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Corona: RKI meldet Zahlen – Große Sorge vor Variante Omikron

| Lesedauer: 95 Minuten
Luftwaffe verlegt am Freitag erstmals Patienten innerhalb Deutschlands

Luftwaffe verlegt am Freitag erstmals Patienten innerhalb Deutschlands

Angesichts der eskalierenden Coronalage hilft die Bundeswehr am Freitag erstmals bei der überregionalem Verlegung von Intensivpatienten in Deutschland. Ein speziell für medizinische Evakuierungen ausgerüstetes Transportflug vom Typ Airbus 310 der Flugbereitschaft der Bundeswehr starte im Tagesverlauf zu einem Flug vom bayerischen Memmingen zum Flughafen Münster/Osnabrück in Nordrhein-Westfalen.

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Berlin.  Das RKI meldet aktuelle Fallzahlen – und wieder einen Rekord. Die Sorge wegen der Virusvariante Omikron wächst. Mehr News im Blog.

  • Friedrich Merz zeigt sich offen für eine allgemeine Impfpflicht
  • Dutzende Flugpassagiere aus Südafrika in Amsterdam mit Corona infiziert
  • Die Angst vor einem neuen Lockdown wächst
  • Das RKI meldet am Samstag erneut hohe Fallzahlen – Inzidenz erreicht neuen Höchstwert
  • Ärztepräsident Montgomery warnt vor der Entstehung neuer Virusvarianten, die so gefährlich sind wie Ebola
  • Die neue Corona-Variante Omikron macht Experten weltweit Sorgen

Berlin. RKI-Präsident Lothar Wieler hat die Politik eindringlich aufgefordert, angesichts der immer drastischer um sich greifenden Corona-Welle und 100.000 Toten Maßnahmen zur sofortigen Kontaktreduzierung zu beschließen. "Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte – jetzt sofort", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin. "Der kommende Winter hängt von unserem Verhalten ab und von der Entscheidung der Verantwortungsträger, kontaktreduzierende Maßnahmen zu erlassen", so Wieler.

Die Ausbreitung einer neuen möglicherweise sehr gefährlichen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat derweil international Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sei, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Mittlerweile ist die Variante auch in Europa angekommen. Am Freitag meldete Belgien den ersten registrierten Fall mit der neuen Variante.

Deutschland wird Südafrika und sechs weitere afrikanische Staaten wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung tritt in der Nacht zum Sonntag in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen liegt bei 67.125 Fällen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 444,3 an – abermals ein Höchstwert. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Samstag, 27. November: Brinkhaus: Weihnachtsferien notfalls früher beginnen lassen

7.12 Uhr: Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat weitere schnelle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert – bis hin zu einem möglichen Vorziehen der Weihnachtsferien. Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren."

Der künftigen Regierungsparteien SPD, Grünen und FDP warf er vor, zu langsam zu handeln. Wenn der wahrscheinliche künftige Kanzler Olaf Scholz einen ständigen Corona-Krisenrat wolle, müsse er ihn sofort einberufen. "Fakt ist doch: Wir müssen jetzt massiv Kontakte reduzieren, um die vierte Welle zu brechen. Dazu müssen alte und neue Regierung, die Regierungsfraktionen und die Opposition schnell und gut zusammenarbeiten." Die Unionsfraktion sei dazu bereit. Angesichts der neuen in Südafrika aufgetauchten Virusvariante sagte er: Die Lage ist blitzgefährlich, die Lage ist akut. Wir müssen sofort handeln."

Zur Frage, wie er zu einer generellen Impfpflicht stehe, sagte Brinkhaus: "Darüber beraten wir in der Fraktion sehr offen." Er sei in jedem Fall dafür, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vierte Welle zu brechen.

Mittelstand: Politik muss Corona-Lockdown verhindern

4.01 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die Politik aufgefordert, einen drohenden Corona-Lockdown unbedingt zu verhindern. Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Müssten Betriebe und Einzelhandel im so wichtigen Weihnachtsgeschäft erneut zwangsweise schließen, hätten wir den wirtschaftlichen Super-Gau: Ganze Branchen wären betroffen, und sehr viele mittelständische Unternehmen würden einen erneuten Lockdown wirtschaftlich nicht überleben."

Für die Betriebe folge daraus, dass die 3G-Regel streng kontrolliert oder 2G eingeführt werden müsse – das würde bedeuten: Zugang zu Betrieben nur noch für Geimpfte und Genesene. "Im Klartext: Impfunwillige Beschäftigte, außer bei medizinischen Ausnahmen, müssen die Folgen ihres Handelns dann auch in der Lohntüte spüren", so Jerger. "Überlastete Krankenhäuser und verschobene Operationen kosten Menschenleben, und das Virus nimmt keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten."

Das Coronavirus sei der Politik wieder einmal voraus. Amtierende und künftige Bundesregierung dürften keine Zeit mehr verlieren, sondern unverzüglich und konsequent handeln. An der schnellen Einführung einer allgemeinen Impfpflicht führe kein Weg mehr vorbei. "Das kommt zwar zur Bekämpfung der vierten Coronawelle zu spät, verschont die Menschen und die Wirtschaft aber vor Schlimmerem. Angesichts der dramatischen Pandemieentwicklung kann nur so ein drohender Lockdown abgewendet werden."

Niederlande: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden

3.36 Uhr: Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung "De Telegraaf" in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse. Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Merz schließt seine Zustimmung zur allgemeinen Impfpflicht nicht aus

2.57 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat
angesichts der dramatischen Corona-Lage eine allgemeine Impfpflicht nicht ausgeschlossen. "Wenn die heutigen Maßnahmen auch nicht ausreichen, dann kann ich meine Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht nicht ausschließen", sagte er der "Rheinischen Post". "Dass sich jemand nicht impfen lassen möchte, ist
grundsätzlich Teil unserer freiheitlichen Ordnung. Aber in der gegenwärtigen Lage wird diese Haltung immer mehr zu einer
Belastung der Freiheit derer, die sich impfen lassen."

Deswegen sei er zunächst für eine konsequente Anwendung der
2G-Regeln, wo immer dies möglich sei. Er hoffe, dass sich ein allgemeiner Lockdown vermeiden lasse. "Was würde das denn bedeuten? Sollen Betriebe, Hotels, Gaststätten, Schulen, Unis und Sportplätze wieder monatelang schließen? Das kann doch niemand ernsthaft wollen", sagte er. Gerade die Familien und vor allem Kinder und Jugendliche hätten unter den Lockdowns bereits genug gelitten. "Und auch für viele kleine und mittelständische Betriebe ist eine weitere Schließung schlicht nicht zumutbar."

Bundesregierung hat keine Infos zur Impfquote in Pflegeberufen

2.22 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) keine Informationen darüber, wie hoch die Impfquote in medizinischen Berufen ist. "Informationen zu den Impfquoten bei pflegerischen und ärztlichen Berufen liegen dem Robert Koch-Institut nur auf der Basis von einzelnen stichprobenartigen Studien vor", zitierten die RND-Zeitungen aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle.

Daten über den beruflichen Hintergrund von geimpften Personen würden im digitalen Impfquoten-Monitoring des RKI regelmäßig "nicht erfasst". Kuhle sagte dem RND dazu, angesichts der dramatischen Pandemie-Situation müsse die Debatte über Impfpflichten für bestimmte Bevölkerungsgruppen offen geführt werden.

"Man kann eine Impfpflicht jedoch nicht einfach in den Raum stellen, ohne sich über die genaue Ausgestaltung oder die Datengrundlage im Klaren zu sein", sagte Kuhle. Auch die Prüfung, ob eine Impfpflicht verfassungsgemäß sei, könne nur anhand eines konkreten Vorschlags erfolgen. Deutschland sei von der scheidenden Bundesregierung "auf die Einführung einrichtungs- oder tätigkeitsbezogener Impfpflichten schlampig vorbereitet worden", sagte Kuhle. Dies zeige die Tatsache, dass das Bundesgesundheitsministerium keine Angaben zur Impfquote etwa in den verschiedenen Bereichen der Pflege machen könne.

Unionspolitiker pochen auf Corona-Ansprechpartner in Ampel-Bündnis

1.56 Uhr: Angesichts der Corona-Krise fordern Unionspolitiker die Ampel-Parteien auf, zügig einen Ansprechpartner für das Thema zu benennen. Der amtierende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte "Bild": "Wir brauchen dringend einen klaren, sachkompetenten Ansprechpartner in der zukünftigen Regierung." Braun
koordiniert die Corona-Politik der geschäftsführenden Bundesregierung von Union und SPD.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Wir können keine zehn Tage warten, bis ein neuer Gesundheitsminister sein Amt antritt." Es brauche sofort ein Team aus altem und neuem Minister. "Die Ampel darf Corona nicht verschleppen, es droht ein nationales Corona-Drama." Nach den Plänen der Ampel-Parteien bekommt die SPD das Gesundheitsressort. Sie will ihre Minister aber erst nach dem Parteitag Anfang Dezember benennen.

Montgomery warnt vor einer Virusvariante "so infektiös wie Delta und so gefährlich wie Ebola"

1.11 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor der Entstehung weiterer gefährlicher Virus-Varianten: "Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola", sagte der Mediziner dieser Redaktion.

Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei "ein gutes Beispiel dafür", dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Noch wisse man zwar nichts Genaues zur Gefährlichkeit der neuen Variante, "aber es scheint sich rasend schnell auszubreiten", so Montgomery. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch Jahre lang zu impfen. "Wir dürfen dem Virus keine Chancen zur Mutation geben, indem wir jede nur mögliche Infektion verhindern."

Lauterbach fordert nach Auftreten von Omikron-Variante schärfere Corona-Regeln

0.01 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der aktuellen Corona-Lage und des Auftretens einer möglicherweise noch gefährlicheren Variante des Virus weitere Einschränkungen gefordert. Das Infektionsgeschehen sei "aggressiver als gedacht", sagte Lauterbach am Freitagabend im Interview mit den ARD-Tagesthemen. "Es sind die großen Veranstaltungen, die vollen Lokale, die vollen Geschäfte, die uns die Probleme machen."

Die Politik müsse nun möglicherweise noch einmal nachsteuern, sagte Lauterbach weiter. Besonders problematisch sei, "dass die Kontrollen von 2G und 2G plus überhaupt nicht angemessen stattfinden".

"Nichts ist schlimmer als eine besonders schwere Variante in eine laufende Welle hinein zu bekommen", sagte Lauterbach zur neu aufgetretenen Corona-Variante Omikron, die zunächst in Südafrika festgestellt worden war. Der neue Erreger scheine "gefährlich für die Geimpften wie für die Ungeimpften" zu sein. Er sei aber dennoch zuversichtlich, dass "die Booster-Impfungen auch vor dieser Variante schützen".

Freitag, 26. November: Molnupiravir laut Hersteller deutlich weniger wirksam als zunächst angegeben

22.45 Uhr: Das neue Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmakonzerns MSD ist nach Herstellerangaben deutlich weniger wirksam als bislang angegeben. Laut am Freitag von Merck Sharp & Dohme (MSD) vorgelegten Zahlen senkte die auch unter dem Namen Lagevrio bekannte Pille in einer klinischen Studie das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 30 Prozent. Anfang Oktober hatte das Unternehmen auf Grundlage vorläufiger Zahlen noch von einer Senkung um 50 Prozent gesprochen.

Bundesregierung hat keine Übersicht über Impfquote in medizinischen Berufen

21.55 Uhr: Die Impfquote in medizinischen Berufen wie der Pflege, ist häufig Ausgangspunkt für hitzige Diskussionen in der Politik. Immer wieder wird eine Impfpflicht in diesen Bereichen gefordert. Doch wie aus einer Anfrage des FDP-Abgeordneten Konstantin Kuhle an das Bundesgesundheitsministerium hervorgeht, hat das RKI überhaupt keine genaue Datenlage zu besagter Impfquote. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das RKI erhebe zu der Impfquote in medizinischen Berufen lediglich stichprobenartige Daten. Die scheidende Bundesregierung, so der Vorwurf Kuhles, habe die Einführung einer möglichen Impfpflicht schlampig vorbereitet.

EU-Staaten wollen Passagierflüge aus südlichem Afrika aussetzen

21.02 Uhr: Die EU-Staaten wollen angesichts einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus alle Passagierflüge aus sieben Ländern im südlichen Afrika aussetzen. Davon betroffen sind Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe, wie die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel nach einer Sondersitzung der EU-Staaten am Freitag aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Die Vereinbarung ist für die EU-Staaten nicht bindend, den Angaben zufolge wurde sie jedoch von allen Ländern unterstützt. Schon jetzt haben viele Staaten, unter ihnen Deutschland, Einschränkungen verhängt.

Niederlande verhängen Abend-Lockdown

20.03 Uhr: Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande einen abendlichen Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen täglich bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten ab Sonntag für zunächst drei Wochen; das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag an. "In den Niederlanden ist dann im Prinzip alles ab 17 Uhr geschlossen." Ausgenommen seien Supermärkte. Vor allem die Lage an den Krankenhäusern spitzt sich zu. Gesundheitsminister Hugo de Jonge verhängte Notmaßnahmen, so dass nun auch akute Behandlungen abgesagt werden können.

Im ganzen Land hatten sich Einsatzkräfte auf mögliche Unruhen wegen der verschärften Maßnahmen vorbereitet. Einige Personen waren am Freitag bereits vorsorglich wegen Aufrufen zu Krawallen auf sozialen Netzwerken festgenommen worden. Am vergangenen Wochenende hatte es nächtelang zum Teil heftige Ausschreitungen gegeben. Die Polizei rechnet mit Protestaktionen am Wochenende.

WHO stuft neue Corona-Variante als "besorgniserregend" ein

19.10 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 ("Omicron-Variante") als "besorgniserregend" eingestuft. Das teilte die Organisation am Freitag nach Beratungen mit Experten mit.

Bundesländer klagen über zu wenig Impfstoff

18.53 Uhr: Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen melden überraschende Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen. Das Gesundheitsministerium in Hannover teilte am Freitag mit, dass bestellte Impfstoffmengen "nicht in vollem Umfang lieferbar" seien.

Davon betroffen ist in Niedersachsen nicht nur der gefragte Impfstoff von Biontech, der auch an Jugendliche verimpft werden darf, sondern auch das Konkurrenzprodukt vom Hersteller Moderna. In Thüringen scheint Moderna dagegen nicht knapp zu werden. Dort werden ab dem 1. Dezember alle Personen über 30 Jahren mit dem Vakzin geimpft.

Bericht: Impfstoffe möglicherweise weniger wirksam gegen B.1.1.529

18.33 Uhr: Die Bundesregierung ist besorgt, dass Impfstoffe eine geringere Wirkung gegen die neue Corona-Variante B.1.1.529 zeigen könnten. Das geht aus einem internen Bericht der Bundesregierung vor, der der dpa vorliegt.

"Das Mutationsprofil deutet jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden muss", heißt es in dem Bericht. Dort werden das Mutationsprofil sowie der plötzliche Anstieg der Fallzahlen als "auffällig" bezeichnet - ein Hinweis auf eine "leichte und möglicherweise sogar leichtere Übertragbarkeit als bei Delta".

Unklar ist dem Bericht zufolge, "ob die neue Variante krankmachender ist". Die Genom-Veränderungen bei der neuen Variante wiesen daraufhin, dass sich die Virusvariante der Immunabwehr entziehen könnte.

Luftwaffe verlegt schwer kranke Covid-Patienten

17.47 Uhr: In einigen deutschen Gegenden droht die Überlastung des Gesundheitssystems - zu viele Patienten liegen auf den Intensivstationen. Um die Lage zu entzerren, hilft die Luftwaffe nun bei der Verlegung schwer kranker Patientinnen und Patienten. Am Freitag flog ein Sanitätsflugzeug vom Typ A310 MedEvac sechs schwer erkrankte Menschen nach Nordrhein-Westfalen zu bringen.

Ziel des Fliegers war der Flughafen Münster-Osnabrück. Die Bundeswehr hält auch weiterhin zwei Flugzeuge zur Verlegung schwer kranker Covid-Patientinnen und -patienten bereit: Einen Airbus A310 MedEvac, die sogenannte "Fliegende Intensivstation", und ein Überwachungsflugzeug A319OH, in das zwei Intensivbetten eingebaut wurden. Außerdem steht ein A400M MedEvac in Wunstorf bereit, um Intensivpatientinnen und -patienten zu verlegen. Angesichts der neuen Variante B.1.1.529 könnte sich die Situation in den kommenden Wochen noch verschärfen.

Drosten zur neuen Corona-Variante: Brauchen mehr Daten zur Beurteilung

16.27 Uhr: Virologe Christian Drosten will die neue Corona-Variante aus dem südlichen Afrika nicht vorschnell beurteilen. Es gebe noch viele offene Fragen, sagte Drosten am Freitag der dpa. "Für eine veränderte Krankheitsschwere gibt es derzeit keine Hinweise", erklärte der Virologe.

Allerdings wiesen die Genom-Varianten bei dem Erreger darauf hin, dass sich die Virusvariante der Immunabwehr entziehen könnte. "Veränderungen im Genom sind aber allein nicht ausreichend, um von einer besorgniserregenden Situation zu sprechen", erklärte Drosten. Es müsse klar sein, dass sich das Virus schneller verbreite oder andere veränderte Eigenschaften habe.

Von der Leyen will Stopp aller Flugreisen von und nach Südafrika

16.09 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 gefordert, jegliche Flugreisen mit dem Ziel oder der Herkunft südliches Afrika zu stoppen. "Alle Flugreisen in und aus diesen Ländern sollten unterbleiben, bis wir ein klares Verständnis darüber haben, wie gravierend die Mutationen dieser neuen Variante sind", sagte von der Leyen am Freitag in Brüssel.

In ihrer Forderung werde sie von Wissenschaftlern und Impfstoffherstellern unterstützt, "um eine weltweite Verbreitung dieser Besorgnis erregenden Variante zu unterbinden", sagte die EU-Kommissionspräsidentin.

Lauterbach zu B.1.1.529: "Booster wirken wahrscheinlich"

15.38 Uhr: In einem Tweet hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor der neuen Coronavariante B.1.1.529 gewarnt: "Wieso ist die neue Variante so gefährlich? Weil sie fast alle Mutationen von Alpha, Beta, Gamma, und Delta zusammen hat", schrieb der Epidemiologe.

Würden die Impfstoffe auf die neue Variante angepasst werden müssen, könnte ein neuer Impfstoff in drei Monaten bereitstehen. Lauterbach schrieb außerdem, dass die Booster-Impfungen "wahrscheinlich" gegen die neue Variante wirken würden.

Söder fordert allgemeine Corona-Impfpflicht ab Neujahr

15.00 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht erneuert. Ab dem 1. Januar 2022 sollte die Impflicht gelten, sagte Söder bei einem Besuch in Neuburg am Inn.

Söder forderte außerdem eine "deutlich professionellere Versorgung" in Deutschland und eine vorrangige Belieferung von Corona-Hotspots.

Belgien meldet erste Infektion mit neuer Corona-Variante in Europa

14.35 Uhr: Die neue Corona-Variante B.1.1.529 ist erstmals in Europa nachgewiesen worden - genauer gesagt: In Belgien. Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke gab den Infektionsfall am Freitag in einer Pressekonferenz bekannt.

Premierminister Alexander De Croo kündigte außerdem Reisebeschränkungen für Reisende aus dem südlichen Afrika bekannt. Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke in der Pressekonferenz am Freitag.

Israel: Neue Corona-Variante versetzt Land in Alarmstimmung

13.40 Uhr: Israel gilt bisher als Vorreiter in der Bekämpfung des Coronavirus. Am Freitagabend wurde die neue Variante erstmals nachgewiesen. Lesen Sie dazu: Corona: Neue Variante löst in Israel Alarmstimmung aus

Kretschmann will auch frühere Bund-Länder-Runde: "Schnell handeln"

13.33 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dringt wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen nun auch auf eine vorgezogene Bund-Länder-Runde. "Ich plädiere sehr für eine rasche Ministerpräsidentenkonferenz", sagte Kretschmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentielle Wachstum - all das macht schnelles Handeln notwendig." Der Grünen-Politiker betonte, dass der 9. Dezember als Termin für das nächste Krisentreffen zu spät sei. "Und es zeigt sich immer deutlicher, dass die Länder dringend das volle Instrumentarium für weitgehende Beschränkungen brauchen."

NRW-Landtag macht Weg frei für Corona-Patienten von außerhalb

12.54 Uhr: Der NRW-Landtag hat den Weg freigemacht für die Aufnahme von Corona-Kranken aus anderen Bundesländern. Das Landesparlament ermächtigte am Freitag einstimmig das NRW-Gesundheitsministerium, eine entsprechende Verordnung zu erlassen. Damit werden die NRW-Krankenhäuser angewiesen, nach medizinischer Abwägung planbare Operationen zu verschieben, um Platz für schwer kranke Corona-Patienten von außerhalb zu schaffen. Schon an diesem Abend sollte nach dpa-Informationen ein Spezialflugzeug der Luftwaffe mit Covid-Patienten aus Bayern auf dem Flughafen Münster-Osnabrück landen.

Impfgegner in Österreich gestorben

12.26 Uhr: Johann Biacsics, einer der führenden Köpfe der Impfgegner-Szene in Österreich, ist laut Focus infolge seiner Coronavirus-Infektion gestorben. Der Querdenker war am 11. November ins Krankenhaus eingeliefert worden, hatte aber jegliche Behandlung verweigert und zuvor bereits Chlordioxid gegen sein Fieber getrunken. Nachdem er sich selbst entlassen hatte, setzte sich Biacsics offenbar zu Hause selbst eine Infusion mit Bleich- und Desinfektionsmittel und starb zwei Tage später.

Corona-Variante: Was ist ein Spike-Protein?

12.17 Uhr: Eine neue Corona-Variante aus Südafrika bereitet weltweit Sorge. Sie weist besonders viele Mutationen auf dem Spike-Protein auf. Doch was ist das? Lesen Sie dazu: Neue Coronavirus-Variante: Was ist ein Spike-Protein?

Bundespräsident: Oberstes Ziel heißt Schulen offen halten

11.57 Uhr: Trotz der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen Schul- und Kitaschließungen ausgesprochen. "Es muss jetzt unser oberstes Ziel sein, Kitas und Schulen offen zu halten", sagte Steinmeier am Freitag in einer Video-Ansprache zum 10. Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf. Kinder und Jugendliche, die sich nicht oder erst seit kurzem impfen lassen könnten, hätten zu Beginn der Pandemie einen hohen Preis zahlen müssen, um ältere Menschen zu schützen, sagte Steinmeier. Schulschließungen hätten dazu geführt, dass gerade die Schülerinnen und Schüler, die es beim Lernen ohnehin etwas schwerer hätten, weiter zurückgefallen seien.

"Und wir wissen inzwischen auch, dass viele junge Menschen bis heute unter körperlichen und seelischen Folgen von Isolation und Einsamkeit leiden", sagte der Bundespräsident. "Es ist jetzt an uns, die junge Generation vor weiteren Schäden zu schützen." Daher müsse dafür gesorgt werden, dass Kitas und Schulen offen blieben. "Und wie das geht, das wissen wir alle: Lassen Sie sich impfen und erneuern Sie Ihren Impfschutz." Steinmeier rief auch dazu auf, freiwillig Kontakte zu reduzieren.

