Isenbütteler Rat befürwortet Ruhewald in Ribbesbüttel

Isenbüttel.  Der „immerwährenden Ehrung“ von Ratsmitgliedern am Ende jeder Wahlperiode erteilte er jedoch eine Absage.

Gespräche vor der Sitzung.

Gespräche vor der Sitzung.

Foto: Reiner Silberstein / BZV

Die Chancen stehen gut, dass demnächst bei Ribbesbüttel ein Ruhewald eingerichtet wird, in dem Urnenbestattungen ohne Grabsteine unter Bäumen möglich sind. Der Isenbütteler Samtgemeinderat erteilte der Verwaltung den Auftrag, mit Landwirt Julius Löbbecke Verhandlungen aufzunehmen, der seinen Plan schon im Sozialausschuss vorgestellt hatte.

„Es ist erfreulich, dass so etwas errichtet wird, super!“, sagte Hartmut Jonas (Grüne). Die Gemeinde Wasbüttel, in der er Bürgermeister ist, sei einst am Veto der Realgemeinde gescheitert. Allerdings gab er noch einen Seitenhieb mit auf den Weg: „Es wäre schön, wenn die anonyme Sargbestattung in Wasbüttel auch so schnell behandelt werden könnte.“ Das wolle sich die Samtgemeinde als nächstes anschauen, versicherte Bürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff.

Ein anderes Versprechen gab Metzlaff in Sachen Finanzen: Die Samtgemeinde erhalte aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes 172.000 Euro. „Die wollen wir nicht allein einsacken. Die Hälfte wird auf die Mitgliedsgemeinden verteilt.“

Ob es einen Kita- und Krippen-Anbaubedarf in Wasbüttel und Ribbesbüttel gibt, werde man im Dezember sehen, so Metzlaff. Dann wäre zu entscheiden, welche Mittel in den Haushalt einzustellen sind. Nach derzeitigem Stand wären es schon mal die Planungskosten – so nahm es auch der Rat zunächst zur Kenntnis. „Mit der Bedarfsplanung hat es sich die Samtgemeinde nicht immer ganz leicht gemacht“, kommentierte Klaus Rautenbach (Grüne), „es hat an systematischen Planungsschritten fehlen lassen.“ Das Resultat seien Provisorien, bei denen viele Kinder außerhalb ihrer Wohnorte untergebracht seien. Diese Zeit solle aufhören: „Die Gemeinden sollten mitreden können! Flickschusterei ist letztlich teuer.“

Ratsmitglieder, die ihr Mandat über mehrere Wahlperioden behielten, häuften in der Vergangenheit mitunter etliche Ehrengaben und Urkunden an. Damit soll nach auf Wunsch der Mehrheit von SPD und Grüne Schluss sein, Auszeichnungen wird es daher nur noch beim Ausscheiden aus den politischen Gremien geben. Denn: „Ich sehe keine Notwendigkeit, immerwährend geehrt zu werden“, sagte Lisa Wallmann (SPD). Bei der CDU sorgte das für Unmut. Jochen Gese befürchtete, dass aus der Ehrung am Ende der letzten Sitzung einer Wahlperiode „eine Runde der Wahlverlierer“ werde – „da gehe ich doch nicht hin, das hat einen negativen Touch“.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder