Katastrophenhilfe

Nach dem Hochwasser: Wie können Freiwillige helfen?

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Hochwasserschäden gehen in die Milliarden

Hochwasserschäden gehen in die Milliarden

In der Hochwasserkatastrophe gehen die Schäden in die Milliarden. Die Versicherer weisen darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Hausbesitzer in Deutschland nicht gegen Naturgewalten wie Hochwasser abgesichert sind.

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Berlin.  Die Hilfsbereitschaft nach dem Hochwasser in Deutschland ist groß. Aber wo genau können freiwillige Helfer sich melden? Eine Übersicht.

Nach der Unwetter-Katastrophe mit Hochwasser in Deutschland ist die Hilfsbereitschaft riesengroß. Viele Freiwillige fragen sich nun, wie sie die Menschen vor Ort am besten unterstützen können. Wichtig ist: Wer helfen will, sollte sich zunächst bei der jeweiligen Gemeinde über die Möglichkeiten informieren.

Denn auch, wenn es gut gemeint ist: Behörden und Hilfsorganisationen raten dringend davon ab, einfach auf eigene Faust ins Hochwassergebiet zu fahren. Damit kann man sich einerseits selbst gefährden und behindert anderseits möglicherweise die Aufräumarbeiten. Auch Sachspenden werden vielerorts nicht mehr benötigt.

Freiwillige Helfer: Wo man sich nach Hochwasser melden kann

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat online eine Übersicht der betroffenen Gemeinden und Städte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern veröffentlicht. Dort finden Sie Kontaktmöglichkeiten zu den jeweiligen Behörden und Initiativen vor Ort.

Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Online-Plattform ins Leben gerufen, um die Fluthilfe zu organisieren. Freiwillige Helfer können dort Angebote machen, Flutopfer können angeben, was sie brauchen. Man muss sich allerdings zunächst registrieren.

Die Internetseite Hochwasserhilfe-Navi sammelt Anlaufstellen und Kontaktdaten für Hilfsangebote in NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Hilfesuchende und Freiwillige können sich auch über Facebook vernetzen. Dafür gibt es bereits mehrere Gruppen mit vielen Mitgliedern, zum Beispiel:

  • Aktuell: Hochwasser? Nachbar hilft! #tiefbernd #mehrgemeinsam
  • Hochwasser in AW - freiwillige Helfer
  • NRW Hochwasser – Hilfegruppe
  • Hilfe für Hochwasser betroffene Tierhalter
  • Flutopfer -Tiere- Wer kann helfen, wer benötigt Hilfe?

Vor allem die am stärksten betroffenen Regionen brauchen Hilfe. Viele haben Hotlines und Plattformen eingerichtet, die private Hilfs- und Spendenangebote koordinieren.

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Landkreis Ahrweiler

Unter 02641/975-900 können Bürger anrufen, die mit konkreten Hilfsangeboten, Sachspenden, Arbeitsmaterialien und Transport- oder Logistikmöglichkeiten bei der Bewältigung der Katastrophe helfen wollen. Außerdem kann man sich per Mail an hochwasserhilfe@kreis-ahrweiler.de melden.

  • Die Gemeinde Adenau in Ahrweiler hat eine Online-Plattform eingerichtet, um die Angebote freiwilliger Helfer zu koordinieren.
  • Die Verbandsgemeinde Bad Breisig bündelt Hilfsangebote unter 02633/4568333. Hier können sich sowohl Privatleute als auch Unternehmen, die im Notfall mit entsprechenden Gerätschaften oder Fahrzeugen helfen möchten, melden.

Landkreis Vulkaneifel

Die Verbandsgemeinde Daun koordiniert Hilfsangebote unter 06592-939124 oder 06592-939125.

Landkreis Euskirchen

Unter 02251-15910 hat der Kreis eine Helfer-Hotline geschaltet. Auch einzelne Gemeinden haben Telefonnummern und Mail-Adressen für Hilfsgesuche und -angebote eingerichtet:

  • Bad Münstereifel: 02253-505233, katastrophenhilfe@bad-muenstereifel.de
  • Euskirchen: 0151/22497634
  • Mechernich: 02443/494400, info@mechernich.de
  • Schleiden: 02445/89470, hochwasser@schleiden.de
  • Zülpich: 02252/52207 (Hilfeleistungen, Hilfsangebote und Spenden), 0151/40243095 (Unterbringung, Wohnungsanzeigen, Wohnungsgesuche)

Rhein-Erft-Kreis

Unter 02271-8322222 können sich Menschen melden, die helfen oder spenden wollen.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

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