"Politbarometer": Drei Viertel für besonders starke Einschränkungen für Ungeimpfte

11.53 Uhr: Die Corona-Pandemie mit rasant steigenden Infektionszahlen ist für die Bundesbürger derzeit das alles beherrschende Thema: Hatten Ende Oktober nur 24 Prozent Corona zu den wichtigsten Problemen in Deutschland gerechnet, so sind es diese Woche 80 Prozent, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-"Politbarometer" ergab. Gleichzeitig sehen so viele wie noch nie (62 Prozent) ihre Gesundheit durch das Coronavirus gefährdet (nicht gefährdet: 36 Prozent). Es zeigt sich zugleich eine hohe Unzufriedenheit mit der Corona-Politik: Dass in Deutschland zum Schutz vor dem Coronavirus nicht genug getan wird, meinen 63 Prozent aller Befragten. Das neue Infektionsschutzgesetz sieht keine bundesweiten Geschäfts- und Schulschließungen oder Ausgangssperren mehr vor. Das finden 58 Prozent richtig und 36 Prozent nicht richtig. Eine sehr deutliche Unterstützung findet mit 83 Prozent die 3G-Regel am Arbeitsplatz, nach der Beschäftigte, die weder gegen Corona geimpft noch genesen sind, täglich einen negativen Corona-Test vorlegen müssen.

Für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht sprechen sich 69 Prozent aus. 29 Prozent sind dagegen, dass sich alle gegen Corona impfen lassen müssen. Im Juli sah das noch ganz anders aus: Damals waren nur 33 Prozent für eine allgemeine Impfpflicht, 64 Prozent waren dagegen. Dass bei einer Vielzahl der Corona-Maßnahmen für Nicht-Geimpfte besonders starke Einschränkungen gelten, finden 76 Prozent aller Befragten richtig, 22 Prozent nicht richtig. Besonders die Anhänger von Grünen, SPD und Union (jeweils um 90 Prozent) unterstützen sehr deutlich restriktivere Maßnahmen für nicht gegen Corona Geimpfte. Die Anhänger der AfD dagegen lehnen das mit deutlicher Mehrheit ab (64 Prozent).

Etwa 400 Urlauber mit Reiseveranstaltern im südlichen Afrika

11.10 Uhr: Nach der Einstufung Südafrikas als Virusvariantengebiet werden deutsche Veranstalter nach Angaben des Branchenverbandes DRV Reisen ins südliches Afrika stornieren oder umbuchen. Die betroffenen Gäste würden entsprechend informiert, erklärte der DRV am Freitag auf Anfrage. Aktuell befinden sich nach Schätzung des DRV lediglich bis zu 400 Gäste mit deutschen Reiseveranstaltern im südlichen Afrika.

Spahn zur neuen Corona-Variante und möglichem Lockdown

10.52 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler haben am Freitagvormittag über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland informiert. Beide machten deutlich, dass die neue Corona-Variante, die sich derzeit in Südafrika ausbreitet, Anlass zu großer Sorge sei.

Ziel müsse sein, den Eintrag der Variante, soweit es geht, zu vermeiden, sagte Spahn. "Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt", so der CDU-Politiker. Spahn hat Rückkehrer aus Südafrika dazu aufgefordert, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test zu machen.

Angesichts der dramatischen Lage bei den Corona-Infektionen dringt der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf stärkere Kontaktbeschränkungen und die Absage von Großveranstaltungen. Die Lage sei "dramatisch ernst, so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie", sagte Spahn. "Die Zahl der Kontakte muss deutlich runter", fügte er hinzu.

Der Minister rief die Verantwortlichen in Bund und Ländern zum raschen Handeln auf. Der Weckruf sei "noch nicht überall angekommen". Manche sagten, sie wollten erst einmal zehn Tage schauen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden, sagte Spahn mit Blick auf die entsprechenden Pläne der Ampel-Koalition. Die Pflegfachkräfte hätten aber "keine zehn Tage zum Schauen".

Intensivmediziner warnen vor einer "dramatischen Lage"

Intensivmediziner warnen vor einer "dramatischen Lage" auf den Intensivstationen der Kliniken in den kommenden Wochen. Es sei mit "täglich Hunderten neuen Intensivpatienten" zu rechnen angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Zwar könnten noch alle Patientinnen und Patienten versorgt werden, jedoch sei es "jetzt zunehmend eine realistische Befürchtung", dass die Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern entscheiden müssen, wer intensivmedizinisch behandelt werde und wer nicht, sagte Chefarzt Uwe Janssens, Sprecher der Sektion Ethik bei der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), in einer Pressekonferenz.

Für diese "Priorisierung" von Patienten hat die DIVI "klinisch-ethische"Richtlinien aktualisiert, um Kliniken bei der Entscheidung transparente Anhaltspunkte zu geben. Wer behandelt wird und welche Behandlungen verschoben werden müssen, ist aber immer noch eine Entscheidung von Ärzten vor Ort. Die Fachleute der DIVI hoben hervor, dass alles dafür getan werde, mit Notfallplänen in den Krankenhaus-Verbunden ein "schlimmes Szenario" zu verhindern. Zugleich hoben sie hervor, dass im extremen Fall einer sogenannten "Triage", bei der ein Patient priorisiert zu einem anderen Patienten behandelt werde, das Kriterium der "Erfolgsaussichten" einer intensivmedizinischen Behandlung entscheidend sei. Darüber würde vor Ort ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, aber möglicherweise auch Medizinethikern in jedem Einzelfall entscheiden. Auch die Angehörigen würden in diese Entscheidung einbezogen.

Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika

9.53 Uhr: Die deutsche Lufthansa hält die Flugverbindungen in das Virusvariantengebiet Südafrika vorerst aufrecht. "Wir setzen die Vorgaben um und werden weiter fliegen, auch um Menschen nach Hause zu bringen und Fracht zu transportieren", sagte ein Lufthansasprecher am Freitagmorgen auf Anfrage. Lufthansa beobachte die Lage intensiv und halte sich an alle gesetzlichen Auflagen und Regeln.

Italien schränkt Einreise wegen Corona-Variante B.1.1.529 ein

9.48 Uhr: Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat wegen der Coronavirus-Variante B.1.1.529 per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Wer in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gewesen sei, könne nicht nach Italien einreisen, teilte sein Ministerium am Freitag mit. Italienische Wissenschaftler arbeiteten daran, die Variante zu untersuchen. In der Zwischenzeit gilt laut Speranza "maximale Vorsicht".

Veranstalter sagen Grüne Woche ab

9.36 Uhr: Die Grüne Woche im Januar 2022 fällt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen aus. Das teilten die Veranstalter der Agrar- und Ernährungsmesse am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Luftwaffe startet am Nachmittag mit Corona-Hilfsflügen

8.34 Uhr: Die deutsche Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

Braun rechnet wegen Corona-Variante mit Aussetzung des Flugverkehrs mit Südafrika

8.29 Uhr: Der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet angesichts der in Südafrika entdeckten Corona-Variante mit einer raschen Entscheidung zur Aussetzung des Flugverkehrs mit Südafrika. "Die Wissenschaftler sind alle hochalarmiert, deshalb werden wir heute Morgen auch mit dem Robert-Koch-Institut darüber sprechen", sagte Braun am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" mit Blick auf die Variante B.1.1.529.

Wegen der Ausbreitung der neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus will die EU-Kommission Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse auszulösen um den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit.

Lauterbach warnt vor Super-Mutante

7.44 Uhr: Die Entdeckung einer neuen Corona-Variante in Südafrika sorgt international für Unruhe. Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich besorgt über die Mutation: "Reisebeschränkungen könnten schnell notwendig werden", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein", so Lauterbach.

Corona-Inzidenz in Sachsen bei 1192

7.39 Uhr: In Sachsen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen weiter schnell. Der Wert lag mit Stand vom Freitag bei 1192,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

WHO: Fast 500 000 Leben in Europa durch Covid-19-Impfungen gerettet

7.30 Uhr: Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470.000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden. Das zeige eine zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im Magazin "Eurosurveillance" veröffentlichte Untersuchung in 33 europäischen Ländern, teilte das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO am Donnerstag mit. Diese Schätzung schließe nicht jene Fälle ein, die durch die Impfung von Personen unter 60 Jahren gerettet worden seien.

Vorsitzender des Weltärztebundes: "Wir alle bereiten uns auf eine Triage vor"

5.53 Uhr: Angesichts stark steigender Corona-Fallzahlen hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer dramatischen Zuspitzung in den Kliniken gewarnt: "Wir alle bereiten uns auf eine Triage vor", sagte Montgomery unserer Redaktion. Die Ärzte versuchten alles, um diese letzte entsetzliche Entscheidung abzuwenden. "Aber angesichts der steigenden Infektionszahlen müssen sich die Kliniken vorbereiten", so der Mediziner. Wenn eine Triage-Entscheidung nicht vermieden werden könne, dann werde jeder Patient unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion oder auch der Frage, ob er geimpft sei oder nicht, betrachtet. In dieser Hinsicht würden alle Menschen gleich behandelt. "Es zählt dann vor allem die klinische Erfolgsaussicht", erklärte Montgomery.

Corona-Variante: London schränkt Flugverkehr aus südlichem Afrika ein

2.30 Uhr: Wegen einer besorgniserregenden neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika schränkt die britische Regierung den Flugverkehr aus mehreren Ländern der Region ein. Zudem gilt für Ankommende eine strenge Pflicht zur Hotelquarantäne. Betroffen von der neuen Regelung seien Südafrika, Namibia, Lesotho, Botsuana, Eswatini und Zimbabwe, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Donnerstag mit.

Es gebe Hinweise darauf, dass die Variante mit der Bezeichnung B.1.1.529 womöglich noch ansteckender sei als die Delta-Variante und dass die verfügbaren Impfstoffe weniger wirksam dagegen seien, sagte Javid. Der Flugverkehr aus den sechs Ländern sollen von Freitagmittag an eingestellt werden. Von Sonntag an gilt für Rückkehrer eine Pflicht zur Hotelquarantäne.

Kinderärzte fordern Impfpflicht für Erwachsene

1.11 Uhr: Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren werden nach Ansicht von Fachmedizinern nur eine vergleichsweise geringe Rolle im Kampf gegen die Pandemie spielen. Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, sagte dieser Redaktion, er warne die Politik davor, "im Kampf gegen Corona zu sehr auf Impfungen der Fünf- bis Elfjährigen zu setzen".

Fischbach betonte: "Es wäre falsch, den Druck auf diese Gruppe zu erhöhen, da sie kein Treiber der Pandemie ist." Dies seien weiterhin die ungeimpften Erwachsenen. Infizierte Kinder seien dagegen weniger ansteckend und erkranken auch selbst nur sehr selten schwer an Covid-19. Deswegen müsse der Druck auf ungeimpften Erwachsenen "erheblich wachsen", sagte Fischbach. Er bekräftigte, die Kinder- und Jugendärzte seien für eine Impfpflicht für Erwachsene. Fischbach verlangte, die künftige Bundesregierung solle bei diesem Thema "mutig voran gehen und eine solche Impfpflicht einführen anstatt ständig durch mangelnden Mut fehlgeleitet Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen".

Corona-News von Donnerstag, 25. November: Sorge vor neuer Corona-Variante: Israel beschränkt Afrikareisen

22.37 Uhr: Aus Sorge vor einer neuen Variante des Coronavirus hat Israel am Donnerstag sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini seien nach einer Sonderberatung als „rote Länder“ eingestuft worden, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett mit.

