Spannende Artefakte aus der Gifhorner Region

Gifhorn.  Die Kreis- und Stadtarchäologie öffnet aufgrund der Pandemie ihr virtuelles Magazin.

Ca. 7500 Jahre alte Feuersteinartefakte vom Fundplatz Gifhorn-Wittkopsberg.

Ca. 7500 Jahre alte Feuersteinartefakte vom Fundplatz Gifhorn-Wittkopsberg.

Foto: Bernhard Schuermann Roggenweg 17 D 38518 Gifhorn

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Corona-Virus kann die seit 2017 von der Kreis- und Stadtarchäologie organisierte Vortragsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ in diesem Herbst und Winter leider nicht stattfinden. Das teilt der Landkreis Gifhorn mit.

Es gebe jedoch eine interessante Alternative: Ab sofort können Interessierte auch vom heimischen Sofa aus einen Blick auf die archäologischen Schätze der Region werfen. Über das Internetportal www.kulturerbe.niedersachsen.de präsentiert die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn ausgewählte Objekte aus der Vor- und Frühgeschichte der Region. Dreh- und Angelpunkt der Online-Präsentation sind Fotografien, die von Bernhard Schürmann aus Gifhorn erstellt werden. Zum kostenlosen und frei einsehbaren Medienangebot gehören aber auch Hintergrundinformationen mit Angaben zur Datierung oder Funktion der Funde oder zu weiterführender Literatur. Für Fachleute und interessierte Laien bietet das Online-Portal zudem Recherchemöglichkeiten. Notwendig sind nur ein Internetzugang sowie ein Tablet, Smartphone oder Computer.

Die archäologische Sammlung der Kreis- und Stadtarchäologie umfasst Funde von der Altsteinzeit bis in die frühe Neuzeit aus dem gesamten Kreisgebiet einschließlich der Stadt Gifhorn. Durch aktuelle Grabungsprojekte sowie Zuwendungen und Fundüberlassungen wird die Sammlung ständig erweitert. „Nur ein Bruchteil davon kann in den Museen ausgestellt werden“, erläutert Kreis- und Stadtarchäologe Dr. Ingo Eichfeld. „Das virtuelle Magazin ist daher die perfekte Ergänzung zum klassischen Angebot – und soll natürlich auch Lust auf den nächsten Museumsbesuch machen.“

Das Projekt entstand zusammen mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft im Museumsund Heimatverein Gifhorn e.V. und wird von der Landkreis Gifhorn-Stiftung gefördert. Es soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden. „Spätestens im Dezember werden die nächsten Datensätze eingespielt“, gibt Fotograf Bernhard Schürmann bekannt. „Es lohnt sich also, häufiger vorbeizuschauen.“

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