Erste Stadt in Bayern schließt wegen Corona alle Schulen

Berlin.  Als erste Stadt in Bayern schließt Bad Königshofen in Unterfranken wegen Corona alle Schulen und Kitas. Alle Infos im Newsblog.

Coronavirus: Das sind die Symptome, so wird es übertragen

Während die Zahl der Neuinfektion mit dem Coronavirus wieder steigt, sorgen sich viele um die Symptome. Verweisen Niesen, Schnupfen, Halsschmerzen oder Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen auf das Coronavirus? Dieses Video zeigt, wann sie alarmiert sein sollten.

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  • Gesundheitsminister Jens Spahn möchte ab Oktober verstärkt Corona-Schnelltests einsetzen
  • Virologe und Corona-Experte Christian Dorsten erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik
  • Die erste Stadt in Bayern schließt wegen Corona alle Schulen, betroffen sind die Schulen und Kitas im unterfränkischen Bad Königshofen
  • Großbritannien kündigt im Kampf gegen das Coronavirus schärfere Maßnahmen an und empfiehlt den Bürgern die Arbeit im Home Office
  • München führt neben einer Maskenpflicht auf einigen öffentlichen Plätzen der Innenstadt auch wieder striktere Kontaktbeschränkungen ein
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge mehr als 275.000 registrierte Corona-Infektionen und 9390 Todesfälle
  • Weltweit wurden mehr als 31 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 963.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus für besser gerüstet als noch im Frühjahr. „Wir wissen zum Beispiel besser, wie wir die Intensivkapazitäten in den Kliniken genauer, zielgenauer auch steuern können“, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in einem ARD-„Extra“. Die Medizin wisse besser, welche Behandlungsmethoden sinnvoll seien. Zudem habe man auch mehr Testkapazitäten und mehr Schutzausrüstung für betroffenes Personal. „Wir sind nochmal deutlich besser gerüstet, als wir es im Frühjahr waren.“

Spahn warb dafür, den Herbst- oder Winterurlaub in Deutschland zu verbringen. „Wir haben gesehen, mit dem Winterurlaub – Stichwort Ischgl – und jetzt nochmal in den Sommerferien, dass mit dem Reisen, mit der Mobilität auch zusätzliche Infektionsrisiken entstehen.“ Bayern kämpfe bis heute auch mit den Infektionsherden, die sich daraus ergaben. „Ich denke man kann auch in Deutschland einen schönen Urlaub verbringen“, sagte Spahn.

Seit Beginn der Corona-Krise sind weltweit mehr als 31 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Der Trend ist in vielen Staaten trotz zwischenzeitlicher Erfolge im Kampf gegen die Pandemie negativ.

Corona-News-Ticker: 1821 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 1821 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das RKI am Dienstag auf seiner Homepage bekannt. Am Samstag waren 2297 Neuinfektionen gemeldet worden – der höchste Wert seit Ende April. Alle aktuellen RKI-Fallzahlen für Deutschland lesen Sie hier : Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Produktionszahl

Dienstag, 22. September: Jens Spahn möchte verstärkt Corona-Schnelltests einsetzen

12.33 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will ab Oktober verstärkt Corona-Schnelltests einsetzen, die für Reisende und in Pflegeeinrichtungen genutzt werden sollen. Es gebe jetzt Hersteller, die diese Schnelltests monatlich in „nennenswerter Größenordnung zur Verfügung“ stellen könnten, sagte der CDU-Politiker auf einer deutsch-französischen Parlamentarierversammlung in Berlin.

Die Qualität der Schnelltests sei zwar noch nicht so gut wie die von normalen PCR-Tests. „Aber sie ist gut genug“, fügte er hinzu. Deshalb sollten sie ab Oktober eine sinnvolle Ergänzung in der nationalen Teststrategie werden. Spahn räumte zudem Probleme bei den herkömmlichen Corona-Tests ein. „Denn sie fallen auch positiv aus, wenn eine Person nicht mehr infektiös ist“, fügte der Gesundheitsminister hinzu.

Man arbeite mit dem Robert Koch-Institut daran, Parameter zu entwickeln, wie man die Analyse des Tests verfeinern könne. Dies könnte etwa Auswirkungen auf Quarantäneregeln haben.

Corona-Experte Christian Drosten erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik

11.47 Uhr: Virologe Christian Drosten wird für seine Verdienste bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. Die Verleihung soll am 1. Oktober in Berlin stattfinden.

„Nach Bekanntwerden der ersten Erkrankungsfälle in Wuhan ist es Christian Drosten sehr schnell gelungen, den Erreger als SARS-Virus zu identifizieren“, heißt es in der Bekanntmachung.

Hohe Corona-Zahlen: Stadt in Bayern schließt Schulen und Kitas

11.05 Uhr: Im unterfränkischen Bad Königshofen sind wegen hoher Corona-Zahlen alle Schulen und Kitas geschlossen worden. Das teilte der Bürgermeister der Stadt, Thomas Helbling, auf der Homepage der Stadt mit. Es ist die erste Stadt in Bayern, die im neuen Schuljahr zu diesen Maßnahmen greift.

Insgesamt sind damit alle sechs Schulen der Stadt und der dazugehörigen Stadtteile geschlossen sowie die drei Kindergärten. „Unser größtes Anliegen war es, derartige Schritte zu vermeiden, allerdings muss nun die Sicherheit und der Schutz aller Bürger und Bürgerinnen oberste Priorität haben“, schreibt der Bürgermeister auf der Website der Stadt.

Wichtige Kennziffer in Hamm weit über 50

10.16 Uhr: Die Stadt Hamm in Westfalen liegt jetzt auch nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) weit über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Das RKI wies einen Wert von 64,8 aus. Die Stadt selbst hatte am Montag von 71 gesprochen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen der Meldewege.

