Trinkwassertalsperren im Harz erreichen neuen Tiefstand

Osterode.  Die sechs großen Stauseen im Harz sind seit Freitag nur noch zu 45 Prozent gefüllt. Bleiben Wetter und Verbrauch gleich, geht das Trinkwasser aus.

Von der sonst vollen Sösetalsperre im Harz ist aktuell nur ein kleiner Flusslauf zu sehen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit stellen die Harzwasserwerke ihre Sofortmaßnahmen vor, um die Versorgungssicherheit von rund zwei Millionen Menschen mit Trinkwasser zu gewährleisten.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Von der sonst vollen Sösetalsperre im Harz ist aktuell nur ein kleiner Flusslauf zu sehen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit stellen die Harzwasserwerke ihre Sofortmaßnahmen vor, um die Versorgungssicherheit von rund zwei Millionen Menschen mit Trinkwasser zu gewährleisten.

Bei anhaltender Trockenheit und gleichbleibendem Verbrauch reichen die Trinkwasservorräte im Harz nach Angaben der Harzwasserwerke nur noch wenige Monate. Dies betreffe vorrangig die Sösetalsperre bei Osterode, sagte Geschäftsführer Christoph Donner am Freitagvormittag. Der Stausee sei nur noch zu 36 Prozent gefüllt. Deshalb habe sein Unternehmen die Wasserabgabe bereits reduziert. Zudem werde geprüft, ob Trinkwasser aus Teichen des Unesco-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft genutzt und die Abgabe in die Flüsse unterhalb der Talsperren reduziert werden könne. Die sechs großen Stauseen im Westharz waren am Freitag noch zu 45 Prozent gefüllt. Die Harzwasserwerke sind Niedersachsens größter Trinkwasserversorger. Sie beliefern etwa zwei Millionen Menschen. dpa

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