Corona: Kinder sollten nach Risikoreisen nicht in Kita und Schule

Göttingen.  Das Gesundheitsamt für den Landkreis empfiehlt Eltern, ihre Kinder nach Reisen in Risikogebiete 14 Tage lang nicht in die Einrichtungen zu schicken.

Gefährdete Kinder sollten zu Hause in Quarantäne bleiben.

Gefährdete Kinder sollten zu Hause in Quarantäne bleiben.

Foto: Mark Härtl / HK-Archiv

Das Corona-Virus breitet sich in Niedersachsen immer weiter aus – das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen empfiehlt deswegen Kitas und Schulen in einem aktuellen Infobrief Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung. Darauf macht das Amt in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Demnach sollen Eltern ihre Kinder, sofern diese sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) festgelegten Risikogebiet aufgehalten haben, für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr nicht in eine Kindertagesstätte bringen. Gleiches gilt für Schüler an Göttinger Schulen. Auch sie sowie ihre Begleitpersonen sollen für 14 Tage nach Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht die Schulen besuchen, sondern sollen ebenso wie Kita-Kinder in häusliche Quarantäne gehen. Dem Gesundheitsamt sollen die Schulen außerdem mitteilen, wie viele und welche Klassen in den vergangenen 14 Tagen aus Risikogebieten zurückgekehrt sind beziehungsweise zurückkehren werden. „In unseren Einrichtungen achten wir in diesen Tagen ganz besonders auf die Hygiene“, unterstreicht Schul-, Jugend- und Personaldezernentin Maria Schmidt. „Die Krankheit tritt bei Kindern zwar vergleichsweise selten auf und verläuft eher milde. Dennoch ist die Übertragungsgefahr bei Kindern besonders hoch, denn das Spielen in den Kitas oder auf dem Pausenhof bringt regelmäßig einen spontanen engen körperlichen Kontakt mit sich.“

Innerhalb der Stadtverwaltung gelten ab sofort Regeln, um das Auftreten von Covid-19 zu vermeiden. Mitarbeiter, die aus einem RKI-Risikogebiet zurückkehren, werden für 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt. Dort, wo es geht, sollen betroffene Mitarbeiter im Home-Office arbeiten. Außerdem wurden Dienstreisen – bis auf wichtige Ausnahmen – bis zum 15. April untersagt.

Für die Quarantäne setzt Kultur- und Sozialdezernentin Petra Broistedt auf das Verständnis und die Kooperation aller Betroffenen. „Eine behördliche Anordnung wollen wir möglichst vermeiden“, so die Dezernentin. „Als letztes Mittel wäre sie aber im Zweifel einzusetzen.“

Für Stadt und Landkreis Göttingen gibt es ein Infotelefon für allgemeine Informationen und Fragen zum Coronavirus. Unter Telefon 0551/7075100 ist das Bürgertelefon täglich, auch am Wochenende, von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr erreichbar.

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