Gifhorn. Ein Quintett spielte in der Pausenhalle des Gifhorner Humboldt-Gymnasiums Stücke des Komponisten György Ligeti, anlässlich seines 100. Geburtstages.

Ungewohnte Klänge gab es gestern in der Pausenhalle des Humboldt-Gymnasiums. Die Schule hatte Glück gehabt und einen von zehn Auftritten eines Ensembles der NDR-Radiophilharmonie gewonnen. Das Quintett samt Musikredakteurin Bettina Pohl und Schauspielerin Sonja Beißwenger tourt in dieser Woche wie auch andere Rundfunkanstalten in Deutschland anlässlich des 100. Geburtstags des österreichisch-ungarischen Komponisten György Ligeti durch das Land.

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Musiktheater mit der modernen Musik des Komponisten, der nach dem Volksaufstand 1956 aus Ungarn zuerst nach Wien und dann nach Köln flüchtete, gab es somit für die Schüler der Jahrgänge 9 bis 11 zu hören. Allen war das nicht vergönnt. „Nur denen, die derzeit auch Musikunterricht haben“, erklärte Musiklehrer Dr. Martin Peter. Denn die Musik wurde im Unterricht vor- und wird nun nachbereitet. „Es ist eine ganze andere Musik als Beethoven oder Mozart“, erklärte Pohl in der Fragestunde nach „Sechs Bagatellen“ und „Zehn Stücke“, die im Rahmen des „Ligeti-Experiments“ aufgeführt wurden.

Ligetis Musik beinhaltet schrille und hohe Töne

Am Ende gab es ein Stück von Danger Dan. Der Musiker hatte einen Songtext über Kunstfreiheit geschrieben, der an das Leben Ligetis erinnerte. Nicht nur die Musik, auch die Noten Ligetis waren anders, erklärte Pohl. Zudem forderten schrille und extrem hohe Töne das Gehör von Schülern wie Musikern heraus. „Was das Ohr noch aufregt“, umschrieb das Pohl. „In meiner Mietwohnung in Hannover würde ich bei der Musik rausfliegen“, merkte Flötistin Heike Malz an. „Sie sind ja ziemlich gut. Wie lange spielen Sie denn schon Ihr Instrument?“, wollte ein Schüler wissen. „Wir sind Profimusiker und haben schon als Kinder angefangen zu musizieren“, so die Antwort. „Aber man lernt sein Leben lang.“