In zwei weiteren Regionen nähert sich die Kennzahl unterdessen der ersten wichtigen Stufe von 35, ab der erste Maßnahmen beraten werden müssen. Siegen lag am Dienstag bei 27,0, Solingen bei 25,1 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Ethikrat lehnt Corona-Immunitätsnachweis klar ab

10.02 Uhr: Der Deutsche Ethikrat lehnt eine Einführung von Immunitätsnachweisen für das Coronavirus derzeit klar ab. Grund seien „erhebliche Unsicherheiten“ über die Immunität und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremium in einer Stellungnahme. Zugleich sollten frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Unempfindlichkeit gegen das Coronavirus wegen „zweifelhafter Verlässlichkeit“ und eines daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Ethikrat im Frühjahr um eine Stellungnahme gebeten. Hintergrund war breite Kritik an ursprünglichen Plänen, dass Immunitätsausweise auch Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen könnten. Spahn zog die Pläne auch nach scharfem Protest des Koalitionspartners SPD zurück.

Das Nein des Ethikrats zu Corona-Immunitätsnachweisen zum jetzigen Zeitpunkt fiel einstimmig aus. Für den Fall, dass eine Immunität künftig hinreichend verlässlich nachweisbar sein sollte, gab es demnach unterschiedliche Auffassungen, inwiefern eine Einführung solcher Bescheinigungen zu empfehlen wäre. Dem Gremium gehören 26 Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen an. Sie werden vom Bundestagspräsidenten berufen.

Großbritannien kündigt schärfere Maßnahmen an und empfiehlt Arbeit im Home Office

8.56 Uhr: Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt. Pubs und Restaurants in England sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen, wie die Regierung am Montagabend mitteilte. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Johnson will sich am heutigen Dienstag mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern. In Schottland wird eine Ankündigung von Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon erwartet.

In ganz Großbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

Die Regierung denkt deshalb auch über ein temporäres Herunterfahren des öffentlichen Lebens nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, während der Restaurants und Pubs wieder ganz geschlossen werden könnten. Große Landesteile im Nordosten Englands, Nordirland und Wales leben bereits jetzt mit härteren Maßnahmen. Die britische Regierung empfiehlt ihren Bürgern im Kampf gegen das Coronavirus außerdem wieder die Arbeit im Home Office.

7.17 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hält wenig von weiteren Lockerungen der Corona-Regeln etwa für Clubs und Bars, wie sie in einigen Bundesländern diskutiert würden. Gerade beim Feiern würde sich das Virus besonders schnell übertragen. Deshalb müsse man im Herbst und Winter besonders vorsichtig sein.

In einem ARD-Interview erinnerte Spahn noch einmal daran, dass die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin Ende August vereinbart hätten, dass es keine weiteren größeren Öffnungsschritte geben solle, „als die Zahlen auch noch niedriger waren als heute.“

Remscheid empfiehlt wohl Mundschutz für das ganze Stadtgebiet

6.00 Uhr: Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen schlägt eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen eine etwas härtere Gangart ein, um die Pandemie zu bekämpfen. In Remscheid soll den Bürgern empfohlen werden, im ganzen öffentlichen Raum Mundschutz zu tragen – über diese Maßnahme und ein weitere Vorgaben will an diesem Dienstag der Krisenstab der 114.000-Einwohner-Stadt entscheiden. An weiterführenden Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz zudem wieder Pflicht sein. Am Montag hatten auch Hamm und Gelsenkirchen die Zügel etwas angezogen, auf einschneidende Maßnahmen aber ebenfalls verzichtet.

In Remscheid waren am Montag im Wochenschnitt 38 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Ab 35 muss eine Stadt mit Landesbehörden Maßnahmen abstimmen. In einer Videobotschaft nannte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Situation in der Stadt „besorgniserregend“. Bei Verstößen gegen Coronaregeln würden Kontrolleure künftig hart durchgreifen. „Wir werden jeden Verstoß (...) ahnden müssen“.

5.00 Uhr: Steigende Fallzahlen gefährden zunehmend alte Menschen. Gesundheitsminister Jens Spahn setzt deshalb auf millionenfache Schnelltests. Lesen Sie hier: Corona im Altenheim – Wie werden Senioren geschützt?

Corona-Regeln in Gastronomie in England werden wieder verschärft

1.00 Uhr: Angesichts des wieder starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden in ganz England die Restriktionen in der Gastronomie verschärft. Ab Donnerstag müssen alle Restaurants, Pubs und Bars um 22.00 Uhr schließen, wie die Regierung in London am Montagabend mitteilte. Auch darf in den gastronomischen Einrichtungen nur noch am Tisch bedient werden.

Diese Regelungen gehören zu einem neuen Maßnahmenpaket gegen das Coronavirus, welches Premierminister Boris Johnson am Dienstag vorstellen will. In einzelnen Regionen von Nord- und Zentralengland sind derartige Einschränkungen in der Gastronomie bereits in Kraft. Die neuen landesweiten Maßnahmen seien notwendig, um „den Wiederanstieg der Virus-Fälle unter Kontrolle zu halten“, sagte ein Regierungssprecher.

Erster Nationalspieler infiziert: Gündogan positiv auf Coronavirus getestet

00.30 Uhr: Jetzt hat es auch den ersten deutschen Fußball-Nationalspieler erwischt: Ilkay Gündogan ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie sein Verein Manchester City am Montag mitteilte. Der 29-Jährige ist der nächste einer Reihe von Stars des Weltfußballs, die sich mit COVID-19 angesteckt haben. Er muss sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Mit seinem Corona-Befund reiht sich Gündogan in die Riege von prominenten Spielern ein, die sich in den vergangenen Wochen angesteckt hatten. Allein der von Thomas Tuchel trainierte Champions-League-Finalist Paris St. Germain beklagte zahlreiche Fälle: Superstar Neymar und seine Teamkollegen Mauro Icardi, Angel Di Maria, Leandro Paredes, Marquinhos und Torhüter Keylor Navas hatten sich bei einem Urlaub auf Ibiza infiziert, Kylian Mbappe wurde bei der französischen Nationalmannschaft positiv getestet. Wo Gündogan mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, blieb vorerst unklar.

Montag, 21. September: Bund und Länder wollen erneute Schulschließungen vermeiden

22.41 Uhr: Bund und Länder wollen in der Corona-Krise vermeiden, dass erneut flächendeckend Schulen geschlossen werden. Das sei eines der Ergebnisse des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel, Bildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) und SPD-Chefin Saskia Esken mit Kultusministern der Ländern gewesen, teilte ein Sprecher der Bundesregierung am Montagabend mit.

