St. Nicolai in Gifhorn: Kirchenvorstand legt Farbgestaltung fest

Gifhorn.  Der Vorschlag sieht an den Wänden ein dunkleres Rosa als jetzt und einen weißen Sockel vor.

Ein etwas helleres Rosa, dafür Weiß statt Gelb für den Sockel sind für die St.-Nicolai-Kirche geplant.

Ein etwas helleres Rosa, dafür Weiß statt Gelb für den Sockel sind für die St.-Nicolai-Kirche geplant.

Foto: Burkhard Ohse

Die ersten Farbvorschläge für den neuen Anstrich der Stadtkirche St. Nicolai haben am Dienstagnachmittag Mitglieder des Kirchenvorstandes begutachtetet. Restaurator Reinhold Gonschior hatte einen dunkleren rosafarbenen Ton an mehreren Stellen des Kirchenschiffs angebracht, um die Farbe vorzustellen. „Wir haben auf jeder Seite aufgrund der Sonneneinstrahlung oder der Bäume andere Lichtverhältnisse, daher muss man das von allen Seiten betrachten“, erklärte Stefan Kunkel vom Amt für Bau und Kunstpflege Celle, der wie auch der Kirchenvorstand ein etwas helleres Rosa als beim Probenanstrich präferierte.

Gestaltung der Sockelfarbe bereitet Probleme

Probleme bereitet die Gestaltung der Sockelfarbe. Hier hatte Gonschior ein helles Gelb als Sandsteinimitation vorgeschlagen. Den Sandstein unter dem derzeitigen Anstrich freizulegen ist nicht ohne Risiko, sagte er. Denn einerseits ist der bisherige Farbanstrich in den Sandstein eingezogen und somit schlecht zu entfernen, andererseits müsse man damit rechnen, dass der Sockel an etlichen Stellen beschädigt sei. Dann bliebe nur, den Sandstein zu vieren, also steinerne Ersatzstücke in die Fehlstellen einzubringen, oder ihn zu streichen. Weil die erste Maßnahme zu teuer und aufwendig sei und nicht im Budget vorgesehen sei, könne man ihn auch gleich streichen. Eine Sandsteinoptik sei dabei aber kaum herzustellen, da Sandstein als Naturmaterial ein unregelmäßiges Aussehen habe, das schwierig zu imitieren sei. Vom Tisch ist aber erst einmal der vorgeschlagene gelbe Anstrich des Sockels und der Gesimse aufgrund eines zu großen Kontrastes zu den Sandstein-Stufen.

Kirchenvorstand bevorzugt verwaschenes Weiß für Sockel

Kirchenvorstand und Kunkel präferieren nun ein verwaschenes Weiß, ähnlich dem, das bereits bisher an der Kirche vorhanden ist, aber durch Staub und Wettereinflüsse verdeckt wurde. „Mit diesem Weiß gelingt der Übergang zu den Sandstein-Stufen der Kirche am besten“, sagte Kunkel. Denn die Stufen und Treppen des Kirchengebäudes sollen keinesfalls angefasst werden.

Auch ob der Kirchturm in der gleichen Farbe wie das Kirchenschiff angestrichen werden soll, ist noch fraglich. Hier befürchteten Gonschior und Kunkel eine zu große Mächtigkeit des dunkleren Rosafarbtons. „Denn im Gegensatz zum Kirchenschiff hat der Turm sehr große Flächen“, gab Gonschior zu bedenken. Daher sei für den Turm, der im dritten Bauabschnitt angefasst werden soll, ein hellerer rosa Farbton die bessere Lösung. Das sei auch deshalb eine sinnvolle Lösung, weil der Turm einige Jahre vor dem Kirchenschiff errichtet wurde, was mit einem anderen Farbton dokumentiert werden könnte.

Die Entscheidung fällt am 7. November

Das letzte Wort hat nun der Kirchenvorstand. Der hat seine nächste Sitzung am 7. November. Bis dahin wird Restaurator Gonschior noch einmal die nun anvisierten Farbtöne, ein etwas helleres Rosa und weiß auf dem Sockel, aufbringen. Zudem sollen Farbproben genommen werden, die im Labor untersucht werden sollen, damit die neue Farbe entsprechend zusammengestellt wird, um einen Abstoßungseffekt mit der bisherigen Farbe zu vermeiden.

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