Nistkästen in Meinersen

Nabu Meinersen baut Nistkästen speziell für Turmfalken

Die Aktiven der Arbeitsgruppe Schleiereule aus der Nabu-Gruppe Samtgemeinde Meinersen haben 50 Nistkästen für Turmfalken gebaut.

Die Aktiven der Arbeitsgruppe Schleiereule aus der Nabu-Gruppe Samtgemeinde Meinersen haben 50 Nistkästen für Turmfalken gebaut.

Foto: Privat

Meinersen.  Weil Turmfalken Schleiereulen die Mäuse aus den Nistkästen stehlen und daher weniger Nachkommen überleben, schafft der Nabu ihnen ein eigenes Reich.

Weil in den vergangenen Jahren Turmfalken den Schleiereulen die Mäuse als Nahrungsquelle stahlen, gab es nicht genug zu Fressen für den Schleiereulennachwuchs.

Der Nabu hat jetzt gegengesteuert und 50 neue Nistkästen speziell für Turmfalken gebaut. Wie der Meinerser Ortsverein mitteilt, werfen sich beide Vogelarten im Konkurrenzkampf um Platz gegenseitig aus dem Nistkasten. In dem Moment, in dem beide im Nistkasten nebeneinanderher leben und sich mit dem Platzangebot arrangiert haben, könne es jedoch passieren, dass Turmfalken die von der Schleiereule nachts angelegten Futterreserven an ihre eigenen Jungen verfüttern. Die Folge: Die Schleiereulen können nur zwei bis drei Jungvögeln großziehen.

„Leidtragende dieser Futterrivalität sind zumeist Schleiereulen“, wird Reinhard Meier zitiert, der die Nistkastenkontrolle seit 1986 koordiniert und weiß, dass es in diesem Jahr in 10 von 50 Schleiereulennistkästen Futterkonkurrenz zwischen Schleiereule und Turmfalken gab. Das hat Folgen: „Der Bruterfolg ist bei den Schleiereulen mit 75 Jungvögeln weit über die Hälfte des Vorjahres zurückgegangen“.

Neue Nistkästen entsprechen dem Nabu zufolge mehr den Brutbedürfnissen der Turmfalken

Deshalb haben die Aktiven der Arbeitsgruppe Schleiereule aus der Nabu-Gruppe Samtgemeinde Meinersen geeignete neue Nistkästen für Turmfalken gebaut, um ihnen damit ein Ausweichquartier zu ermöglichen. „Diese werden aufgrund ihrer speziellen Bauweise besser von den Turmfalken angenommen und entsprechen mehr ihren Brutbedürfnissen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Angebracht wurden sie samtgemeindeweit in der Nähe der Schleiereulen-Nistkästen, aber an Außenfassaden. Die Hoffnung ist nun, dass jede Vogelart für sich auf Mäusejagd geht und der Rivalitätskampf ein Ende hat.

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