Zugleich hieß es, man sei sich einig, dass die Verantwortung für die Schulpolitik trotz der milliardenschweren Hilfe des Bundes bei den Ländern liege. Die Bundesregierung sagte dennoch weitere Hilfen etwa bei der Digitalisierung der Schulen sowie der Entwicklung digitalen Lernens zu.

Die geplanten Dienstlaptops für Lehrer sollen zügig angeschafft werden. Das teilte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nach dem Gespräch mit. „Ausdrücklich zu begrüßen ist die Bereitschaft der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Beschaffung der Endgeräte für Lehrkräfte zu ermöglichen“, sagte Hubig. Lesen Sie hier: Vor dem Corona-Schulgipfel: SPD schlägt kostenlose Nachhilfe vor

37.417 Corona Neuinfektionen in den USA – 270 weitere Tote

21.24 Uhr: In den USA sind binnen 24 Stunden 37.417 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 6,786 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Todesopfer sei um 270 auf 199.024 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

Tennisspielerin bei French Open positiv auf Corona getestet

20.28 Uhr: Bei den French Open der Tennisprofis hat es einen weiteren positiven Corona-Fall gegeben. Eine Spielerin, die an der Qualifikation der Damen teilnehmen wollte, sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilten die Veranstalter mit. Bereits am Sonntag hatten die Macher des Grand-Slam-Turniers in Paris zwei positive Fälle bei männlichen Spielern öffentlich gemacht.

Zudem waren drei weitere Spieler ausgeschlossen worden, weil sie in engem Kontakt mit einem positiv getesteten Trainer waren. Alle Betroffenen müssen sich nun für sieben Tage in Quarantäne begeben. Namen nannten die Veranstalter nicht.

Großbritannien hebt Corona-Alarmstufe an

19.45 Uhr: Großbritannien hat die offizielle Covid-19-Alarmstufe angehoben. Die zweithöchste Stufe vier bedeutet, dass das Virus allgemein zirkuliert und die Übertragung hoch ist. Die Fallzahlen stiegen „schnell und wahrscheinlich exponentiell“, stellten die obersten Mediziner von England, Schottland, Wales und Nordirland fest.

Es wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson morgen weitere Maßnahmen bekannt gibt, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Medizinische Regierungsberater warnten die Bevölkerung, dass sie weitere Opfer bringen müssen werde, um die zweite Welle der Covid-19-Pandemie unter Kontrolle zu bringen.

Fast 250 Coronavirus-Fälle auf Lesbos

19.05 Uhr: Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Angaben der Regierung 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regierungssprecher Stelios Petsas teilte mit, das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 24 Jahren und die meisten Fälle seien asymptomatisch. 160 Tests seien negativ gewesen, dabei habe es sich überwiegend um Polizisten und Behördenmitarbeiter gehandelt, die in Kontakt mit Migranten gekommen seien. Lesen Sie hier: Moria: 243 Migranten positiv auf das Coronavirus getestet

33 Corona-Fälle in Arbeiterunterkunft von Stuttgart 21

18.50 Uhr: In einer Arbeiterunterkunft des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Infizierten sowie enge Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne, wie ein Stadtsprecher am Montag sagte. Die Betroffenen seien in zwei städtische Schutzeinrichtungen gebracht worden. Dort werden sie vom Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz betreut. Den Angaben nach wurden bislang 66 Menschen getestet. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Stadt Hamm will auch drastische Corona-Maßnahmen verzichten

17.32 Uhr: Die Stadt Hamm will trotz hoher Corona-Neuinfektionswerte auf drastische Beschränkungen verzichten und vor allem bei privaten Veranstaltungen gegensteuern. Die wichtige Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sei aktuell mit einem Wert von 70,9 deutlich übersprungen, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) am Montag in einer Video-Pressekonferenz. Die Stadt sei „in voller Härte“ von einer zweiten Corona-Welle getroffen. Auslöser sei eine private Hochzeit und ein damit verbundenes weiteres Fest. Man rechne mindestens 86 akut Infizierte diesen Feiern zu, die allesamt „zum Bereich der Verwandten und Anverwandten“ gehörten.

Private Veranstaltung zwischen 25 und 50 Personen müssten nun in Hamm ab diesem Dienstag angezeigt werden. Bei 50 bis 150 Teilnehmern müsse das Fest mitsamt Hygienekonzept im Vorfeld der Stadt zur Genehmigung vorgelegt werden. Mehr als 150 Personen seien nicht mehr möglich. Es werde ein Bußgeld ab 2000 Euro verhängt, wenn es zu Verstößen komme. Nach der Hochzeit vor einigen Tagen, die sich als Corona-Hotspot erwiesen habe, seien alle 263 Gäste in Quarantäne geschickt worden und würden getestet.

Die Beschlüsse gelten für die 182 000-Einwohner-Stadt zunächst für zwei Wochen. Auch bei Sportveranstaltungen seien maximal noch 150 Zuschauer erlaubt. Man wolle Einschränkungen für Schulen, Kitas, Gastronomie und Kulturveranstaltungen vermeiden, betonte der OB. „Wir wollen keinen kompletten Lockdown.“ Sollten sich die Werte aber weiter erhöhen, seien zusätzliche Schritte nicht auszuschließen - etwa eine Beschränkung auf fünf Personen oder auf Personen aus nur zwei Haushalten in der Öffentlichkeit.

Italien fordert von Franzosen negativen Test

16.35 Uhr: Italien verlangt künftig von Einreisenden aus Paris und mehreren anderen französischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionsraten einen Virus-Test. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montag auf Facebook mit. Die Situation in Europa dürfe nicht unterschätzt werden. Italien gehe es heute besser als anderen Ländern, aber es sei große Vorsicht geboten.

Besucher aus Griechenland, Malta, Spanien und Kroatien müssen in Italien bereits seit längerem einen negativen Covid-19-Test vorlegen - oder sie lassen sich bei der Einreise testen. Italien war zu Beginn besonders hart von der Pandemie getroffen. Seither konnte das Land die Infektionsraten unter Kontrolle bringen. Inzwischen sind die Werte wieder gestiegen, wenn auch nicht so drastisch wie in Frankreich und Spanien.

