Schauen und staunen in Messehallen

Elm-Lappwald-Messe lockte 70 000 Besucher – Kritikpunkte: Kein Rahmenprogramm, wenig Kinderbelustigung

Gestern Abend war Schluss. Auf der Elm-Lappwald-Messe drehen sich die Glücksräder (wie hier auf dem Stand der Arbeiterwohlfahrt) voraussichtlich in drei Jahren wieder.    

Gestern Abend war Schluss. Auf der Elm-Lappwald-Messe drehen sich die Glücksräder (wie hier auf dem Stand der Arbeiterwohlfahrt) voraussichtlich in drei Jahren wieder.    

Foto: Ziehres

HELMSTEDT. Die neunte Elm-Lappwald-Messe ist gestern zu Ende gegangen. Veranstalter und Aussteller äußerten sich zufrieden mit dem Verlauf der Gewerbeschau. Alles habe geklappt wie am Schnürchen, war zu hören. "Einige Aussteller wurden überrascht vom großen Besucherandrang ", berichtete Messe-Organisator Jürgen Hary gestern.

Messe-Verantwortlicher Jörg Pohl schätzt, dass rund 70 000 Besucher das Ausstellungsgelände im Laufe der sieben Messetage besucht haben. "Am Wochenende war die Hölle los", erklärt der Wirtschaftsförderer des Landkreises.

Trotzdem will Pohl dem Rahmenprogramm beim nächsten Mal mehr Aufmerksamkeit widmen. "Wir wollen noch mehr unternehmerische Initiative wecken", sagt er.

Es stehe jedem Aussteller frei, Attraktionen an seinem Stand zu schaffen und so Aufmerksamkeit für sein Angebot zu erzielen. Der Wirtschaftsförderer denkt beispielsweise an eine Modelleisenbahn oder eine Autorennbahn.

"Wer hier die Initiative ergreift, kann mit unserer Unterstützung rechnen", sagt Pohl. Aber er stellt auch klar, dass Messestandfläche nicht mehr verschenkt werden könne. "Wir halten die Preise zugunsten der Aussteller so niedrig wie möglich."

Messebesucher und Lehrer Gunther Dörschlag hatte bereits vor einigen Tagen das Fehlen des Europa-Cafés bedauert. Er erinnert sich daran, bei der achten Elm-Lappwald-Messe mit Schülern einen polnischen Tag ausgerichtet zu haben. "Da konnten die Schulen mit Man-Power richtig Geld verdienen", sagte er.

Über eine Verkürzung der Messe um einen Tag werde beim nächsten Mal nachzudenken sein, kündigte Pohl an. Bei einer Umfrage unserer Zeitung unter den Ausstellern war dies ebenfalls angeregt worden. Weiterer Kritikpunkt waren fehlende Spielangebote für Kinder auf dem Außengelände. Auch darüber müsse nachgedacht werden, räumte Organisator Hary ein.

Restlos begeistert waren die Teilnehmer an der Aussteller-Party, die am Mittwoch stattfand. "Die Lions-Party-Band hat astreine Musik gemacht", sagte Daniela Hoffmann. Ihre Kollegin Andrea Zeising kann da nur zustimmen. "Die sind richtig aufgegangen in ihrer Musik", schwärmte sie am Tag danach.

Messe-Wirt Dietmar Baumann steckte die Müdigkeit gestern noch in den Knochen. "Hier war es brechend voll", sagt er. Zum Abschluss der Messe servierte er gestern Mittag Sauerfleisch und Bratkartoffeln. Auch er ist zufrieden mit der Elm-Lappwald-Messe. Rund 150 Mittagessen brachte er täglich an den Mann. Am Dienstag, dem kältesten Messetag, bot Baumann Glühwein an, dem reichlich zugesprochen wurde. Hary und sein Vertreter im Messebüro, Henning Schrader, berichten von einem ruhigen Messeverlauf. Keine Rohrbrüche, keine Diebstähle, keine Stromausfälle – das ist das Fazit Schraders, der für den technischen Ablauf zuständig ist. Auch das Miteinander der Aussteller sei sehr harmonisch gewesen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder