Café Aller ist wichtige Anlaufstelle für Geflüchtete in Gifhorn

Gifhorn.  Vor zwei Jahren öffnete das Begegnungszentrum im Cardenap. Die Initiatoren ziehen Bilanz zu Projekten und Angeboten.

Das Team des Begegnungszentrums: Martin Wrasmann (von links) mit Axel Keller, Tobias Zemke, Uta Beyer

Foto: Privat

Das Team des Begegnungszentrums: Martin Wrasmann (von links) mit Axel Keller, Tobias Zemke, Uta Beyer

Schwimmkurse, Beratungen, Sprachunterstützung, Selbstverteidung und das Drachenbootrennen auf dem Tankumsee – seit der Eröffnung im August 2016 hat das Begegnungszentrum Café Aller im Gifhorner Cardenap zu einer zentralen Anlaufstelle für Geflüchtete Menschen entwickelt.

Die Initiatoren zogen jetzt Bilanz über die vergangenen zwei Jahre: „Wir sind sehr froh, dass unser Projekt vom Start weg auf große Resonanz gestoßen sind“, wird Axel Keller vom Projektteam in einer Mitteilung zitiert. Das Café sei zu einem Ort unterschiedlichster Begegnung geworden – lockere Gespräche am Cafétisch, Infos über das Leben in Gifhorn, Einzelfallhilfe und -beratung wurde zum Markenzeichen. Nach einigen Monaten hätten sich auch die Projekte gut entwickelt. „Der Cafébetrieb steht für uns aber im Mittelpunkt, hier ist der Ort der ersten Gespräche und der Kontaktaufnahme“, unterstreicht Uta Beyer, die den Cafébebtrieb leitet.

Dort finden auch die Sprechstunden der Formularlotsen statt, die Bestandteil des Beratungsteils sind. Die Beratung wird von Tobias Zemke, Sozialarbeiter und federführend im Projektteam, mit Waldemar Sternol vom Caritasverband wahrgenommen. Zwischen 15 und 20 Beratungen pro Woche finden statt. Nach der Willkommenskultur bestehe jetzt die große Herausforderung der Integrationsarbeit.

Axel Keller kümmert sich um den Einstieg in die Arbeitswelt. „Sprache, Arbeit und Wohnen sind die zentralen Schaltstellen für gelungene Integration“, führt Axel Keller aus. Die immer neue Gewinnung von Ehrenamtlichen sei eine Daueraufgabe: „Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde es das Begegnungszentrum und den Weltladen nicht geben“, schaut Martin Wrasmann mit großer Dankbarkeit auf die zwei Jahre zurück. „Ich bin froh, dass wir den Weltladen für einen fairen Handel und das Café in einem Zentrum haben, beide Seiten befruchten sich sehr und in unseren Veranstaltungen können wir immer wieder auf den Zusammenhang von fairem Handel und Flucht hinweisen“, so Christa Bausch, die den Weltladen koordiniert.

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