Lufthansa von Corona-Krise hart getroffen – weitere Stellen werden abgebaut

16.10 Uhr: Die Corona-Krise hat die Lufthansa hart getroffen. Trotz massiver Staatshilfen müssen Personal und Flotte noch mehr verkleinert werden. Alle Details lesen Sie hier.

Berlin jetzt das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen

15.27 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie auch in der Hauptstadt gezeigt. Der Anstieg der Neuinfektionen in Berlin gewinne an Fahrt, sagte die SPD-Politikerin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Bei der Inzidenz in den vergangenen sieben Tagen (Fallzahl pro 100.000 Einwohner) liege Berlin im Durchschnitt der Bundesländer mit einem Wert von 20,4 nun vor Bayern an der Spitze. Der Schutz der älteren Menschen funktioniere noch. Allerdings müsse man damit rechnen, dass die derzeit bei jüngeren Menschen verbreiteten Infektionen auch verstärkt die höheren Altersgruppen erreichten und dann die Zahl der Krankenhaus- und Todesfälle steigen könne, erklärte sie. Neben Ansteckungen in Privathaushalten und beim Freizeitverhalten habe man in der Stadt viele gestreute Neuinfektionen, die nicht auf bestimmte Ausbrüche zurückzuführen seien.

Bundespolizei soll sich mit Aussteigekarten befassen

14.41 Uhr: Die Bundespolizei soll sich künftig um die sogenannten Aussteigekarten kümmern, um falsche Angaben von Einreisenden aus Corona-Risikogebieten zu verhindern. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums kündigte am Montag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Berlin an, die Polizei werde nun angewiesen, „Aussteigekarten mit den Pässen der Einreisenden abzugleichen“ und sie dann an die Gesundheitsämter weiterzuleiten. Diese Maßnahme für eine bessere Nachverfolgung von Infektionsketten soll noch vor Monatsende umgesetzt werden.

Die Formulare wurden bislang von Fluggesellschaften und Busunternehmen eingesammelt und an die Gesundheitsämter übermittelt. Da ein Abgleich mit Reisepass oder Personalausweis dabei in der Regel nicht stattfand, konnten Reisende, die sich einer Corona-Quarantäne entziehen wollten, im Prinzip einfach falsche Angaben machen. Einer Sprecherin zufolge gab es „Fälle, in denen Daten unzureichend oder offensichtlich falsch waren“.

Schulgipfel: Opposition und Gewerkschaften fordern bessere Unterstützung der Schulen

14.04 Uhr: Bildungsgewerkschaften, Bundeselternrat und Oppositionsparteien haben vor dem Schulgipfel am Montagabend im Kanzleramt konkrete Schritte zur Unterstützung der Schulen in der Corona-Pandemie gefordert. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Bundeselternrat (BER) sprachen sich für einheitliche Lösungen etwa mit Blick auf das Lüften aus.

Das Thema Digitalisierung sei sehr wichtig, aber nicht das einzige Thema. Geklärt werden müsse, ob Luftfilter flächendeckend eingesetzt würden und Kohlendioxid-Messgeräte eine schnell einsetzbare Alternative sein könnten, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung. „Dabei dürfen die Kosten für den Einsatz der Geräte kein K.o.-Kriterium sein.“

Vertreter von Bund und Ländern hatten vor dem Treffen versichert, dass sie sich einig seien, dass es nicht mehr zu flächendeckenden Schulschließungen kommen solle.

Lauterbach befürwortet Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

13.30 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt den Vorschlag einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zur Eindämmung des Coronavirus. „An Plätzen wie dem Stachus in München, der Hasenheide in Berlin oder dem Brüsseler Platz in Köln ist das Infektionsrisiko hoch“, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag).

Die Abstände könnten an solchen öffentlichen Plätzen nicht eingehalten werden, und es werde laut gesprochen. „Und wenn man laut spricht und ist infektiös, überträgt man per Tröpfchen das Virus.“

Kommende Woche: Treffen mit Merkel und Ministerpräsidenten

13.26 Uhr: In der kommenden Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen beraten. Kanzleramtschef Helge Braun habe am Montag in seiner Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten für den 29. September um 14.00 Uhr angekündigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Teilnehmerkreisen.

Hintergrund sei der besorgniserregende Umstand, dass mehrere große Städte den wichtigen Grenzwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten. Zudem komme es an mehreren Stellen in Deutschland zu einer diffusen Ausbreitung von Corona, ohne dass ein klarer Ausbruchsort erkennbar sei. Braun habe demnach auch auf den Beschluss der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz verwiesen, nach dem Öffnungssignale derzeit nicht angebracht seien.

Umfrage: Menschen treffen trotz Pandemie wieder mehr Kontakte

12.59 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen – trotzdem treffen Menschen wieder mehr soziale Kontakte. Nur noch sechs von zehn Befragten einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gaben an, sich wegen der Pandemie seltener mit Bekannten zu treffen. Anfang des Monats hatte der Wert noch bei 70 Prozent gelegen, im Juni trafen gar 80 Prozent diese Aussage.

„Es wird deutlich, dass für viele Menschen das Leben wiederzurückkehrt“, erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Nur noch etwa die Hälfte der Befragten gab darüber hinaus an, zum Schutz vor einer Ansteckung seltener das eigene Zuhause zu verlassen – Anfang des Monats hatten dies noch sechs von zehn Menschen gesagt.

München: Deutliche Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen

12.24 Uhr: Die Stadt München hat zur Corona-Bekämpfung eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt beschlossen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt, der am Montagvormittag wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen getagt hatte. Die Regelung soll von Donnerstag an gelten. Zudem führt die Stadt wegen steigender Corona-Zahlen wieder Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben ein.

So dürften sich in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag in München. Das gelte sowohl im privaten und öffentlichen Raum als auch in der Gastronomie. Am Sonntag hatten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100,000 Einwohner in einer Woche erreicht. Damit ist ein wichtiger Grenzwert für nachgewiesene Corona-Neuinfektionen überschritten worden.

Söder will wegen Corona erneut Ministerpräsidentenkonferenz zusammenrufen

11.22 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will wegen der aktuellen Corona-Infektionslage im bevorstehenden Herbst erneut die Ministerpräsidentenkonferenz zusammenrufen. Dazu wolle er in dieser Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen, sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag in einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Die Konferenz der Länderchefs könnte dann in der kommenden oder in der übernächsten Woche stattfinden.

Hintergrund für Söders Gesprächsbedarf sind die jüngst in Bayern aber auch in anderen Bundesländern sowie in vielen Nachbarstaaten ansteigenden Infektionszahlen.

11.01 Uhr: Im Fall einer Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland ist aus Sicht des Virologen Christian Drosten künftig nicht zwangsläufig mit einer Neuauflage des Lockdowns vom Frühjahr zu rechnen. „Es ist natürlich so, dass man nicht immer gleich einen deutschlandweiten oder regionalen Lockdown braucht, weil man jetzt schon ein paar Sachen besser weiß“, sagte der Charité-Professor der Deutschen Presse-Agentur.

Er glaube, dass in Zukunft eher bestimmte Sparten des Alltags- und Berufslebens von Einschränkungen betroffen sein könnten. Damit verbunden sei aber auch die Frage nach Kompensation, wenn es wirtschaftliche Auswirkungen gebe. Zum verbesserten Wissensstand im Vergleich zu Februar und März erklärte Drosten, es gebe bestimmte Situationen, bei denen inzwischen klar sei, dass dabei nur einzelne Fälle entstünden, aber „eigentlich wenig neu hochkocht“.

Drosten: Größere Gruppen problematisch für Entwicklung der Pandemie

Drosten nannte etwa „Eins-zu-eins-Situationen“ im Berufsleben, in denen sich zum Beispiel nur zwei Menschen gegenübersitzen. Das könne man weiterdenken für kleine Gruppen. „Und insofern werden wir, glaube ich, nicht wieder so schnell so einen Lockdown haben“, bilanzierte der Virologe. Einen solchen Schritt gehe man nur, „weil man nicht die Orientierung hat in den Maßnahmen“. Das sei nun anders. Als problematisch für die Entwicklung der Pandemie gelten mittlerweile insbesondere Situationen mit größeren Gruppen. Drosten bekräftigte, dass er von einer weiteren Zunahme der Fälle ausgeht.

Coronavirus: Tschechischer Gesundheitsminister zurückgetreten

9.42 Uhr: Inmitten steigender Corona-Infektionszahlen hat der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech seinen Rücktritt erklärt. Er wolle neuen Raum für die Lösung der Krise eröffnen, sagte der 33-Jährige. Ministerpräsident Andrej Babis dankte seinem Parteikollegen bei Twitter für seine geleistete Arbeit. Er habe die erste Infektionswelle im Frühjahr „auf unglaubliche Weise“ gemeistert.

In den letzten Wochen war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Tschechien rapide angestiegen. Fast täglich waren neue Höchststände zu vermelden. Experten sprachen von einer „zweiten Welle“ des Infektionsgeschehens. Vojtech wollte die Maßnahmen schon früher verschärfen, wurde aber teilweise von Regierungschef Babis wieder zurückgepfiffen.

Die Opposition sprach von einem Bauernopfer vor den Regional- und Senatswahlen in weniger als zwei Wochen. Zugleich forderte sie schnellen Ersatz. Bis Montag stieg die Gesamtzahl der jemals Infizierten in Tschechien um 985 auf knapp 49 300. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkranung starben 503 Menschen. Etwa die gleiche Zahl befand sich aktuell im Krankenhaus in Behandlung. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Deutlich weniger Hochzeiten wegen Corona-Pandemie

9.14 Uhr: Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik. In den ersten sechs Monaten wurden demnach bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, waren viele Standesämter vorübergehend ganz geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein.

Ohne zwei besondere Termine im Februar, hätte die Zahl der Ehen 2020 noch schlechter aussehen können, wie das Bundesamt berichtete. Mit dem 02.02.2020 und dem 20.02.2020 gab es gleich zwei attraktive Hochzeitsdaten, die reichlich genutzt wurden. So heirateten im Februar 2020 gleich 21.500 Paare, fast 7300 mehr als im Vorjahresmonat.

Erkenntnisse über die Auswirkung der Pandemie ließen sich erst langfristig gewinnen, erklärten die Statistiker. Denn langsam wieder steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamttermine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden.

Coronavirus: Knapp 7000 Schüler in NRW in Quarantäne

8.29 Uhr: Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich zurzeit knapp 7000 Schülerinnen und Schüler sowie rund 580 Lehrkräfte in Quarantäne.

Das geht aus aktuellen Zahlen des Schulministeriums hervor, aus denen die „Rheinische Post“ zitiert. Demnach wurden vier Schulen wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen, hinzu kommen mehr als 100 Teilschließungen. Knapp 240 Schüler und mehr als 40 Lehrer wurden positiv getestet. Das Ministerium hat die Zahlen in einer Umfrage ermittelt, an der sich die meisten Schulen beteiligten.

Der Verband Lehrer NRW kritisierte, vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht zwei Wochen nach den Sommerferien habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt. Die Schulen würden alleingelassen, weil sie selbst keine verbindlichen Regeln beschließen dürften. So bleibe es bei freiwilligen Vereinbarungen.

Markus Söder stellt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht

8.16 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht gestellt, auf denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Er habe sehr gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe.

Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef dem Radiosender B5 aktuell. „Ich will keinem die Freude nehmen“, sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen. Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. „Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern.“

Am Sonntag erreichten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche. Sorgen bereiteten Söder nicht professionell organisierte Veranstaltungen. „Das Problem sind die privaten Feiern“, sagte er. „Wenn die Vernunft nicht hilft, dann muss gesteuert werden.“ Ziel sei es, den Betrieb in Schulen und Kitas bayernweit weiter zu ermöglichen und die Wirtschaft vor weiteren Einschränkungen zu bewahren.

6.58 Uhr: „Geht Deutschland mit der richtigen Corona-Strategie in den Herbst?“, fragte Anne Will am Sonntagabend in ihrer ARD-Talkshow. Diskutiert wurde das Thema von dem Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der SPD-Politikerin Malu Dreyer, der Autorin Marina Weisband, dem Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery und dem Virologen Hendrik Streeck, der einen besonders kontroversen Auftritt hinlegte. Lesen Sie hier: „Anne Will“ – Virologe Hendrik Streeck fordert Corona-Strategiewechsel

Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

5.56 Uhr: Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der „Rheinischen Post.“ Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche „Fieberambulanzen“ vor Ort anbieten würden. „Konzeptionell gibt es die schon – sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.“

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. „Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen“, sagte der CDU-Politiker. „Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit.“

Spahn erwartet, dass in Abstimmung mit den Ländern bis Mitte Oktober feststehen dürfte, wie die allgemeine Teststrategie für den Herbst und Winter weiterentwickelt wird. Antigen-Schnelltests seien ebenso vorgesehen wie neue Vorgaben des Bundesinnenministeriums zur Quarantäne-Zeit für Rückkehrer aus Risikogebieten. Spahn erklärte weiter, dass die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden seien. „Allein in den letzten vier Wochen wurde etwa ein Drittel aller Tests seit Beginn der Pandemie gemacht.“

Sonntag 20. September: Madrid sperrt Corona-Viertel ab – Demonstrationen gegen „Ghettos“

18.05 Uhr Tausende Menschen haben in Madrid gegen die coronabedingte Abriegelung von mehreren einkommensschwachen Gebieten der spanischen Hauptstadt protestiert. Bei Großkundgebungen wurden die Maßnahmen am Sonntag als ungerecht und diskriminierend zurückgewiesen. Sie sollen am Montag in Kraft treten.

Die Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie „Unsere Stadtteile sind keine Ghettos“, „Mehr Ärzte, mehr Kontaktnachverfolger - keine Ausgrenzung“ oder „Ihr habt uns im Stich gelassen und nun sperrt ihr uns ein“. Sie forderten den Rücktritt der konservativen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso: „Ayuso, Du bist das Virus“.

Die harten Maßnahmen sollen zunächst zwei Wochen lang gelten. Betroffen sind nach amtlichen Angaben 850.000 der rund 6,6 Millionen Einwohner der Region um die Hauptstadt. Abgeriegelt werden insgesamt 37 Gebiete in sechs Stadtteilen sowie in sieben Kommunen im Umland Madrids.

Corona-Demos in Düsseldorf mit weniger Teilnehmern als erwartet

15.05 Uhr: Wenige Tausend Menschen haben sich in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Begleitet wurden die Demonstranten von starker Polizeipräsenz. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung.

Der Protestzug, der gegen 14.00 Uhr starten und durch die Straßen der Innenstadt führen sollte, verzögerte sich zunächst. Die Anmelder hatten im Vorfeld knapp 50 000 Teilnehmer angemeldet, die Polizei hatte sich auf bis zu 10 000 Menschen eingestellt. Die Teilnehmer müssen keine Masken tragen, aber einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. So sieht es die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung vor.

Corona-Schulgipfel: Parteichefin Esken schlägt kostenlose Nachhilfe vor

13.01 Uhr: Vor dem zweiten Corona-Schulgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Bundesländern schlägt SPD-Chefin Saskia Esken vor, sozial benachteiligten Schülern kostenlose Nachhilfe zu ermöglichen. Dafür könnte der bestehende Bildungs- und Teilhabepaket genutzt werden.

„Warum eröffnen wir den Schülerinnen und Schülern nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform, anstelle der Kosten für das Schullandheim, das in diesem Schuljahr ohnehin ausfallen dürfte?“, sagte Esken unserer Redaktion. Die Politik müsse in der Pandemie Nachteile für sozial schwächere Familien und deren Kindern aus der Pandemiebewältigung so gering wie möglich halten.

Corona-Regeln in England: Es drohen hohe Geldstrafen

6.48 Uhr: Wer in England gegen die Corona-Regeln verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Wer etwa die Isolationspflicht nach einem positiven Corona-Test oder nach Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden missachtet, muss künftig mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Pfund (11.000 Euro) rechnen, wie die britische Regierung am Samstag mitteilte. Die neuen Regelungen gelten demnach ab dem 28. September.

Auch Bürgern, die sich nach einer internationalen Reise nicht in Quarantäne begeben, droht ein Bußgeld. Die Mindeststrafe für Verstöße liegt bei 1000 Pfund. Bei wiederholten oder besonders schlimmen Verstößen werden 10.000 Pfund fällig. Den Höchstbetrag müssen auch Unternehmen zahlen, die ihren Mitarbeitern bei Einhaltung der Quarantäne mit Entlassung drohen.

Grünen-Fraktionschefin: „Ein neuer Lockdown lässt sich vermeiden“

2.01 Uhr: Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt an die Solidarität der Deutschen appelliert. „Ein neuer Lockdown lässt sich vermeiden, wenn alle vorsichtig bleiben und die AHA-Regeln konsequent einhalten“, sagte sie unserer Redaktion. „Dafür braucht es weiterhin eine große Solidarität.“ Die AHA-Formel bedeutet Abstand wahren, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen.

Als unsolidarisch kritisierte Göring-Eckardt das Verhalten von AfD-Abgeordneten im Bundestag. „Sie halten sich nicht an die Regeln, tragen keine Maske und bringen dadurch womöglich andere in Gefahr“, sagte sie. „Das ist nicht akzeptabel.“

Scheuer kündigt Gipfeltreffen zur Rettung der Luftverkehrswirtschaft an

1.23 Uhr: Verkehrsminister Andreas Scheuer hat neue Corona-Hilfen für den Luftverkehr gefordert. ‚Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt’, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Da werden wir helfen und retten müssen.“

Vor allem gehe es um die 22 Flughäfen in Deutschland, die 180.000 Menschen beschäftigten. „Bei einem Passagieraufkommen von 20 Prozent des normalen Niveaus habe ich sehr große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr ist“, sagte Scheuer. „Deshalb werde ich ein Hilfskonzept für die Flughäfen vorlegen.“ Unser komplettes Interview mit dem Bundesverkehrsminister lesen Sie hier: Zugverkehr in Europa: Scheuer plant Hochgeschwindigkeitsnetz

