Corona an Schulen im Kreis Göttingen: Gesundheitsamt ermittelt

Duderstadt/Göttingen.  An zwei Schulen in Duderstadt und Göttingen herrscht Corona-Alarm. Zahlreiche Menschen müssen in Quarantäne.

Foto: Felix Kästle / dpa

Corona-Alarm an Schulen in Duderstadt und Göttingen: Sowohl an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen (IGS Geismar) als auch an der Duderstädter Berufsschule gibt es Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion. Nun gibt es weitere Informationen.

Lage an der BBS Duderstadt

An der BBS in Duderstadt ist eine Person positiv getestet worden. „Elf Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte“ hätten daraufhin in häusliche Quarantäne gemusst, teilt Ulrich Lottmann, Sprecher des Landkreises Göttingen mit. Sie nähmen nicht am Präsenzunterricht teil. „Der Schulbetrieb ist davon nicht betroffen.“ Reihentests wird es an den BBS in Duderstadt laut Lottmann nicht geben. „Der Kreis der Betroffenen lässt sich klar eingrenzen. An Berufsbildenden Schulen gibt es oft kleine Lerngruppen mit einem spezifischen Lehrplan. Das ist mit den Bedingungen einer allgemeinbildenden Schule nicht zu vergleichen. Der Kontakt zu anderen Schülern ist eingeschränkt, die Zahl der betreuenden Lehrkräfte gering. Die sogenannte Kohortenbildung kann hier strikt und stringent umgesetzt werden.“

Die Situation an der IGS Geismar

Dominik Kimyon, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung, berichtet: „An der IGS Geismar gibt es einen Positivfall, betroffen ist die Oberstufe. Nach aktuellem Stand zählen rund 50 Kinder und drei Lehrer zu den engen Kontaktpersonen.“ Die Ermittlungen des Gesundheitsamts liefen hier weiter, zeitnah sollen die betroffenen Personen getestet werden. Dafür, so Kimyon, werde derzeit alles organisiert. „Ob es Reihentests gibt, hängt also davon ab, mit wie vielen Personen ein enger Kontakt bestand und ob sich infolgedessen aufgrund der Erkenntnisse des Gesundheitsamts eine Vielzahl von Personen testen lassen muss.“

Zunächst hüllte man sich in Schweigen: Corona-Fall an BBS in Duderstadt – Offizielle schweigen

Das Vorgehen bei einer Corona-Infektion

Was passiert bei einer Corona-Infektion? Kimyon beschreibt das Vorgehen des Gesundheitsamtes für die Stadt und den Landkreis Göttingen in den beiden Fällen als „routiniert und unaufgeregt“. Das Verfahren sei eingespielt und habe sich bewährt: Zunächst werde, nachdem positiv getestete Personen identifiziert wurden, die Isolierungsdauer festgelegt und die Kontaktpersonen würden erfragt. Im Gespräch mit den Kontaktpersonen werde dann ermittelt, in welcher Kontaktintensität diese mit infizierten Personen standen. Stelle sich heraus, dass die Intensität geeignet war, selbst infiziert zu werden (Kontaktperson ersten Grades), erhielten diese Personen eine Quarantäneverfügung. „Dies dient dem Ziel, die Infektionsketten zu durchbrechen und dadurch weitere Menschen vor einer Infektion zu schützen. Eine Infizierung mit SARS-CoV-2 ist meldepflichtig“, so Kimyon. Das Gesundheitsamt müsse dann zum Beispiel vom Hausarzt informiert werden.

Coronafall an Schule in Bad Harzburg

Auch der Landkreis Goslar meldet einen Coronafall an einer Oberschule in Bad Harzburg. Hier befinden sich 14 Schüler, drei Lehrer und ein Hausmeister in Quarantäne.

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