Grund der Entscheidung in Israel ist eine neue Variante von Sars-CoV-2 aus dem südlichen Afrika mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1529. Regierungschef Bennett habe mit Gesundheitsminister Nitzan Horowitz sowie anderen Vertretern des Gesundheits- und des Verteidigungsministeriums über einen sofortigen Stopp aller Flüge aus den und in die betroffenen Länder beraten, hieß es. Man werde die neue Variante weiter genau beobachten, um eine Ausbreitung in Israel zu verhindern.

RKI: Zahl der Corona-Ausbrüche in Schulen steigt

21.09 Uhr: In Schulen kommt es derzeit wieder deutlich häufiger zu Corona-Ausbrüchen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor, der am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. "Nach einem kurzzeitigen Rückgang während der Herbstferien wird jetzt ein sehr rascher Anstieg beobachtet." Demnach seien zuletzt innerhalb von vier Wochen 1265 Ausbrüche gemeldet worden, hieß es. Allerdings seien die letzten zwei Wochen noch nicht bewertbar. Jüngere Schüler trifft es dabei im Schnitt öfter als ältere.

Aktuell liege die Zahl der Schulausbrüche "sehr deutlich" über dem Höchstniveau der zweiten Welle. Anfang November seien etwa dreimal mehr Ausbrüche pro Woche übermittelt worden als im Vorjahr zu dieser Zeit. "Bei der zugenommenen Ausbruchshäufigkeit spielen vermutlich die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante und auch die ausgeweiteten Testaktivitäten eine Rolle, wobei Infektionen, auch asymptomatische, frühzeitig erkannt werden."

Tschechien schließt wegen Corona Weihnachtsmärkte und Diskotheken

20.08 Uhr: Die tschechische Regierung schließt wegen des Anstiegs der Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus Weihnachtsmärkte und Diskotheken, will aber auf einen Lockdown verzichten. "Die Situation wird sich in den kommenden Wochen verschlechtern, wobei der Höhepunkt um Weihnachten herum erwartet wird", sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Donnerstag. Deshalb müssten Gastronomie-Betriebe zwischen 10 Uhr abends und 5 Uhr morgens schließen, Alkoholverzehr in der Öffentlichkeit wird verboten.

Die neuen Regeln reduzieren außerdem die maximale Teilnehmerzahl privater Feiern auf 100 und bei Kultur- und Sportveranstaltungen auf 1000. Seit Montag gilt bereits eine 2G-Regel in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Nicht geimpfte Menschen haben demnach keinen Zutritt, es sei denn sie können eine kürzliche Genesung von Covid-19 nachweisen.

Björn Höcke offenbar mit Corona infiziert

19.07 Uhr: Björn Höcke, Parteichef der AfD in Thüringen, hat sich offenbar mit dem Coronavirus infiziert. Dies bestätigten mehrere Quellen der "". Demnach sei Höcke innerhalb der vergangenen Tage positiv auf das Virus getestet worden. Auch der "mdr" berichtet über Höckes Infektion und beruft sich dabei auf Informationen aus Landtags- und Sicherheitskreisen. Der AfD-Fraktionsvorsitzende hatte bereits am Mittwoch nicht mehr an der Sondersitzung des Landtages über die neue Corona-Verordnung teilgenommen.

Die Partei selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Höcke war abseits von Corona zuletzt in den Schlagzeilen, da der Justizausschuss seine Immunität aufgehoben hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Höcke wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Nach Unfallflucht – Polizei entdeckt gefälschte Impfpässe in Auto

17.00 Uhr: Die Kölner Polizei hat in einem verlassenen Unfallwagen neben leeren Bierflaschen auch zehn gefälschte Impfpässe gefunden. Ein betrunkener Mann (35) soll den Wagen am späten Mittwochabend gegen einen Baum gesetzt haben und weggelaufen sein. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten Zeugen den Mann nach seinem Unfall noch angesprochen – aber er verschwand. Die Polizei traf ihn in seiner Wohnung in Hürth an. Beim Pusten zeigte das Gerät 1,5 Promille. Die Polizisten stellten seinen Führerschein, die Impfpässe und den Wagen sicher. Der 35-Jährige bekam mehrere Anzeigen. Woher die gefälschten Dokumente stammen, blieb zunächst unklar.

Neun Bundesländer im Norden und Westen nehmen Covid-19-Patienten auf

16.00 Uhr: In Bayern, Thüringen und Sachsen haben die Vorbereitungen für die Verlegung von 54 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in aktuell weniger stark betroffenen Gebieten im Norden und Westen Deutschlands begonnen. Wie der zuständige Arbeitskreis der Innenministerkonferenz am Donnerstag mitteilte, erklärten sich Krankenhäuser in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bereit, Patienten aufzunehmen.

Die 54 Patienten, die aus medizinischer Sicht für eine Verlegung infrage kommen, waren den Angaben zufolge am Mittwoch ausgewählt worden. 30 von ihnen kommen aus Bayern, 10 aus Thüringen und 14 aus Sachsen. Zuvor waren für insgesamt rund 80 Erkrankte Anträge für eine Verlegung nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept geprüft worden.

Kinderärzte begrüßen EMA-Entscheidung

15.27 Uhr: In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Entscheidung der EMA, den Biontech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren zuzulassen, begrüßt.

In der Mitteilung heißt es, dass mit der Auslieferung des Impfstoffes in "kindgerechter Dosis und geeigneter Konfektionierung" in Europa ab dem 20. Dezember gerechnet wird. Trotzdem sei eine "Nutzen-Risiko-Abwägung" bei Kindern besonders wichtig, da sowohl die primäre Krankheitslast als auch die Übertragsrate geringer seien als bei Erwachsenen. Weiter heißt es: "Die Annahme, dass die Impfung bei jungen Kindern einen anhaltenden Einfluss auf die Übertragungsrate des Virus nehmen wird, ist unbestätigt."

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen - mehr Booster-Impfungen

15.22 Uhr: Angesichts der weiteren Zuspitzung der Corona-Lage dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf zusätzliche Maßnahmen. Auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Berlin sagte Merkel, sie habe deswegen im Laufe des Tages mit ihrem mutmaßlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD) gesprochen. Dabei sei es darum gegangen, in der aktuellen Übergangsphase notwendige Schritte gemeinsam auf den Weg zu bringen.

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen - mehr Booster-Impfungen

14.50 Uhr: Frankreich verschärft seine Corona-Maßnahmen angesichts steigender Infektionszahlen und weitet die Möglichkeit für eine Auffrischungsimpfung aus. Zu dieser Booster-Impfung seien nun alle Einwohner ab 18 Jahren aufgerufen, sobald ihre letzte Impfung fünf Monate zurückliege, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Paris.

Wenn Menschen diese Auffrischung nicht innerhalb von sieben Monaten nach ihrer vollständigen Impfung absolvieren, soll ihr Corona-Pass ungültig werden. Bei Menschen ab 65 Jahren, die bereits seit längerem zu einer Booster-Impfung aufgerufen sind, ist dies ab dem 15. Dezember der Fall, für Menschen ab 18 Jahren ab dem 15. Januar. Nur mit dem sogenannten Gesundheitspass, einem 3G-Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test, können die Menschen in Frankreich Restaurants und Veranstaltungen besuchen oder per Flugzeug oder Fernzug verreisen.

Israel fürchtet fünfte Corona-Welle

14.36 Uhr: Israel steht nach Einschätzung des nationalen Corona-Beauftragten Salmans Sarka am Beginn einer neuen Infektionswelle. Aus Sicht des Experten komme der jüngste Anstieg der Zahl von Neu-Infektionen "zu früh und zu schnell", berichtete der Rundfunk am Donnerstag. Im September hatte Israel sich mit mehr als 11.000 neuen Fällen pro Tag auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie befunden. Mithilfe von Booster-Impfungen gelang es, die Infektionszahlen wieder auf durchschnittlich 400 am Tag zu drücken. Die vierte Corona-Welle galt als überwunden.

Zuletzt verzeichnete das Gesundheitsministerium aber wieder einen leichten Anstieg der Fallzahlen und des R-Werts, der das Infektionsgeschehen widerspiegelt. Experten erklären dies dem Bericht zufolge unter anderem mit der sinkenden Immunität von mehr als einer Million Israelis, die ihre zweite Impfdosis vor mehr als sechs Monaten erhielten.

Belgien meldet Rekord an täglichen Corona-Infektionen

14.21 Uhr: In Belgien sind so viele tägliche Corona-Infektionen wie noch nie seit Anfang der Pandemie festgestellt worden. Am Donnerstag verkündete die Gesundheitsbehörde, dass zuletzt 23.621 neue Fälle gemeldet wurden - so viele wie noch nie an einem Tag. Der vorherige Rekord lag bei 22.221 im vergangenen Oktober. Die jüngsten Daten stammen von Montag, da die Zahlen in Belgien teils mit einigen Tagen Verspätung gemeldet werden.

Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern, die an Covid-19 erkrankt sind, sowie die Todeszahlen stiegen weiter an. In den vergangenen sieben Tagen wurden laut der Behörde durchschnittlich 294,7 Menschen pro Tag eingewiesen, 37,3 Menschen starben im Schnitt täglich an Corona.

Intensivmediziner für Impfpflicht für alle Erwachsenen

13.42 Uhr: Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) fordert eine Impfpflicht für alle Erwachsenen. Das Präsidium habe sich geschlossen für einen solchen Schritt ausgesprochen, teilte die Vereinigung am Donnerstag mit. "Es gilt, unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren", erklärte Divi-Präsident Gernot Marx.

Eine Impfpflicht nur für bestimmte Gruppen wie Pflegekräfte lehnt die Organisation dagegen ab. Sie sei weder ausreichend noch moralisch zu rechtfertigen. "Die alleinige Impflicht für medizinisches Personal in den Kliniken und Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen zu fordern, reicht nicht aus, um das Pandemiegeschehen in den Griff zu bekommen“, unterstrich Divi-Vertreter Felix Walcher. "Wir erwarten eine Solidarität der gesamten Gesellschaft, um das Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können."

EU-Behörde: Grünes Licht für Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren

12.52 Uhr: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Es wird der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen wird.

Länder setzten Testpflicht für geimpftes medizinisches Personal aus

12.44 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder haben die im neuen Infektionsschutzgesetz geforderte Testpflicht für geimpftes oder genesenes Personal in medizinischen Einrichtungen ausgesetzt. Die tägliche Testung auch von vollständig immunisierten Beschäftigten führe "zu unzumutbaren Belastungen der durch die Pandemie ohnehin schon belasteten Bereiche", heißt es nach AFP-Informationen in einem einstimmig gefassten Beschluss der Minister vom Donnerstag. Der Bundesgesetzgeber müsse „umgehend klarstellen“, dass für diese Gruppe ein selbst angewendeter Antigen-Schnelltest zwei Mal pro Woche ausreichend sei.

Bis dies erfolgt sei, werde von den Ländern die entsprechende Regelung in Paragraf 28b, Absatz 2 des Infektionsschutzgesetzes mit Blick auf Geimpfte oder Genesene in den betroffenen Einrichtungen "nicht angewendet", heißt es weiter. Auch die Dokumentations- und Berichtspflicht über die Tests werde ausgesetzt.

Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz muss das Personal etwa in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen vor jedem Dienstantritt einen Corona-Test machen - unabhängig vom Impfstatus.

Forscher warnen vor neuer Corona-Variante

11.47 Uhr: Wissenschaftler warnen vor einer neuen Corona-Variante, die zuerst in Botswana aufgetreten sein soll. Wie unter anderem die britische Tageszeitung "The Guardian" berichtet, soll die Variante B.1.1.529 den Forschern zufolge eine "extrem hohe Zahl" an Mutationen aufweisen, die die Immunabwehr und damit auch den Impfschutz des Menschen umgehen könnten.