Samstag, 19. September: Gesundheitsministerin Huml rügt den FC Bayern

  • Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Top-Funktionäre des FC Bayern für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga gerügt. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege „klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
  • Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen verhängen immer mehr Städte und Departements in Frankreich strengere Regeln. Ab Montag sind im Departement Indre-et-Loire in der Mitte des Landes Tanzabende, Aperitifs und Umtrunke verboten.
  • Nach Polen werden auch aus anderen Teilen beunruhigende Ost-Europas alarmierende Infektionszahlen vermeldet. In der Slowakei wurden am Samstag 290 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden in dem Land mit 5,4 Millionen Einwohnern bislang mehr als 6500 Ansteckungen nachgewiesen.
  • In Litauen stieg die Zahl der Corona-Infektionen am Samstag um 99 auf mehr als 3600 Fälle. Tschechien hatte am Freitag einen Rekord von 3130 Neuinfektionen gemeldet. Am Samstag waren es gut 2100 neue Fälle. Für all diese Länder sind das neue Rekordstände an Neuinfektionen.
  • Die Polizei erwartet morgen rund 10.000 Teilnehmer einer Corona-Demonstration. Veranstaltet wird der Protest gegen die Corona-Politik von einem regionalen Ableger der Initiative Querdenken. Die Organisatoren hoffen sogar auf 50.000 Demonstranten.
  • Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. Lesen Sie hier: Gerät Corona außer in Deutschland erneut außer Kontrolle?
  • Trotz der Corona-Pandemie treffen sich heute beim FDP-Parteitag mehr als 600 Delegierte – auch wegen einer Veränderung an der Parteispitze. Lesen Sie hier, welche Bedeutung das Treffen für die Partei hat: Parteitag in der Pandemie wird für Lindner Corona-Stresstest
  • Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre umstrittene Empfehlung zurückgenommen, Coronavirus-Tests bei Personen ohne Symptome zurückzufahren. In einer Aktualisierung der CDC-Richtlinien vom Freitag heißt es nun wieder, dass auch sie getestet werden sollen, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Verteilung von Corona-Impfstoffen in Deutschland bis Ende Oktober regeln: Dazu sollen Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, wie unsere Redaktion aus Regierungskreisen erfuhr.

Freitag, 18. September: Trump kündigt Impfstoff für alle Amerikaner im April an

  • US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne.
  • In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.
  • In Madrid werden erneut drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus verhängt. Wie die Regierungschefin der spanischen Hauptstadtregion, Isabel Díaz Ayuso, am Freitag ankündigte, dürfen die Bewohner einer Reihe von Vierteln diese nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, zum Arzt oder wenn sie Kinder zur Schule bringen. Etwa 850.000 Madrilenen sind betroffen – rund 13 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner der Stadt.
  • Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Der Krise solle nicht hinterhergespart werden.
  • Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 50,7. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bayernweit ermittelt. Für Donnerstag (Stand 23.59 Uhr) meldete die bayrische Landeshauptstadt 141 neue Corona-Fälle.
  • Hessen hebt die coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.
  • Der Landkreis Cloppenburg hat den 7-Tages-Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten. Am Freitag wurden 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Innerhalb eines Tages hat Tschechien mehr Corona-Neuinfektionen verzeichnet als das viel größere Deutschland. Am Donnerstag wurde mit 3130 neuen Fällen erstmals die 3000er-Marke überschritten, wie am Freitag aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging.
  • Die Corona-Krise bleibt eins der Top-Themen im Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Nachdem erneut eine Ex-Regierungsmitarbeiterin den Präsidenten Donald Trump beschuldigte, die Pandemie wider besseren Wissens kleingeredet zu haben, hat Präsidentschaftskandidat Joe Biden mit deutlichen Worten reagiert. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wegen Corona-Lügen: Biden ruft Trump zum Rücktritt auf
  • Die Punkband Die Ärzte verschiebt coronabedingt ihre ausverkaufte Tour um ein Jahr. Sie soll Ende 2021 nachgeholt werden. „Leider können aufgrund behördlicher Auflagen im Zusammenhang mit Covid-19 die Konzerte der „In The Ä Tonight Tour“ in 2020 nicht stattfinden“, teilte die Berliner Band am Freitag unter Hinweis auf den Veranstalter mit. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Die Ärzte: „In The Ä Tonight“-Tour auf 2021 verschoben
  • Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. „Sie helfen mir. Alles wird gut“, schrieb die 48-jährige Sopranistin im Online-Dienst Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Ich werde mich bald erholen“, hieß es weiter. Ihr Manager sagte der „New York Times“, es gehe ihr bereits besser.
  • Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat für mindestens drei Wochen erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Während des erneuten Lockdowns sollen nun Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind aber weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.
  • Lesen Sie dazu: Diese Länder sind Corona-Risikogebiete

Donnerstag, 17. September: Wehrbeauftragte Högl in Corona-Quarantäne

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen in Lyon und Nizza. In Europa – wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt – wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.
  • In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.
  • Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem sie bei einem Truppenbesuch Kontakt zu einer infizierten Soldatin gehabt habe, bestätigte ihr Büro der Nachrichtenagentur dpa. Ein Testergebnis liegt noch nicht vor.
  • Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat die österreichische Regierung die Sozialkontakte nochmals drastisch eingeschränkt. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind ab kommenden Montag nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mitteilte. In Restaurants müssen auch Gäste künftig eine Schutzmaske tragen. Lediglich wenn sie an ihrem Tisch sitzen, dürfen sie diese abnehmen. Auch auf Märkten und Messen soll ab Montag eine allgemeine Maskenpflicht gelten – auch, wenn diese im Freien stattfinden.
  • Das Tragen einer Brille kann womöglich das Risiko senken, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Diese Schlussfolgerung legt eine Beobachtungsstudie aus China nahe, die jetzt im Fachjournal „Jama Ophthalmology“ veröffentlicht worden ist. Mehr dazu: Warum Brillen das Infektionsrisiko für Corona senken könnten
  • Der finanzielle Unterschied zum Altersruhegeld zwischen Rentnern und Pensionären ist groß. Die Corona-Krise könnte die Kluft noch weiter vertiefen. Lesen Sie hier: Vielen Rentnern droht wegen Corona eine Nullrunde
  • Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. „Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt“, teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.
  • So ein Spielstand kommt selten vor: Aus Angst vor einer Corona-Infektion haben Fußballer der 3. Kreisklasse im niedersächsischen Uelzen absichtlich ein Spiel verloren – und zwar haushoch: 0:37 hieß es am Ende. mehr zum Spiel lesen Sie

