphones, Foto- und TV-Geräte, Fahrräder, Staubsauger, Gartentechnik) im Wert von geschätzt 100.000 Euro.

Mit der Überführung des Täters ist die Arbeit der Ermittler noch lange nicht getan. Die nächsten Wochen und Monate werden die Beamten damit beschäftigt sein, ihr Büro wieder frei zu bekommen und den rechtmäßigen Besitzern ihr Eigentum zurückzugeben. Dabei sind noch nicht alle Fälle bei der Dienststelle in Helmstedt angelangt. „Oftmals werden die Diebstähle erst Wochen später gemeldet und die leeren Paketsendungen kommen daher mit Verzögerung in den Ermittlungsgang“, betont Thomas Figge, Sprecher der PI Wolfsburg-Helmstedt. Die Ermittlungen dauern an.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder