Keine Chance auf festen Blitzer in Calberlah und Allenbüttel

Calberlah.  Bauausschuss lehnt Bürgerantrag auf einen Blitzer in der Hauptstraße und in der Langen Straße ab. Zudem war eine neue Brücke für Allenbüttel Thema.

Die Hauptstraße in Calberlah. Eine Bürgerin wünscht sich, dass hier ein feststehender Blitzer aufgestellt wird.

Die Hauptstraße in Calberlah. Eine Bürgerin wünscht sich, dass hier ein feststehender Blitzer aufgestellt wird.

Foto: Daniela König

Einen feststehenden Blitzer wird es weder an der Hauptstraße in Calberlah noch an der Langen Straße in Allenbüttel nicht geben. Der Bauausschuss der Gemeinde Calberlah lehnte den Antrag einer Bürgerin ab. Kein Unfallschwerpunkt, keine Notwendigkeit: Nachdem sowohl der Landkreis als auch die Polizei im Vorfeld konsequent signalisiert hatten, dass sie keine Chance auf einen feststehenden Blitzer an der Hauptstraße in Calberlah sehen, möchte die Verwaltung keine Zeit und Mühe in einen Antrag stecken, der letztlich vom Kreis als Genehmigungsbehörde doch abgelehnt wird.

Kreis und Polizei sehen hier keinen Unfall- oder Gefahrenbrennpunkt

In Gesprächen hatte die Gemeinde nicht nur die Aufstellung eines Starrenkasten auf der Hauptstraße 15, sondern auch eines Blitzers in Allenbüttel an der Langen Straße (L 321) thematisiert. Das war in der Vergangenheit immer mal wieder ein Anliegen der Anwohner. Mit einer Blitzer-Attrappe auf seinem Grundstück behilft sich ein Anwohnerpaar schon länger selbst, die Raserei ein wenig einzudämmen.

Neben der Tatsache, dass Polizei und Kreis diese beiden Straßen weder als Unfallbrenn- noch als Gefahrenpunkt deklarieren, kämen die hohen Kosten hinzu. Der Aufbau eines solchen Blitzers kostet bis zu 100.000 Euro, zusätzlich entstehenden jährliche Kosten in Höhe von 25.000 Euro für die Eichung und das Personal. „Um das klarzustellen: Wir als Gemeinde hätten es begrüßt, wenn Kreis und Polizei vorher Ja gesagt hätten, aber mit dieser Rückmeldung wäre der Antrag nicht zielführend“, sagte Bürgermeister Thomas Goltermann. Michael Jäger (CDU) hielt ohnehin mehr von mobilen Blitzgeräten, die den Standort wechseln.

Aus Grünland soll im Nord-Westen von Wettmershagen Bauland werden

Einstimmig empfahl der Bauausschuss hingegen, dass auf dem knapp 430.000 Quadratmeter großen Grundstück in Wettmershagen, das angrenzt an die Wohnbebauung in den Straßen Am Klinkenberg und Am Hofkamp und derzeit als Grünfläche fungiert, Wohnraum entsteht. Dort möchte der Antragsteller drei Baugrundstücke realisieren, mindestens eines davon für den Eigenbedarf. Dazu muss ein B-Plan für Wettmershagen Nord-West aufgestellt und der F-Plan der Samtgemeinde von Grün- auf Bauland geändert werden. Die Kosten müsste der interessierte Bauherr komplett selber tragen.

D ie kleine Brücke über der Essenroder Riede soll abgerissen und neugebaut werden, um mehr Hochwasserschutz zu gewährleisten. Geplant ist, das jetzige Querbauwerk mit Betonrohr zurückzubauen und durch einen Steg zu ersetzen. Ein Planungsbüro hatte dafür drei Varianten herausgearbeitet. Der jetzige Kreisdurchlass bildet bei Hochwasser eine Engstelle, wodurch sich das Wasser bei Starkregen in der Vergangenheit staute und zu allen Seiten überquoll.

Gitterroststeg mit Edelstrahlgeländer bevorzugt – Rat muss OK geben

Ein Steg mit ausreichend Abflussquerschnitt soll dafür sorgen, dass das Wasser gut abfließen kann. Das Querbauwerk soll ausreichen, um mindestens ein fünfjährliches Hochwasser schadlos im Ort abzuführen. Als Varianten stehen ein Stahlbetonsteg, ein Gitterroststeg oder ein Holzsteg mit Edelstahlgeländer zur Auswahl. Einstimmig empfahl das Gremium den Gitterroststeg. Die Vorteile: korrosionsbeständig gegen Witterung, hält theoretisch bis zu 100 Jahre, relativ geringe Unterhaltungskosten pro Jahr und das Hochwasser kann durch den Steg gut abfließen. Zudem ist diese Variante mit Kosten von 7200 Euro im Vergleich die günstigste. „Durch die neue Brücke werden wir Hochwasser nicht in den Griff kriegen, sondern nur reduzieren können“, sagte Horst-Dieter Hellweg (UWG).

Mit den Empfehlungen des Bauausschusses befasst sich der Rat im November.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder