Isenbütteler Grundschule eröffnet die „Eltern-Haltestelle“

Isenbüttel.  Mit der Haltebucht in der Blumenstraße soll die Verkehrssituation in der Schulstraße entzerrt werden.

Bürgermeisterin Tanja Caesar und Schulleiterin Gabriele Smeikal (rechts) erklären die Eltern-Haltestelle an der Grundschule für eröffnet.

Bürgermeisterin Tanja Caesar und Schulleiterin Gabriele Smeikal (rechts) erklären die Eltern-Haltestelle an der Grundschule für eröffnet.

Foto: Reiner Silberstein

Verkehrschaos und gefährliche Situationen für die Kinder auf dem Schulweg – das soll es in Isenbüttel an der Grundschule möglichst nicht mehr geben. Ein Baustein dazu ist die nun fertiggestellte „Eltern-Haltestelle“ in der Blumenstraße.

„Das Thema verfolgt uns gefühlt schon seit 20 Jahren“, sagt Gemeinde-Bürgermeisterin Tanja Caesar. Nun seien aber die ersten Baumaßnahmen fertig, die wirklich eine Entzerrung an der Schulstraße bringen können. Beim Neubau der Blumenstraße hat die Gemeinde neben der Schwelle an der Kreuzung zur Schulstraße auch gleich an der Sporthalle eine Haltebucht mit anlegen lassen, in der drei Fahrzeuge hintereinander Platz haben. Zusatzkosten: gerade mal etwa 6000 Euro. Die Samtgemeinde hat dafür ein paar Meter ihres Grundstücks hergegeben.

Ab der Haltestelle gehen die Kinder allein zur Schule

Der Sinn: Eltern, die ihre Kinder mit dem eigenen Fahrzeug bringen wollen oder müssen, fahren die Bucht von Westen kommend an, halten kurz, lassen die Kinder sicher auf der rechten Seite zum Fußweg aussteigen und setzen ihre Fahrt umgehend wieder fort. Die Schüler können von diesem Punkt sicher den Fußweg an der Sporthalle vorbei zur Schule allein gehen. Ein weiterer Vorteil: Die Autos müssen nicht mehr bis zum Haupteingang an der Schulstraße fahren, wo die Bushaltestellen sind.

Der Schlenker in der Straße sei im Juni fertig geworden, sagen Schulleiterin Gabriele Smeikal und Caesar. Die Schilder, die der ADAC gesponsort hat, seien allerdings erst dieser Tage montiert worden. Deshalb: Jetzt erst ist alles komplett und für alle erkenntlich, um was es sich handelt. Jedenfalls nicht um einen Parkplatz, wie Caesar betont. Denn als einen solchen sei die Haltebucht anfangs missverstanden worden.

In Herbst und Winter wird der Verkehr vermutlich wieder mehr

„Im Augenblick ist wenig Verkehr“, gibt Smeikal zu. Das liege aber daran, dass erstens wegen Corona die Jahrgänge zu verschiedenen Schulzeiten starten und zweitens wegen der Baustelle im Dorf viele Kinder schneller mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen als mit dem Auto. „Noch ist das Wetter ja auch gut. Wenn es dann kälter und regnerischer wird, wird der Verkehr wohl wieder mehr.“

Nach einer gewissen Zeit will die Gemeinde unter den Eltern eine Umfrage starten, kündigt die Bürgermeisterin an. Dann soll ermittelt werden, wie die Haltestelle ankommt und was eventuell verbessert werden kann.

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