Wo kann man jetzt im Landkreis Gifhorn baden?

Gifhorn.  Die Freibäder schaffen es noch nicht bis Montag, an den Seen sind die Duschen gesperrt.

Wegen Corona darf nur der Reinigungsroboter seine Bahnen im Edesbütteler Schwimmerbecken ziehen.

Wegen Corona darf nur der Reinigungsroboter seine Bahnen im Edesbütteler Schwimmerbecken ziehen.

Foto: Reiner Silberstein

Die Temperaturen im Kreis Gifhorn sollen schon nächste Woche wieder auf über 20 Grad Celsius steigen – bestes Badewetter pünktlich zur Verkündung der Landesregierung, dass Freibäder ab Montag wieder öffnen dürfen. Im Kreis Gifhorn sind sie aber noch nicht sofort mit am Start. Aber es gibt ja noch die Badeseen – oder?

Am kommenden Montag öffne die Allerwelle „definitiv noch nicht“, sagt Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich am Freitag auf Nachfrage. Dazu kämen die Auflagen vom Land zu kurzfristig. Aber Geschäftsführer Walter Lippe stellt eine Öffnung am Mittwoch der kommenden Woche in Aussicht. Die Details der Auflagen sollen am Samstag bekanntgegeben werden. Auch im Freibad Edesbüttel ist der Reinigungsroboter noch der einzige, der im glasklaren Wasser seine Bahnen ziehen darf. Öffnungsdatum? Unbekannt. Das Bromer Freibad preist im Internet dagegen schon mal einen Saisonstart zum 1. Juni an.

Bis dahin bleibt erst einmal nur der Sprung in den Isenbütteler Tankumsee oder den Stüder Bernsteinsee – die ersten mutigen Schwimmer waren dieser Tage schon zu sehen. Nur: Was für Hygieneregeln gelten denn dort? Eine direkte Übertragung des Virus SARS-CoV-2 halte das Gesundheitsamt nicht nur im gechlorten Frei- und Hallenbadwasser für „höchst unwahrscheinlich“, wie Landrat Andreas Ebel auf Anfrage mitteilt, sondern auch im Wasser der Badeseen. Auch sei eine Ansteckung über den Strandsand, zum Beispiel bei darin spielenden Kindern, „nicht möglich“. Gegen das Baden im See sei also grundsätzlich nichts einzuwenden: „Die sportliche Bestätigung im Freien ist seit Beginn der Corona-Pandemie erlaubt“, so Ebel. Dabei seien aber die Abstandsregeln zu Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, zu beachten.

Und wenn es bald richtig heiß wird, Tausende zu den Seen eilen und es eng wird zwischen den Badehandtüchern – muss der Landkreis dann einschreiten, gegebenenfalls sogar die Seen sperren? Vermutlich nicht. Ebel: „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass sich Massen von Besucherinnen und Besuchern an den Seen im Landkreis aufhalten, die die Abstandsregeln und Verhaltensweisen nicht einhalten, sodass Gründe für eine Schließung oder ein Verbot gegeben wären.“

Zu beachten am Tankumsee ist derzeit allerdings: Zwar seien die Sanitäranlagen unter Berücksichtigung der momentan geltenden Auflagen geöffnet, sagt Ebel, aber die Duschen darin sind bisher noch gesperrt. Immerhin ist das Tragen eines Mundschutzes am Strand unter freiem Himmel aus Sicht des Gesundheitsamtes nicht erforderlich. Eins solle man jedoch besser dabei haben: Desinfektionsmittel, so der Rat des Gesundheitsamts. „Statt eines Sprays könnten bei Bedarf Desinfektionstücher verwendet werden.“

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