Mittwoch, 16. September: RKI weist Wien als Risikogebiet aus

  • Die Bundesregierung hat auch Budapest am Mittwochabend zu Corona-Risikogebieten erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Wien auf die Liste der Corona-Risikogebiete gesetzt. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. I
  • Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss in – Quarantäne? Oder Isolierung? Wer ordnet das eigentlich an und wie lange dauert das? Eine Übersicht über die Begrifflichkeiten und die Quarantäne-Regeln, finden Sie hier: Wie lange dauert die Corona-Quarantäne?
  • Stammt das Coronavirus womöglich doch nicht von einem Tiermarkt im chinesischen Wuhan – sondern aus einem Militärlabor? Das glaubt die chinesische Virologin Li-Meng Yan und hat in einer Arbeit angebliche Beweise vorgelegt. Ob diese belastbar sind, lesen sie hier.
  • In der österreichischen Hauptstadt Wien steigen die Corona-Zahlen weiter an, die deutsche Bundesregierung ist laut Medienberichten alarmiert. Wie „Der Standard“ schreibt, erwäge Deutschland Wien zum Risikogebiet zu erklären und eine Reisewarnung für die Stadt auszusprechen.
  • Statt einem Mundschutz hat sich in Manchester ein Mann im Bus eine Schlange ums Gesicht gewickelt – eine lebendige. Mehr über die kuriose Geschichte lesen Sie hier.
  • US-Schauspieler Neil Patrick Harris (47), sein Ehemann David Burtka (45) und die gemeinsamen 9-jährigen Zwillinge Gideon und Harper kämpfen Ende März mit einer Coronavirus-Infektion. Lesen Sie hier: „How I Met Your Mother“: Das machen die Schauspieler heute
  • Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden.
  • Darauf machen Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie aufmerksam. Welche Impfungen jetzt schützen sollen und warum sich die Corona-Übertragungen ab Oktober mehr als verdoppeln könnten, lesen Sie hier.
  • Indien hat mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu.
  • Babyboom, gestiegene Nachfrage nach Schwangerschaftstests, Rückgang der Frühgeburten im Frühjahr: Verliefen Schwangerschaften während der Corona-Pandemie unproblematischer? Lässt sich sagen, welche Auswirkungen der Lockdown auf Geburten und Schwangerschaften in Deutschland hat?
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut rechnet damit, dass es in Deutschland in Zukunft mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Coronavirus geben wird.

Dienstag, 15. September: Drosten weißt Kritik an Corona-Maßnahmen zurück.

Montag, 14. September: Vereinigte Arabische Emirate geben grünes Licht für Notfall-Impfstoff

Sonntag, 13. September: Israels Regierung beschließt landesweiten Lockdown

  • Die Corona-Lage in Deutschland hat sich zuletzt stabilisiert – Virologe Streeck plädiert dafür, nicht nur auf die Ansteckungszahlen zu achten. Lesen Sie dazu: Pandemie – Virologe Streeck fordert einen Strategiewechsel
  • Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen.
  • Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ gefordert, in der Corona-Debatte nicht nur auf die Infektionszahlen zu schauen, sondern auch die nicht stark wachsenden Todeszahlen in den Blick zu nehmen.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) greift diese Forderung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf. Er teile nicht die Annahme, dass es bei leichten Fällen bleiben wird. „SarsCov-2 ist nicht harmloser geworden, dafür gibt es eine Evidenz.“
  • Die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca wurde pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag.
  • Bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München sind mehrere Menschen festgenommen worden.
  • Die meisten am Frankfurter Flughafen positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrer sind aus dem Kosovo eingereist.
  • Trotz der Pannen bei den Corona-Tests in Bayern halten die meisten Bürger den CSU-Vorsitzenden Markus Söder für die beste Option für das Kanzleramt. 31 Prozent trauen Söder den Posten zu, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab.

Samstag, 12. September: Corona-Demos in München und Hannover

Freitag, 11. September: Garmisch-Partenkirchen verschärft die Corona-Maßnahmen

  • Über 80 Mitglieder einer kurdischen Jugendbewegung haben in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg erst eine Zugbegleiterin heftig angepöbelt und danach die hinzugerufene Bundespolizei attackiert. Die Aktivisten waren am Donnerstag ohne Mund-Nasenschutz und gültige Fahrscheine unterwegs.
  • Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder.
  • Durch die Corona-Krise hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weiter verschlechtert.
  • Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat vor einer weiteren Isolation der Menschen in Alten- und Pflegeheimen gewarnt.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, dass der Bundestag bei der Corona-Bekämpfung wieder die volle Entscheidungshoheit zurückerhält. Knapp 58 Prozent der Befragten vertraten in einer repräsentativen Erhebung die Auffassung, dass die im März zugebilligten Sonderrechte der Bundesregierung im Kampf gegen die Pandemie enden sollen.
  • Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App in einem Blogeintrag hingewiesen.
  • US-Präsident Donald Trump hat dementiert, die Amerikaner über die Gefahr durch das Coronavirus belogen zu haben. „Ich habe nicht gelogen“, sagte Trump im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage eines Reporters. In Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward hatte Trump gesagt, er habe die Gefahr durch das Virus heruntergespielt.
  • Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro erhalten.

Donnerstag, 10. September: Trump gibt in Interview Lügen über Corona zu

  • Die Ärzte in Madrid wollen wegen der durch die Corona-Pandemie verursachten Überlastung streiken. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben mehr als 8500 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden bestätigt. Das ist gut viermal so viel wie in Deutschland. Die französische Regierung will deshalb am Freitag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten.
  • Das Robert Koch Institut (RKI) hat für Würzburg einen Wert von 52,4 bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Doch die Stadt wollte die Zahl gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR) nicht bestätigen. Zudem wies eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Würzburg auf eine bayernweite Panne bei der Übertragung der Daten an das RKI hin.
  • Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen und mit weniger Teilnehmern auf der Theresienwiese stattfinden.
  • Schon früh soll der US-Präsident Donald Trump über die Gefährlichkeit des Coronavirus gewusst haben. Dennoch soll er die Öffentlichkeit bewusst angelogen haben. Lesen Sie hier: Trump soll Corona-Gefahr ganz bewusst heruntergespielt haben
  • In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März.

Wir starten unseren neuen Corona-News-Ticker. Alle vorherigen Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in diesem Newsblog.

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