Tom Peacock, Virologe am Imperial College London, forderte deshalb auf Twitter, dass die Variante "sehr, sehr genau beobachtet" werden sollte.

Nach Booster-Impfung: Putin bekam Sputnik zusätzlich als Nasenspray

11.34 Uhr: Kurz nach seiner Corona-Auffrischungsimpfung hat Russlands Präsident Wladimir Putin das heimische Präparat Sputnik V eigener Aussage zufolge auch noch in Nasenspray-Form verabreicht bekommen. Ein Vertreter des staatlichen Gamaleja-Forschungsinstituts, das Sputnik V entwickelt hat, habe ihm das Puder-Spray Anfang der Woche in die Nase gesprüht, sagte Putin am Mittwoch während einer Videokonferenz mit Regierungsvertretern, die im Staatsfernsehen übertragen wurde. "Danach habe ich 15 Minuten dort gesessen, und das war es." Die Nasenspray-Variante von Sputnik ist in Russland in der Testphase im Einsatz.

Lehrerverbandschef Meidinger rechnet mit weiteren Schulschließungen

10.58 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, rechnet wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen wieder mit großflächigeren Schulschließungen. Er gebe nicht mehr viel auf die Versprechen der Politik, die offensichtlich nicht in der Lage gewesen sei, die Warnungen von Experten vor einer vierten Corona-Welle ernst zu nehmen, sagte er der "Passauer Neuen Presse". Die "Durchseuchung" an Schulen laufe in einigen Regionen bereits auf Hochtouren. "Der Kontrollverlust ist schon da", betonte Meidinger.

Bereits jetzt müssten Schulen wegen Corona-Ausbrüchen geschlossen werden, und in immer mehr Regionen kämen die Gesundheitsämter bei der Kontaktrückverfolgung an Schulen nicht mehr nach und hätten diese bereits eingestellt. Allein in Sachsen seien mehrere Dutzend Schulen geschlossen. Auch die Aufhebung der Präsenzpflicht an Schulen in mehreren Bundesländern sei ja nichts anderes als eine teilweise Schulschließung, sagte Meidinger weiter.

Norddeutschland nimmt zehn Corona-Patienten aus Ostdeutschland auf

10.18 Uhr: Die norddeutschen Bundesländer werden in den kommenden Tagen zehn Corona-Patienten aus Ostdeutschland aufnehmen. Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen werden die Verlegung der Intensivpatienten organisieren, wie das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag in Hannover mitteilte. Hintergrund ist das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten.

Bayern und vier weitere Bundesländer hatten vor dem Hintergrund der steigenden Auslastung der bundesweiten Intensivstationen am Dienstag offiziell das Konzept aktiviert. In diesen Tagen soll eine größere Zahl von Patienten aus Bayern, Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg in andere Regionen verlegt werden. Die ersten Verlegungen aus Thüringen könnten bereits a m heutigen Donnerstag starten.

Kretschmer schließt Lockdown in Sachsen nicht mehr aus

9.32 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung". Wenn es in der kommenden Woche nicht einen positiven Effekt gebe, "müssen wir diese Diskussion führen".

Kretschmer geht zudem davon aus, dass die Betten-Auslastung mit Covid-19-Patienten in den nächsten Wochen dramatisch steigen werde. "Wir bereiten jetzt die Verlegung von Patienten in andere Bundesländer vor. Noch gibt es diese Möglichkeit. Das werden wir nutzen, auch um Vorsorge zu betreiben. Die laufende Entwicklung können wir kaum noch beeinflussen."

Sachsen ist seit Wochen der bundesweite Hotspot in der Corona-Pandemie. Am Donnerstag stieg der Inzidenzwert erstmals über 1000.

Stiko-Chef zeigt Verständnis für Skepsis gegenüber Kinderimpfung

8.49 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, kann nach eigenen Worten nachvollziehen, wenn Eltern einer Impfung ihrer Kinder skeptisch gegenüberstehen. "Das kann ich sehr gut verstehen, und es entspricht im Grunde auch dem Problem, vor dem die Stiko mit ihrer Empfehlung steht - nämlich dem Abwägen von Nutzen und möglichen 'Restrisiken' bei den Kindern in dieser Altersgruppe", sagte Mertens der "Schwäbischen Zeitung" zur Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren.

In einer Zulassungsstudie der Firma Biontech/Pfizer seien keine schwerwiegenden Impfreaktionen oder Nebenwirkungen dokumentiert worden, sagte Mertens. Die Wirksamkeit des Impfstoffs entspreche bei den Kindern nach einer relativ kurzen Beobachtungszeit zudem etwa der bei den Erwachsenen. Zahlen aus den aktuellen Studien reichten aber nicht aus, um seltene Nebenwirkungen auszuschließen. Man müsse die Ergebnisse früherer Studien und Anwendungsdaten einbeziehen. Man bereite die Entscheidung über eine Empfehlung vor, sagte Mertens.

Buschmann: Allgemeine Impfpflicht steht jetzt nicht auf Tagesordnung

7.39 Uhr: Der voraussichtlich künftige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hält eine Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona aktuell nicht für nicht angebracht. In einer dynamischen Lage irgendetwas kategorisch für alle Zeiten auszuschließen, verbiete sich, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

Aber eine solche Impfpflicht "würde uns im Moment ja noch gar nicht helfen". Dabei gebe es viele schwierige Fragen zu beantworten – wie man das durchsetze, wie man das organisieren würde. "Deshalb steht es jetzt meiner Meinung nach nicht auf der Tagesordnung."

Apothekerverband: Corona-Schnelltests werden knapp

6.43 Uhr: Mit dem Inkrafttreten der neuen Corona-Vorschriften werden in Deutschland die Corona-Schnelltests knapp. "Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz ist die Nachfrage nach kostenlosen Bürgertests und nach Selbsttests in den Apotheken am Mittwoch explodiert", sagte der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, der "Rheinischen Post": "Die Lieferzeiten werden von Tag zu Tag länger."

Als Ursache nannte der Verbandschef die wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen europaweit steigende Nachfrage nach den Tests. In Deutschland etwa müssen nun Arztpraxen und Gesundheitsdienstleister ihr Personal täglich testen. Hinzu kämen Probleme in der Lieferkette: "Fast alle Schnelltests kommen aus China. Ist die Ware in Deutschland, erweist sich der Zoll als Hürde", sagte Preis. Es werde noch einige Wochen dauern, "bis wir sicher wissen, ob die erhöhte Nachfrage nach Tests bedient werden kann".

Nach Pandemie-Pause: Aufblasen von Thanksgiving-Ballons in New York

4.31 Uhr: Tausende Menschen haben in New York das traditionelle Aufblasen riesiger Heliumballons für die alljährliche Thanksgiving-Parade bestaunt. Nachdem das Spektakel im vergangenen Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen war, nahmen am Mittwoch in den Straßen rund um das American Museum of Natural History am Central Park wieder vor Publikum Snoopy, ein Schlumpf und zahlreiche andere Wesen, Herzen, Kugeln und Sterne langsam Form an, aus schlappen Planen wurden riesige Figuren.

Das öffentliche Aufblasen der Ballons am Abend zuvor ist eine vor allem bei Kindern in New York beliebte Tradition. An der Erfindung der Ballon-Tradition war in den 1920er Jahren auch der deutsch-amerikanische Puppenspieler Tony Sarg beteiligt.

Am Donnerstag sollten die Riesen-Ballons anlässlich der jährlichen Thanksgiving-Parade, die jedes Jahr von einer großen Kaufhauskette veranstaltet wird, mehr als drei Kilometer durch die Straßen der Millionenmetropole getragen werden. Im vergangenen Jahr hatte die Parade wegen der Pandemie coronakonform stattgefunden – deutlich kleiner, nur an einem Ort und für Zuschauer nur online zu sehen. In diesem Jahr sollen wieder rund 6500 Tänzer, Fahnenträger, Musiker und Verkleidete teilnehmen sowie Festwagen und die riesigen Ballons mit sich führen. Stars wie Carrie Underwood sind ebenfalls angekündigt. Mehr als drei Millionen Zuschauer stehen jährlich am Streckenrand, etwa 50 Millionen Menschen schauen das Spektakel, das in diesem Jahr zum 95. Mal stattfindet, im Fernsehen an.

Künftige Bildungsministerin: Möglichst keine Schulschließungen

2.46 Uhr: Die designierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) will Schulschließungen trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen vermeiden. "Wir sind dafür, keine Schulschließungen zu machen", sagte sie bei "Bild Live". Ihre Partei sei der Überzeugung, dass die Schülerinnen und Schüler "jetzt nicht noch einmal Bildungsrückstände erleiden sollte".

Arbeitgeberpräsident: Impfpflicht nicht von vornherein ausschließen

2.22 Uhr: Mit Blick auf stark steigende Corona-Infektionszahlen hat sich Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger einer allgemeinen Impfpflicht gegenüber offen gezeigt. "Wir setzen auf Dialog und Überzeugung. Daher ist eine gesetzliche Impfpflicht immer nur die zweitbeste Lösung. Sie darf aber nicht von vornherein ausgeschlossen werden", sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands BDA der "Rheinischen Post". Die Wirtschaft könne der Politik diese Entscheidung allerdings nicht abnehmen.

Dulger betonte: "Wir sind bereit, auch konstruktiv an der Intensivierung des Impfens mitzuwirken. Dazu brauchen wir eine klare Ansage aus der Politik statt ständig wechselnde Regeln."

Oxfam-Bericht beklagt zunehmende häusliche Gewalt in Corona-Krise

1.14 Uhr: Im Schatten der Corona-Krise eskaliert laut einer Studie von Oxfam die häusliche Gewalt. Anrufe bei Hotlines in zehn untersuchten Ländern hätten im vergangenen Jahr um 25 bis 111 Prozent zugenommen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der internationalen Hilfsorganisation. Zugleich versäumten Regierungen, gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen, kritisierte Oxfam zum Welttag gegen Gewalt an Frauen. Teils seien sogar Finanzmittel für Frauenrechtsorganisationen gekürzt worden.

In der Corona-Krise seien viele Haushalte vielfachen Belastungen ausgesetzt gewesen, häusliche Gewalt habe zugenommen, heißt es in dem Bericht. In den untersuchten Ländern sei in der Folge während des Lockdowns 2020 die Zahl der Hilfeanrufe bei Hotlines deutlich gestiegen: Die größte Zunahme war demnach in Malaysia zu verzeichnen (111 Prozent), gefolgt von Kolumbien (79 Prozent), Italien (73 Prozent) und Südafrika (69 Prozent). Auch in Somalia und China (jeweils 50 Prozent), Tunesien (43 Prozent), Zypern (39 Prozent), Argentinien und Großbritannien (jeweils 25 Prozent) seien auffällig mehr Anrufe gemeldet worden. Gleichzeitig seien viele Frauenrechtsorganisationen von Mittelkürzungen im Zuge der Corona-Krise betroffen.

Herrmann für Impfpflicht – "Mehrheit entscheidet in Demokratie"

1.02 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich für eine generelle Impfpflicht ausgesprochen – unter einer bestimmten Voraussetzung: "Wenn wir die nötige Impfquote nicht auf freiwilliger Basis erreichen können, dann ist eine Impfpflicht bislang der einzige Weg", sagte der Minister der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Und: "Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, war es damals selbstverständlich, dass Eltern verpflichtet waren, ihre Kinder gegen Pocken und Kinderlähmung impfen zu lassen." Es habe auch damals Kritiker gegeben, aber diese hätten die Vorgabe letztlich akzeptiert. Auch in der Corona-Pandemie müsse die Minderheit sich letztlich der Mehrheit beugen.

