An Corona erkrankte Gifhorner Schüler haben niemanden angesteckt

Gifhorn.  Aufatmen an der Gifhorner Stein-Schule, der Michael-Ende-Schule, der IGS Gifhorn und der Bonhoeffer-Schule: Alle 158 Corona-Tests sind negativ.

Wie wichtig der Mund- und Nasenschutz gerade auch in der Schule ist, zeigen die Corona-Fälle an vier Gifhorner Schulen. Alle 158 Schüler, Lehrer und Eltern der Kontaktkategorie 1 sind negativ.

Wie wichtig der Mund- und Nasenschutz gerade auch in der Schule ist, zeigen die Corona-Fälle an vier Gifhorner Schulen. Alle 158 Schüler, Lehrer und Eltern der Kontaktkategorie 1 sind negativ.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Aufatmen an den vier von Corona-Fällen betroffenen Gifhorner Schulen: Die sechs infizierten Schüler haben das Corona-Virus bisher nicht weitergeben. Es haben sich keine weiteren Schüler oder Lehrer mit Covid 19 infiziert. Das teilte der Landkreis Gifhorn am Freitagnachmittag mit. Sämtliche Abstriche der 158 getesteten Schüler, Familienmitglieder und Lehrkräfte sind negativ, hieß es.

Alle 158 auf das Corona-Virus getesteten Personen bleiben in Quarantäne

Allen Infizierten gehe es soweit gesundheitlich gut. Bisher zeigen alle Positiven höchstens leichte Symptome. Ursache der Infektionen sei vermutlich, dass einzelne Familienmitglieder der Schüler aus Risikogebieten zurückgekommen seien. Innerhalb der Familien haben sich die Kinder dann angesteckt. „Wir bedanken uns auch bei den betroffenen Familien und Lehrkräften, sowie den Schulleitern und der Stadt Gifhorn für die gute Zusammenarbeit“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel.

Allerdings müssen die betroffenen Schüler und Lehrer der Freiherr-vom-Stein-Schule, der Michael-Ende-Schule, der IGS Gifhorn und der Bonhoeffer-Realschule sowie die positiv Getesteten und die Familienmitglieder bis zum 14. September in Quarantäne bleiben. Das schreiben die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes vor, nach denen sich das Gifhorner Gesundheitsamt richtet. Darüber hinaus werden alle Kontaktpersonen Mitte nächster Woche nochmals abgestrichen, um eine später auftretende Infektion auszuschließen, erläuterte die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Erst danach können die Schüler, Lehrer und Eltern, die zur Kontaktkategorie 1 gehören, wieder in die Schule oder zur Arbeit gehen. Allerdings müssen nicht ganze Jahrgänge weiterhin zu Hause bleiben. Lediglich die Klassen, in denen es positive Schüler gebe, bleiben weiterhin in Quarantäne. Alle anderen Schüler, die möglicherweise auf dem Schulhof oder auf dem Schulweg Kontakt zu den Infizierten gehabt haben könnten, gehören zur Kontaktkategorie 2.

Insgesamt testeten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in dieser Woche knapp 400 Menschen auf das Corona-Virus. Allein am Mittwoch waren es 201 Abstriche. „Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten die Infektionen an Schulen ein erhöhtes Arbeitsaufkommen. Aber wir konnten auf unsere bestehenden Strukturen zurückgreifen. Die Teams, die Kontaktpersonen abstreichen, waren sofort einsatzbereit und andere Mitarbeiter kümmern sich um den telefonischen Kontakt, um Infektionsketten nachzuvollziehen“, erklärte Ebel. Insgesamt haben vier Mitarbeiter mit Unterstützung von Soldaten der Bundeswehr sowie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen in zwei Teams Abstriche am Mittwochnachmittag vorgenommen.

Landkreis schaltet ab Montag Bürgertelefon für besorgte Eltern

Auch in dem Fall der Gifhorner Kindertagesstätte, wo Eltern eines Kindes positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gibt es gute Nachrichten. Sowohl das Kind der infizierten Eltern, als auch alle weiteren Kita-Kinder und Kontaktpersonen der Familie wurden negativ getestet. Die Familie, die sich infiziert hat, befindet sich weiterhin in Quarantäne, die Kita ist geöffnet.

Damit besorgte Bürger aus dem Landkreis Gifhorn kompetente Ansprechpartner haben, hat der Landkreis Gifhorn kurzfristig reagiert und stellt ab Montag verschiedene Telefonnummern bereit, wo Mitarbeiter Fragen zu bestimmten Themen beantworten. Die Telefone sind montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr über folgende Telefonnummern besetzt:

Allgemeine Fragen rund um Corona-Infektionen und den Bereich Pflege: (05371) 82-701 und 82-702

Fragen zum Thema Schule: (05371) 82-421 und 82-481

Fragen zum Thema Kita: (05371) 82-578

Ebel verwies nachdrücklich auf die gängigen Abstands- und Hygieneregeln, sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hin. So können Infektionen vermieden werden. Wie erfolgreich das klappe, zeigen die negativen Ergebnisse der 158 Schüler, Familienmitglieder und Lehrkräfte.

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