Gifhorner Einbrecher geht für 2,5 Jahre ins Gefängnis

Gifhorn.  Dazu verurteilte ihn das Landgericht Hildesheim am Donnerstag.

Landgericht Hildesheim in der Kaiserstraße.

Landgericht Hildesheim in der Kaiserstraße.

Foto: Daniela König

Ein 37-Jähriger, der im vergangenen April in zwei Häuser in Gifhorn eingebrochen ist, muss für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Dazu verurteilte ihn das Landgericht Hildesheim am Donnerstag.

Der Angeklagte habe im alkoholisierten Zustand die Scheibe des Wintergartens eines Einfamilienhauses eingeworfen, um hinein zu gelangen. Der Besitzer sei aufgewacht und habe einen Alarm-Knopf gedrückt, woraufhin der Täter auf einem Fahrrad aus der Garage die Flucht ergriff.

Aber auch im zweiten Einbruchsobjekt, bei dem er die Terrassentür aufhebelte, stieß er auf Einwohner: Mehrere Wertgegenstände in den Händen haltend stand er ihm plötzlich gegenüber. Der 37-Jährige soll daraufhin mit einem Schraubendreher drohend das Haus verlassen haben.

Die große Frage sei für das Gericht gewesen, wie diese Drohung zu werten ist, sagt Pressesprecher Steffen Kumme. War es schon ein räuberischer Diebstahl? Das verneinte das Gericht und sah darin eine „versuchte Nötigung“. Denn der Hausbewohner sei schon längst von selbst gewichen, die Drohung sei nicht mehr für den Behalt der Beute nötig gewesen.

Der Dieb hat mit der Untersuchungshaft bereits fast ein halbes Jahr abgesessen – diese Zeit werde ihm angerechnet, sagt Kumme.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder