Wasbütteler mosten auf Streuobstwiese zwei Tonnen Äpfel

Wasbüttel.  Das große Fest mit Verpflegung fiel coronabedingt flach, doch jede Menge Flaschen mit frischem Apfelsaft stellten die Freiwilligen trotzdem her.

Die Arbeitsteilung unter den Wasbüttelern war klar: die Berge an Äpfeln sortieren, waschen, schreddern, pressen, abfüllen – und vor Ort oder Zuhause genüsslich trinken. Zwei Tonnen Äpfel haben die Bäume auf der Streuobstwiese hergegeben. Neben Äpfeln gibt es hier auch Pflaumen, Birnen oder Mirabellen zu pflücken. „Die Ernte war dieses Jahr reichlich“, sagt Bernd Markert vom Nabu, der gemeinsam mit Helga Mannes zu der Apfel-Mostaktion im Schlesierring in Wasbüttel aufgerufen hat. Zwei Tonnen galt es zu verarbeiten.

50 bis 60 Freiwillige packen mit an – ohne Corona wären es noch mehr gewesen

Wegen Corona f iel das Mostfest mit Verpflegung diesmal zwar aus. Doch mit vereinten Kräften und vielen helfenden Händen wurden am Ende des Tages wieder etliche Flaschen frischer Apfelsaft hergestellt. „Einige haben abgesagt, eine gewisse Scheu ist wegen Corona also da“, so Markert, der am Samstag 50 bis 60 Freiwillige zählte.

Apfelsaft-Mosterei in Wasbüttel
Apfelsaft-Mosterei in Wasbüttel

Mitmachen konnte jeder, der Lust und Zeit hatte. Mats Michel Settels ließ es sich nicht nehmen, mit seiner Familie aus Gifhorn vorbeizuschauen und die kleingeschredderten Äpfel zu Saft zu pressen – unter fachmännischer Anleitung von Karl-Heinz Friedsmann. „Ich mache das zum ersten Mal. Das ist ganz schön anstrengend, macht aber Spaß“, sagt der Zehnjährige.

Organisator Bernd Markert hofft, dass 2021 wieder in alter Form Mostfest gefeiert werden kann

Auch Christina Gebauer, Karl-Heinz Ziombkowski und Hilke Schneppelgrell-Augustin aus Isenbüttel packten mit an, t rennten die unbrauchbaren Äpfel von denen, die weiterverarbeitet und im nächsten Schritt zunächst gründlich a bgewaschen werden sollten. Markerts Tochter Verena sorgte am Schredder für eine stückige Pampe. „Ich bin seit ich klein bin dabei“, sagte sie.

Auch ihr Bruder Jens, der an der Presse den puren Saft raus quetschte, und Mutter Elke, die den frischen Saft in mitgebrachte Flaschen abfüllte, waren dabei. „Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder in alter Form das Mostfest feiern können“, meinte Markert, der die sonst so ausgiebige Verpflegung mit Apfelkuchen und Kartoffelpuffer in der Hütte und die netten Gespräche in der Pause in herbeisehnt.

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