Gifhorn haut 5,5-Millionen-Euro-Auftrag raus

Gifhorn.  Die Stadtverwaltung lässt den Sportpark Flutmulde ungeachtet der Haushaltssperre sanieren.

Die Stadtverwaltung hat millionenschwere Aufträge für die Grundsanierung des rund 40 Jahre alten Sportparks Flutmulde ausgeschrieben.

Die Stadtverwaltung hat millionenschwere Aufträge für die Grundsanierung des rund 40 Jahre alten Sportparks Flutmulde ausgeschrieben.

Foto: Christian Franz

Auf die Plätze, fertig – Bau! Der Startschuss für die 5,5 Millionen Euro schwere Grundsanierung des Sportzentrums Flutmulde ist gefallen. Ungeachtet der coronabedingten Haushaltssperre hat Bürgermeister Matthias Nerlich eins der größten Investitionsprojekte der Stadt für 2020 genehmigt. Nerlich sagte auf Anfrage: „Es gab zwei Optionen für den Sportpark: Entweder sanieren oder auf Dauer komplett sperren.“ Eine Sperrung mit allen Konsequenzen für das Sportleben der Stadt sei aber nie in Frage gekommen.

Da es sich ungeachtet des Investitionsvolumens formell um Bauunterhaltung der rund 40 Jahre alten Dreifeld-Halle mit Tribüne handelt, sind die Budgetansätze sogar von der Haushaltssperre ausgenommen. Art und Umfang des Vorhabens hatten der Bauausschuss und der Verwaltungsausschuss im Dezember beschlossen.

Laut Stadt-Sprecherin Annette Siemer gab es in den endgültigen Ausschreibungsunterlagen nun auch keine krisenbedingten Kürzungen oder Abweichungen. Dennoch kam es zu einer mehrwöchigen Verzögerung, weil der Planer plötzlich erkrankte, aber gerade nicht an dem Virus.

Auftragsvergabe wird nun Mitte Juni sein. Es gibt drei Lose für Abbruch-, Dachdecker- und Zimmerarbeiten, für die Heizungs- und Sanitärinstallationen sowie für die Technik rund um Starkstrom und Elektrik.

Während der rund einjährigen Arbeiten wird die Halle beinahe auf Rohbauzustand entkernt. Der Abbruch umfasst unter anderem die Entsorgung von 730 Quadratmetern Asbest-Wellplatten und den Abbau der Glaspyramide über dem Foyer. Die Zimmerer sollen 27 Leimholzbinder erneuern, jeder für sich 12 Meter lang und 80 Zentimeter hoch. Die Dachdecker sollen unter anderem 2600 Quadratmeter Falzprofildach aus Metall erneuern.

Die Elektriker verlegen 4,5 Kilometer neue Leitungen und bauen 300 Leuchten sowie weitere 100 Sicherheits- und Rettungszeichenleuchten ein.

Die Heizung der Flutmulde wird auf Fußbodenheizung umgestellt. Dazu kommen zwei neue Lüftungsanlagen, 50 Heizkörper und vier Kilometer Rohre für fünf Heizkreise.

Wenn eines Tages nach dem Training wieder geduscht werden darf, finden Gifhorns Sportler in der sanierten Halle 26 Duschpaneele vor. Dazu werden 22 Waschbecken und 18 Toiletten erneuert. Zwei behindertengerechte WC-Räume werden ganz neu eingerichtet.

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