In einer Demokratie dürften Minderheiten natürlich um ihre Rechte kämpfen. "Aber eines scheint in Vergessenheit zu geraten: Am Schluss des Tages entscheidet in der Demokratie eine Mehrheit. Und die Minderheit muss diese Entscheidung akzeptieren", betonte der CSU-Politiker. Das gehöre zu den Grundlagen der Republik und des demokratischen Verfassungsstaates.

Kanada beginnt mit Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren

0.37 Uhr: Kanada hat am Mittwoch mit den Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren begonnen. Nachdem der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer am vergangenen Freitag für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen freigegeben wurde, reihten sich in einem Impfzentrum in Montréal die ersten jüngeren Kinder in die Impfschlange ein.

Um ihnen die Angst zu nehmen, waren die Trennwände zwischen den Kabinen eigens mit Einhorn- und Hockeypostern verziert worden, zudem ist für Kinder mehr Zeit pro Impfling als für Erwachsene eingeplant. "Ich hatte nicht wirklich Angst, aber ich war aufgeregt", sagte der zehnjährige Victor nach seiner Impfung. Seine Mutter Mathilde erklärte, ihr Jüngster habe sich zuletzt "ausgeschlossen" gefühlt, nachdem die ganze Familie gegen das Coronavirus geimpft sei. Jetzt könne er seine Urgroßeltern ohne Angst umarmen.

Kanada gehört zu den Ländern mit der höchsten Corona-Impfquote weltweit. Mehr als 85 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren sind dort bereits zweimal geimpft.

Mittwoch, 24. November: Brinkhaus will Corona-Gipfel vorziehen

22.34 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt auf schärfere Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Die auf den Weg gebrachten Maßnahmen würden wahrscheinlich nicht reichen, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in einem ARD-"Brennpunkt". "Wir müssen jetzt intensiv handeln."

Die bisher von der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) geplante Bewertung am 9. Dezember sei "viel zu spät". Zuvor hatte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein rasches Treffen der Länder-Regierungschefs gefordert, am besten noch in dieser Woche.

Baerbock zur Corona-Krise: "Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben"

21.48 Uhr: Der von den Ampel-Parteien geplante Bund-Länder Krisenstab zur Corona-Lage soll nach Angaben von Grünen-Chefin Annalena Baerbock täglich die Situation analysieren. "Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben, um zu sehen, sind wir bei den Booster-Impfungen, sind wir bei den Schutzmaßnahmen weit genug gekommen", sagte Baerbock am Mittwochabend in den ARD-"Tagesthemen". Nach diesen zehn Tagen werde gemeinsam analysiert, "ob es weitere Maßnahmen braucht oder nicht".

Baerbock wollte eine allgemeine Impfpflicht nicht ausschließen. Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Bereichen und Berufe werde "mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht", sagte sie in den "Tagesthemen". Dafür müssten rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Bayerns Intensivstationen laut Klinikchef in Kürze überlastet

21.04 Uhr: Laut Thomas Riedel, Leitender Arzt der Intensivmedizin der Rottal-Inn Kliniken, stehen die Bayerischen Intensivstationen kurz vor dem Kollaps. In Kürze werde es nicht mehr genügen, Patienten innerhalb Bayerns zu verlegen, sagte Riedel dem ZDF. "Es wird zu bundesweiten Verlegungen kommen – zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", so Riedel.

Italien verschärft Corona-Regeln und erweitert Impfpflicht

20.11 Uhr: Angesichts der vierten Corona-Welle hat Italiens Regierung strengere Regeln beschlossen und die Impfpflicht erweitert. „Wir wollen jetzt diese Normalität bewahren und wollen keine Risiken“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch. Ab dem 6. Dezember gelten in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in vielen Bereichen 2G-Regeln. Die Regeln gelten landesweit zunächst bis zum 15. Januar. Danach nur in Regionen, die in Corona-Zonen mit strengeren Regeln eingeteilt sind.

Ab dem 15. Dezember müssen sich auch das Schulpersonal sowie Polizisten, Soldaten, Rettungskräfte und Angestellte in der Gesundheitsverwaltung gegen Covid-19 impfen lassen. Das Gesundheitspersonal, für das schon seit April eine Pflicht galt, braucht die Auffrischungsimpfung.

Düsseldorf verschiebt Rosenmontagszug auf den 8. Mai

20.06 Uhr: Die Düsseldorf Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai. Das entschied am Mittwoch das Comitee Düsseldorfer Carneval. Der neue Termin eröffne die Chance, den Düsseldorfer Rosenmontagszug in der gewohnten Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, begründeten die Narren den Schritt.

"Wir alle gehen davon aus, dass wir im kommenden Frühjahr die vierte Coronawelle überwunden haben", sagte der Präsident des Comitees, Michael Laumen. Gleichzeitig biete die damit verbundene Verlängerung der Session allen Vereinen die Möglichkeit, ihre für Januar und Februar 2022 geplanten Veranstaltungen zu verlegen. "Wir sehen darin eine echte Chance, den Karneval am Leben zu erhalten und trotzdem zu feiern", sagte Vizepräsident Stefan Kleinehr.

Auch Arminia Bielefeld streicht Ungeimpften bei Quarantäne das Gehalt

19.19 Uhr: Auch der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld streicht nicht geimpften Profis das Gehalt, falls diese sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Das bestätigte Arminias Sportchef Samir Arabi der "Neuen Westfälischen". Der Verein habe in Bezug auf die Impfungen einen "sehr guten" Wert, einzelne Spieler hätten sich aber bisher geweigert, sich impfen zu lassen.

Bereits einige andere Vereine aus der Bundesliga und der 2. Liga hatten angekündigt, ihren ungeimpften Profis das Gehalt für den Zeitpunkt einer Quarantäne zu streichen, falls sie sich zum Beispiel als Kontakt einer infizierten Person in diese begeben müssen.

Großrazzia gegen mutmaßliche Impfpassfälscher-Bande

18.30 Uhr: Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche Impfpassfälscher haben am Mittwoch rund 300 Polizistinnen und Polizisten 24 Gebäude in Niedersachsen und Hessen durchsucht. Bei dem Einsatz unter Leitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurden in großem Umfang Beweismittel sichergestellt, wie das niedersächsische Innenministerium in Hannover mitteilte. Diese deuteten auch auf weitere Straftaten wie Waffen- und Drogendelikte hin. Die Ermittlungen richten sich gegen eine Bande, die im großen Stil Impfzertifikate gefälscht und verkauft haben soll.

Der Fall zeige, dass kriminelle Gruppen viel Geld damit verdienen wollten, das Leben und den Gesundheitsschutz anderer aufs Spiel zu setzen, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). Es sei zudem völlig inakzeptabel, dass sich Impfunwillige über den illegalen Online-Handel mit falschen Impfpässen versorgten und damit Maßnahmen zum Infektionsschutz unterliefen. "Die Fälschenden wie die Abnehmenden sollten wissen, dass das strafrechtliche Folgen nach sich zieht", betonte Pistorius. Die Dreistigkeit der Fälscher mache ihn vor dem Hintergrund täglich steigender Infektionszahlen fassungslos.

Kimmich hat sich mit Corona infiziert

17.47 Uhr: Der Fußballspieler Joshua Kimmich hat sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung mit dem Coronavirus infiziert. Die Zeitung beruft sich auf zwei voneinander unabhängige Quellen, welche die Infektion bestätigt hätten. Kurze Zeit nach Veröffentlichung des Berichts bestätigte auch der FC Bayern den Vorfall.

Kimmich steht seit Wochen in den Schlagzeilen, nachdem bekannt geworden war, dass der Nationalspieler noch nicht geimpft ist. Erst am Nachmittag hatte Bundestrainer Hansi Flick von einem Gespräch mit dem 26-Jährigen berichtet. Er denke, "dass es auch in die Richtung geht, dass er sich impfen lässt", sagte Flick. Derzeit befindet sich Kimmich als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Falls in Quarantäne. Nach seiner Infektion muss Kimmich nun in häuslicher Isolation bleiben, kann sich dann mit einem negativen PCR-Test freitesten.

Bundeswehr könnte wieder in Pflegeheimen aushelfen

17.07 Uhr: Angesichts der zusätzlichen Kontrollpflichten in der neuen Corona-Verordnung kann sich die Diakonie wieder unterstützende Soldatinnen und Soldaten in den Alten- und Pflegheimen vorstellen.

"Die Testpflicht sowie die anhängenden Nachweis-, Dokumentations- und Meldepflichten aufgrund des Infektionsschutzgesetzes sind vielerorts durch das normale Personal kaum zu leisten", sagte der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Beschäftigten müssten für die Pflege und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner da sein.

In den Pflegeeinrichtungen werde dringend Unterstützung benötigt. "Unsere Pflegemitarbeitenden sind seit 21 Monaten unter einer extremen Belastung und müssen diesen Winter in der vierten Welle überstehen. Wir können uns die Bewältigung dieser Situation nicht anders als mit externer Hilfe vorstellen", unterstrich Lenke.

Corona-Krisenstab soll schon vor Regierungswechsel starten

16.15 Uhr: Der von den Ampel-Parteien geplante Krisenstab zur Corona-Lage im Kanzleramt soll nach Worten des voraussichtlichen künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz schon eingerichtet werden, bevor die neue Regierung im Amt ist.

Es gehe um einen guten Übergang, sagte Scholz am Mittwoch in Berlin. "Auch die wissenschaftliche Begleitung wünschen wir uns anders." Die geplante Regierung wolle präzise ausdiskutierte Vorschläge haben und wissen, wie sich die Lage in einzelnen Bereichen genau entwickele. "Hier ist klares geordnetes Handeln erforderlich."

Gesundheitsminister beraten über Patientenverlegungen

16.04 Uhr: Bund und Länder wollen über das Vorgehen bei Patientenverlegungen wegen der kritischen Corona-Lage in Deutschland beraten. Dazu ist an diesem Donnerstag eine Sonder-Videokonferenz der Gesundheitsminister angesetzt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. Auch auf Drängen des geschäftsführenden Bundesministers Jens Spahn (CDU) soll demnach unter anderem über den Stand bei Verlegungen und Kapazitäten nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept beraten werden.

Olaf Scholz kündigt Einrichtung eines Corona-Kristenstabs an

15.17 Uhr: Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Koalitionsvertrages der Ampelparteien hat Kanzlerkandidat Olaf Scholz mehrere Punkte vorgestellt, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt werden sollen. So soll es etwa einen ständigen Krisenstab von Bund und Ländern geben, die auch die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen überprüfen. Eine Expertengruppe - die unter anderem aus Virologen, Epidemologen, Soziologen und Psychologen bestehen soll - soll die Corona-Lage täglich beurteilen.

Zudem soll die Impfkampagne massiv vorangebracht werden, Impfzentren ausgebaut, mobile Teams eingesetzt und Arztpraxen und Apotheken stärker eingebunden werden. Überlegt werde auch, Impfungen in Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen verpflichtend zu machen, wie Scholz sagte. Pflegekräfte sollen eine Bonuszahlung erhalten. Dafür will der Bund eine Milliarde Euro bereitstellen.

Leipzig lässt Kulturbetrieb ruhen

14.58 Uhr: Die Stadt Leipzig lässt einen Teil ihres Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie bis zum 9. Januar ruhen. Die städtischen Bühnenhäuser Oper Leipzig, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt sagen alle Eigenveranstaltungen bis dahin ab, wie das Kulturdezernat der Stadt am Mittwoch mitteilte. "Um sowohl dem Publikum als auch den Mitarbeitern der städtischen Bühnenhäuser größtmöglichen Schutz sowie Planungssicherheit zu geben, haben wir die Entscheidung getroffen", sagte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke).

Merkel sieht Notlage wegen Corona-Ausbreitung

14.02 Uhr: Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen. Merkel habe in einem Gespräch mit Spitzenvertretern der voraussichtlichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP "den außerordentlichen Ernst der Lage" deutlich gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. "Wir sind auf dem Weg in eine Notlage, wie wir sie hierzulande noch nie hatten." Er verwies unter anderem auf immer knappere Intensivkapazitäten und die Notwendigkeit, Patienten überregional in andere Kliniken zu verlegen.

Es müsse jetzt darum gehen, die vierte Corona-Welle zu bremsen und zu brechen, machte Seibert für die Kanzlerin deutlich. Zu möglichen weiteren Eindämmungsmaßnahmen und Forderungen nach einer rascheren erneuten Bund-Länder-Abstimmung machte er keine Angaben. Er verwies auch auf Vertraulichkeit des Gesprächs mit SPD, Grünen und FDP.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat rasche Beratungen der Ministerpräsidenten über einheitlich strengere Regeln gefordert. "Wir müssen die drohende Überlastung des Gesundheitswesens mit aller Macht verhindern und dürfen nicht bis zum 9. Dezember warten, um die Lage zu analysieren", sagte Hans am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Verteidigungsressort macht Corona-Schutzimpfung duldungspflichtig

13.26 Uhr: Das Verteidigungsministerium hat die Corona-Schutzimpfung für die Männer und Frauen in der Bundeswehr duldungspflichtig gemacht. Eine entsprechende Entscheidung habe die geschäftsführende Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Mittwoch getroffen, wie ein Sprecher des Ministeriums erklärte. Zuvor hatte ein Schlichtergremium - eine Runde aus je drei Vertretern des Verteidigungsministeriums und der Beteiligungsgremien - in einem langen Streit eine Vorentscheidung getroffen und empfohlen, den Schutz in die Liste der duldungspflichtigen Impfungen aufzunehmen.

In der Bundeswehr wurde die Duldungspflicht für Impf- und Vorsorgemaßnahmen vor einigen Jahren eingeführt. Soldaten, die diese verweigern, drohen disziplinarrechtliche Konsequenzen. Die Bundeswehr verweist auf das Soldatengesetz und die Einsatzbereitschaft der Truppe.

EU-Gesundheitsbehörde warnt vor schwierigem Corona-Winter

12.48 Uhr: Ohne sofortige Corona-Maßnahmen und höhere Impfzahlen steht Europa nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC ein schwieriger Winter bevor. Modellierungsszenarien wiesen darauf hin, dass dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Dezember und Januar eine möglicherweise sehr hohe Krankheitsbelastung durch die Delta-Variante drohe - es sei denn, man wende umgehend sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) an, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zu solchen Maßnahmen zählen zum Beispiel Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Gleichzeitig müssten mehr Menschen geimpft werden, hieß es in der neuen Corona-Risikoeinschätzung des ECDC.

Weil die Impfstoffe einen hohen Schutz gegen schwere Krankheitsfolgen bieten, werden Ungeimpfte laut ECDC-Direktorin Andrea Ammon eine große Zahl neuer Krankenhauseinweisungen ausmachen, darunter vor allem Ungeimpfte in Risikogruppen. Die derzeitige Gesamtimpfrate im EWR werde unzureichend sein, um die Belastung durch Corona-Fälle und Einweisungen in den Wintermonaten zu begrenzen. Europa müsse Immunitätslücken in der erwachsenen Bevölkerung schließen.

EU empfiehlt Booster für Erwachsene frühestens nach 6 Monaten

12.33 Uhr: Jetzt macht auch die Europäische Union Druck für Auffrischungsimpfungen: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfiehlt nun offiziell einen Booster für alle ab 18 Jahren, mit Vorrang für jene, die älter als 40 Jahre sind. Allerdings folgen die Experten der Union nicht dem Rat einiger Virologen, schon sehr frühzeitig die Auffrischungsimpfungen zu spritzen: "Der Booster ist frühestens sechs Monate nach dem Abschluss der Erstimpfung empfohlen", sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch.

Durch die Auffrischungsimpfungen könnte die Übertragung des Corona-Virus verringert werden, was schwere und tödliche Verläufe verhindere, meinte Ammon. Sie verwies auf Erkenntnisse über eine im Zeitverlauf schwindende Wirksamkeit der Corona-Vakzine. Zugleich forderte die EU-Gesundheitsbehörde dringend, die Impflücke in vielen EU-Staaten zu schließen. Offen ist noch, ob die EU mit Blick auf die nachlassende Schutzwirkung der Vakzine die Gültigkeit der europaweiten Covid-Impfzertifikate begrenzt. Die EU-Kommission will auf Drängen mehrerer EU-Staaten am Donnerstag einen Vorschlag vorlegen.

Staatsanwaltschaft: Keine Anklage zur Corona-Ausbreitung in Ischgl

12.11 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. "Es kommt zu keiner Anklage“, teilte die Behörde am Mittwoch in Innsbruck mit. Es gebe keine Beweise dafür, "dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte", hieß es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus. Der Ort sowie das gesamte Paznauntal wurden schließlich unter teils chaotischen Umständen unter Quarantäne gestellt. Im Visier der Ermittlungen standen fünf Amtsträger.

Geprüft worden seien die Maßnahmen nach Bekanntwerden der ersten Infektionsfälle, die Erlassung und Umsetzung von Verordnungen über Schließung von Lokalen, des Skibetriebes und die weiteren Verkehrsbeschränkungen in Ischgl beziehungsweise die Quarantäne im Paznauntal, so die Staatsanwaltschaft. Der Ermittlungsakt umfasse 15.000 Seiten Protokolle, Berichte und sonstiges Beweismaterial. Um die Abläufe nachvollziehen und bewerten zu können, seien 27 Personen durch die Staatsanwaltschaft vernommen worden.

Tägliche Tests – erste Praxen drohen mit Schließung

11.35 Uhr: Laut dem neuen Infektionsschutzgesetz, das am heutigen Mittwoch in Kraft tritt, müssen Beschäftige und Besucher von Arztpraxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen täglich einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen - das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Nur Patienten sind von der Regelung ausgenommen. Alternativ reichen zwei PCR-Tests pro Woche.

Das Problem: Die Coronavirus-Testverordnung sieht für Praxispersonal nur zehn kostenlose Tests pro Monat vor. Das sorgt im Gesundheitswesen für Verärgerung, erste Praxen drohen gar mit Schließung. Christiane Thiele , Landesvorsitzende des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Nordrhein, sagte dazu: "Wenn Eltern nur noch getestet in die Praxis dürfen, sind das täglich über 100 Personen. Das bedeutet, dass für Behandlung und Versorgung der Kinder keine Zeit mehr bleibt."

Auf Twitter ging ein Post des Arztes Christian Kröner viral. Auch er kritisierte die entsprechende Verordnung im Infektionsschutzgesetz und äußerte seinen Ärger über die Politik. Dazu schrieb er: "Die ständige Gängelung der Praxen ist unerträglich und behindert lebenswichtige Arbeit!"

Wieder mehr Corona-Erstimpfungen – Höchster Wert seit zwei Monaten

11.19 Uhr: Die Impfkampagne in Deutschland nimmt wieder Schwung auf: Am Dienstag haben so viele Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten wie zuletzt vor zwei Monaten. 84.478 Menschen in Deutschland ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig gegen das Virus impfen (Stand Mittwoch, 10.43 Uhr). Zuletzt wurde ein ähnlich hoher Wert am 23. September erreicht - damals ließen sich 90.995 Menschen eine erste Immunisierung gegen das gefährliche Virus geben.

Am Dienstag wurden außerdem gut 56.000 Zweit- und knapp eine halbe Million Booster-Impfungen verabreicht. Insgesamt sind damit 68,1 Prozent der Deutschen - 56,6 Millionen - vollständig gegen Corona geimpft. 58,8 Millionen (70,7 Prozent) haben eine Erstimpfung bekommen. 6,6 Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Insgesamt wurden 638.109 Impfungen verabreicht - so viele wie zuletzt am 28. Juli (693.714). Lesen Sie auch: Warum RKI-Chef Lothar Wieler seinen Ton verschärft hat

Bundesweite Verlegung von rund 80 Patienten wird vorbereitet

10.51 Uhr: Um Engpässe in der intensivmedizinischen Behandlung zu vermeiden, sollen bis zum Wochenende mehrere Dutzend Patienten aus den stark von Corona betroffenen Regionen im Osten und Süden in andere Teile Deutschlands verlegt werden. Wie der Vorsitzende des Arbeitskreises der Innenministerkonferenz für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung, Hermann Schröder, auf Anfrage mitteilte, wurden über das sogenannte Kleeblatt-Verfahren am Mittwoch Anträge auf bundesweite Verlegung für insgesamt rund 80 Patienten aus Bayern und dem Kleeblatt-Ost geprüft.

Vor allem Covid-19-Patienten sollen in andere Regionen gebracht werden. In Ausnahmefällen könnten auch Patienten mit anderen Erkrankungen verlegt werden, sagte Schröder. Generell werde darauf geachtet, dass die aufnehmenden Krankenhäuser in Regionen liegen, die aktuell weniger stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Lesen Sie auch: 100.000 Corona-Tote: Politik und Gesellschaft haben versagt

Neuer Totimpfstoff überzeugt in Studie

9.43 Uhr: Totimpfstoffe sind die aktuellen Hoffnungsträger in der Pandemie-Bekämpfung - die altbewährte Technologie könnte auch Impfskeptiker überzeugen. Ein neuer Impfstoffkandidat aus Indien überzeugt nun in einer klinischen Studie. Das Vakzin mit dem Namen "BBV152" wurde laut Deutschem Gesundheitsportal (DGP) in der sogenannten Phase-3-Studie bereits in 25 indischen Kliniken getestet.

Dazu wurden die rund 26.000 in zwei Gruppen eingeteilt - eine erhielt den Impfstoff, die andere ein Placebo. Auf Basis dieser Daten ergab sich in der Studie eine Wirksamkeit von 77,8 Prozent, in Bezug auf Delta betrug sie 65,2 Prozent. Eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit ist aktuell aber noch nicht möglich. Insgesamt war das Vakzin bei Kindern und Erwachsenen aller Altersgruppen gut verträglich - zwar traten Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen und Fieber auf, schwere allergische Reaktionen oder gar Todesfälle gab es aber nicht.

Umfrage: Große Mehrheit befürwortet Corona-Impfpflicht

9.02 Uhr: Eine große Mehrheit in Deutschland ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 69 Prozent der Befragten für eine allgemein verpflichtende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 23 Prozent würden dies ablehnen.

Vor zwei Wochen (11. November) hatten sich in einer YouGov-Umfrage lediglich 44 Prozent der Befragten für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. 27 Prozent lehnten dies ab. Insgesamt hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres waren laut einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür gewesen.

Überlastete Kliniken: Größere Verlegungen aus Bayern in Vorbereitung

7.44 Uhr: Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in den Kliniken bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor. Für den Freistaat sei dazu inzwischen das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands aktiviert. Das teilte die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in der Nacht zum Mittwoch mit.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden. Bayern ist in der Notfall-Struktur das Kleeblatt Süd. Auch die ebenfalls besonders von Corona betroffenen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg haben den Angaben nach das Konzept aktiviert, sie gehören zum Kleeblatt Ost. Aktuell gab es zuletzt im Norden und in Hessen noch freie Kapazitäten.

Unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle hatten Bund und Länder im Frühjahr 2020 ein Konzept für die bundesweite Verlegung von Patienten entwickelt. Im September vergangenen Jahres wurde das sogenannte Kleeblatt-Konzept dann durch die Innen- und Gesundheitsminister beschlossen.

