Kreis Gifhorn testet in Pflegeheimen weiter auf Verdacht

Gifhorn.  Das Gifhorner Gesundheitsamt will seine Kapazitäten für Corona-Tests erhöhen und weitere Abstriche vornehmen.

Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl.

Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl.

Foto: Tom Weller / dpa

Viele Gebietseinheiten haben angekündigt, verstärkt Personal und Bewohner in Pflege- und Altenheimen auf das Coronavirus testen zu wollen. Auch das Gifhorner Gesundheitsamt will seine Testkapazitäten erhöhen und weitere Abstriche vornehmen, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings sind keine speziellen Testreihen für Heime vorgesehen. Vielmehr sollen „anlassbezogen“ bei Hausärzten, Krankenhäusern und Pflegeheimen auch Personen ohne Symptome getestet werden. Das Gesundheitsamt folge somit weiterhin den Testkriterien des Robert-Koch-Instituts. „Dem Abstrich durch das Gesundheitsamt muss jedoch immer eine Zuweisung der jeweiligen Hausärzte vorausgehen.“

Bei den Heimen des Kreises ist zusätzlicher Aktionismus aber offenbar auch nicht nötig. Harald Baruschke, Leiter der Heime Brömmelkamp und Hagenhof in Kästorf sei „mit der Art und Weise, wie und mit welcher Frequenz das Gesundheitsamt testet, sehr zufrieden“, gibt die Pressestelle der Dachstiftung Diakonie auf Anfrage bekannt. „Seit der ersten Stunde läuft das hervorragend“, teilt Baruschke mit. „Rückkehrer aus dem Krankenhaus werden beispielsweise eingehend vom Gesundheitsamt getestet und begutachtet, bevor sie nach ihrer Quarantäne ins Heim zurückkehren können“, heißt es in der Antwort von Pressesprecher Steffen Meyer.

Ähnliches berichtet Roland Strehmel, Pressesprecher des DRK-Kreisverbands: „Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt läuft hervorragend.“ Einige Beschäftigte des Ambulanten Pflegedienstes wurden beispielsweise getestet, weil ein Patient, der ins Krankenhaus kam, ohne Symptomatik viruspositiv war. Strehmel: „Daraufhin wurden unverzüglich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt alle Pflege- und Hauswirtschaftskräfte die in dem Haushalt tätig waren, informiert und getestet. Alle waren negativ.“ Die Ergebnisse hätten noch am selben Tag vorgelegen.

Alle Bewohner der drei DRK-Einrichtungen würden nach Krankenhausaufenthalten ebenfalls durch das Gesundheitsamt getestet und durchliefen eine 14-tägige Quarantäne. Nach 10 bis 12 Tagen erfolge ein weiterer Test. „Für unsere Beschäftigten stehen für die Pflege der betreffenden Bewohner sämtliche Schutzausrüstungen zur Verfügung.“

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