Ethikrats-Vize hält allgemeine Impfpflicht für denkbar

7.07 Uhr: Die stellvertretende Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, hält eine allgemeine Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für denkbar. Eine Impfpflicht berge zwar die Gefahr, durch ihren bevormundenden Charakter die freiwillige Akzeptanz von Impfungen zu senken, sagte Schreiber der "Rheinischen Post". "Im Moment können wir jedoch nicht ignorieren, dass sich die pandemische Lage massiv zuspitzt. Wenn Krankenhäuser und Intensivstationen aufgrund der Überlastung ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können, müssen wir eingreifen – zum Schutz des Klinikpersonals und zum Schutz unser aller Gesundheit."

Schreiber sagte: "Je nach Dramatik der Lage können unter solch schwierigen Umständen dann auch gesetzliche Vorgaben zu Impfverpflichtungen – gegebenenfalls gestaffelt nach Gefährdung – aus ethischer Sicht nicht mehr grundsätzlich abgelehnt werden, um das Pandemiegeschehen langfristig in den Griff zu bekommen." Ohne ausreichende Impfungen sei man für kommende Wellen schlicht nicht gewappnet, "wenn Kontaktbeschränkungen und Lockdowns nicht zu unseren ständigen Begleitern werden sollen."

Corona-Spätfolgen: Verbesserungsbedarf bei Diagnose und Behandlung

6.11 Uhr: Mit einem neuen Fachverband soll die Behandlung von Corona-Spätfolgen verbessert werden. Für Patienten, die nach einem eigentlich milden Verlauf der Krankheit mit teils schweren Beeinträchtigungen kämpfen, gebe es "noch keinen medikamentösen kausalen Therapieansatz", sagte die Mitinitiatorin und Chefärztin der Median-Reha-Klinik Heiligendamm, Jördis Frommhold, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb hält sie einen stärkeren interdisziplinären Austausch für nötig. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachrichtungen will Frommhold einen neuen Fachverband ins Leben rufen, um die Behandlung zu verbessern.

Wie viele Patienten es insgesamt gibt, darüber fehlten aktuell noch belastbare Zahlen, heißt es vom Robert Koch-Institut (RKI). Eine im Juli 2021 im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichte Studie aus Deutschland bietet jedoch einen Anhaltspunkt: In der Arbeit zu Spätfolgen nach milden Corona-Verläufen heißt es, dass etwa eine von zehn Personen mit zunächst geringen oder keinen Symptomen auch Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome wie Atembeschwerden, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen und Müdigkeit hatten. Auch das RKI verlinkt auf diese Studie. Frommhold zufolge könnte das Krankheitsbild jetzt schon bis zu 500.000 Menschen in Deutschland betreffen.

Neuseelands Grenzen bleiben noch mindestens fünf Monate für Ausländer geschlossen

5.12 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie bleiben Neuseelands Grenzen für Reisende aus dem Ausland noch mindestens fünf Monate geschlossen. Ausländer müssen noch mindestens bis Ende April warten, bis sie nach Neuseeland einreisen können, wie der Minister für die Reaktion auf die Corona-Pandemie, Chris Hipkins, am Mittwoch sagte.

Durch die Grenzschließung in Australien gestrandete Neuseeländer können dem am Mittwoch vorgestellten Plan zur allmählichen Grenzöffnung ab Mitte Januar ins Land zurückkehren, anderswo festsitzende Neuseeländer ab Mitte Februar. Nach der Ankunft ist eine siebentägige Selbstisolation vorgeschrieben, Einreisende müssen zudem vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein und ein negatives Testergebnis vorweisen.

Göring-Eckardt für Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen

4.01 Uhr: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ist unter bestimmten Voraussetzungen für eine allgemeine Impfpflicht. "Eine allgemeine Impfpflicht bedeutet einen Eingriff in die Grundrechte jedes einzelnen Menschen", sagte Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Gegenüber stark die Freiheit der gesamten Gesellschaft betreffenden Maßnahmen wie wiederkehrende Lockdowns mit starken Kontaktbeschränkungen und gravierenden Folgen insbesondere für Kinder, aber auch ökonomischen Konsequenzen stellt eine Impfpflicht jedoch das mildere Mittel dar."

Die bisher erreichte Impfquote reiche nicht aus, um wirksam schwere Infektionswellen in der Covid-19 Pandemie zu verhindern, sagte Göring-Eckardt. "Unsere dringendste Aufgabe ist es daher dafür zu sorgen, dass alle Menschen die jetzt vor den Impfzentren Schlange stehen oder Termine buchen wollen, zeitnah und so einfach wie möglich eine Schutzimpfung erhalten, seien es Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfungen." Zudem müssten alle Vorbereitungen für einen zügigen Start der Kinderimpfungen geschaffen werden, sobald die Wirkstoffe dafür zugelassen seien. "Zudem werden wir zeitnah eine einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Weg bringen, um vulnerable Personen in Einrichtungen wie der Alten- und Krankenpflege besser zu schützen."

Spahn zu Ungeimpften: "Was muss eigentlich noch passieren?"

3.26 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der Corona-Lage das Verhalten von Ungeimpften beklagt. "Es gibt immer noch diejenigen, die glauben, das Virus können ihnen nichts anhaben. Diese Menschen würde ich am liebsten auf eine Intensivstation zerren und sie im Angesicht des Leids fragen: Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr es kapiert?", sagte Spahn der "Rheinischen Post".

Der CDU-Politiker hält es für möglich, die für den 9. Dezember geplante nächste Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen. "Wir werden früher handeln müssen. Wir sehen ja, dass in Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen die Lage sehr ernst ist. Wir müssen wohl erstmals Patienten in großem Stil innerhalb Deutschlands verlegen." Schärfere Maßnahmen für Veranstaltungen, Bars und Clubs müssten geprüft werden.

Auf die Frage, ob er einen Teil-Lockdown ausschließe, sagte Spahn: "Ausschließen sollte man in dieser Lage gar nichts, so bitter das ist." Wichtig sei allerdings, dass alles getan werde, um Schließungen von Kitas und Schulen zu vermeiden.

Merz für weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte

3.01 Uhr: Angesichts der vierten Corona-Welle hat sich der CDU-Politiker Friedrich Merz für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte ausgesprochen. Wer nicht geimpft oder genesen sei, solle "nur noch zur Apotheke, in den Supermarkt und zum Arzt" können, sagte Merz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine solche Regelung sei verhältnismäßig und könnte auch sofort umgesetzt werden. Der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef bewirbt sich nach zwei gescheiterten Versuchen wieder um den Parteivorsitz der CDU.

Merz verwies darauf, dass Beschäftigte ohne Impfung bei einem solchen Lockdown dann auch nicht mehr arbeiten könnten. "Mit konsequenter 2G-Regelung wäre der Zugang zum Betrieb und zur Arbeitsstelle auch nur noch für Geimpfte und Genese möglich – mit allen Konsequenzen." Es müsse gelten: "Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal."

Skeptisch bewertete Merz dagegen abermals eine Impfpflicht. "Ich bin dafür, staatliche Anordnungen nur zu treffen, wenn man sie auch durchsetzen kann", sagte er.

Stiko will Impfempfehlung für Kinder ab fünf Jahren noch dieses Jahr vorlegen

2.56 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor: Die Kommission arbeite derzeit noch an der Empfehlung, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens dieser Redaktion. "Unser Ziel ist es, diese Empfehlung bis Ende Dezember, möglichst bis zum Start der Auslieferung des Kinder-Impfstoffs an die Länder, fertig zu stellen."

Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wird noch in dieser Woche erwartet. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, den Ländern ab 20. Dezember die erste Lieferung mit 2,4 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs zur Verfügung zu stellen.

Linken-Chefin Wissler fordert Booster-Priorisierung für ältere Menschen und Pflegekräfte

1.46 Uhr: Um besonders gefährdeten Menschen schneller eine Booster-Impfung zu verschaffen, fordert Linken-Chefin Janine Wissler konkrete Terminangebote, zuerst für ältere Menschen. "Das Problem liegt bei der Bundesregierung, die zugelassen hat, dass die meisten Impfzentren geschlossen wurden, und die keine Priorisierung beim Boostern vorgenommen hat", sagte Wissler dieser Redaktion. Auch beim Boostern hätte man mit den Hochbetagten und Pflegekräften beginnen müssen, deren Impfung am längsten zurückliegt und deren Impfschutz nachlässt.

"Jüngere und fitte Menschen können stundenlang in der Kälte vor den wenigen Impfzentren Schlange für ihre Booster-Impfung stehen, Alte und Kranke können das nicht", sagte Wissler weiter. Sie müssen oft monatelang auf einen Termin beim Hausarzt warten, obwohl sie die Impfung am dringendsten brauchen.

Statt die Verantwortung auf überlastete Hausarztpraxen "abzuschieben", müssten die Impfzentren sofort wiedereröffnet werden und mobile Impfteams eingesetzt werden, damit sich das Boostern nicht bis ins Frühjahr zieht, fordert die Linkenvorsitzende. "Es war ein riesiger Fehler, dass die meisten Impfzentren geschlossen wurden, obwohl bekannt war, dass im Herbst Auffrischungsimpfungen nötig werden.

Dienstag, 23. November – Überlastung in Kliniken: Kleeblatt-Konferenz aktiviert

  • Damit Covid-19-Patienten trotz sich abzeichnender Engpässe in einigen Regionen weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden können, hat das strategische Steuerungsgremium von Bund und Ländern die sogenannte Kleeblatt-Konferenz aktiviert
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht angesichts der bundesweit dramatischen Infektionslage für unausweichlich
  • Die FDP hat sich offen dafür gezeigt, eine beschränkte Impfpflicht zu akzeptieren
  • Die Bundeswehr dürfte in Kürze als erste Institution in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Coronavirus einführen
  • Das Vakzin heißt CoVac-1 und ist weder ein Totimpfstoff noch basiert es auf mRNA, sondern auf Proteinen Es könnte Skeptiker überzeugen, die keine Impfgegner sind, aber auf eine schonende Alternativen zu den etablierten Präparaten warten
  • Die Diskussionen um die Booster-Impfung sorgen für derzeit bei vielen für Verunsicherung. Die Virologin Sandra Ciesek klärt nun im NDR-Pocast "Coronavirus-Update" auf. Sie sagt, wann der Impfschutz nach der dritten Impfung wieder da ist und welcher Impfstoff besser sei – Biontech oder Moderna
  • Die Spitzenpolitiker der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP haben sich am späten Nachmittag kurzfristig mit Angela Merkel im Kanzleramt getroffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde das Treffen wegen der dramatischen Pandemie-Lage organisiert
  • Nordrhein-Westfalen verschärft die Strafen für Verstöße gegen die neuen Corona-Regeln. So werden für die Fälschung eines Testnachweises künftig zwischen 2000 und 5000 fällig
  • Der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Joachim Sauer, hat sich verwundert über die geringe Impfquote in Deutschland geäußert
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach einem Zeitungsbericht in einem Brief an die Ärzteschaft für seine Kommunikation rund um die Begrenzung von Biontech-Dosen entschuldigt
  • In Sachsen-Anhalt haben in der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens. Das Kabinett gab am Dienstag eine landesweite 2G-Pflicht unter anderem für die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bekannt
  • Sachsen ist nach Worten von Krankenhauskoordinator Michael Albrecht noch weit von einer Triage entfernt
  • Aerosolforscher halten die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für kontraproduktiv. "Aus aerosolphysikalischer Sicht macht ein Verbot von Weihnachtsmärkten absolut keinen Sinn. Im Freien finden nur sehr wenige Ansteckungen statt", sagte Gerhard Scheuch, der früherer Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosolmedizin
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet einen bedeutenden Anstieg der Todeszahlen durch die Corona-Pandemie in Europa. "Die kumulierten gemeldeten Todesfälle bis zum Frühjahr nächsten Jahres werden voraussichtlich über 2,2 Millionen erreichen", erklärte die WHO in einem Bericht

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(fmg/dpa/afp/epd)

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