Sachsen-Anhalt öffnet Grenzen – Brocken Ende Mai wieder „frei“

Harz.  Sachsen-Anhalt will die Corona-Beschränkungen zum 28. Mai weiter lockern. Dann wäre auch der Brocken wieder für Gäste geöffnet.

Der Brocken ist sowohl im Winter als auch im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel.

Der Brocken ist sowohl im Winter als auch im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel.

Foto: Thomas Meder / HK

Sachsen-Anhalt will die Corona-Beschränkungen weiter lockern. Dazu erlässt das Kabinett in Magdeburg am Dienstag die „sechste Eindämmungsverordnung“, mit ihr fällt auch das umstrittene Reiseverbot. Niedersachsen und Thüringer, aber auch andere Ausflügler, dürfen dann wieder nach Sachsen-Anhalt. Seit einigen Wochen ist es Westharzern zum Beispiel untersagt, auf den Brocken zu wandern.

Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (CDU) hatte als Harzklubpräsident gefordert, den Brocken auch für Besucher aus Niedersachsen wieder zu öffnen. Am Dienstag hat sich auch die von ihm initiierte „Ein-Harz-Initiative“ zu Wort gemeldet. Geschäftsführer Frank Uhlenhaut appelliert an das Land Sachsen-Anhalt, „die Sperrung des Brockens schnellstmöglich rückgängig zu machen“. Ausflüge nach Sachsen-Anhalt zu verbieten, sei „alles andere als echt schön“, teilt Uhlenhaut mit. Mit seiner Formulierung spielt Uhlenhaut auf eine Werbung der Landestourismusgesellschaft Sachsen-Anhalt an. Darin werde unter anderem mit den Worten „Echt grün und endlich wieder voller Möglichkeiten“ trotz der Verfügung für Reisen nach Sachsen Anhalt geworben. Uhlenhaut sagt, die Erfahrung zeige, dass die Menschen sich umsichtig an Hygieneregeln halten würden. Er rechne nicht damit, dass es auf dem Brocken zu „großen Menschenansammlungen“ komme. 30 Jahre nach dem Mauerfall dürfe es „keine Grenzen im Wald geben“.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne aus Northeim hat den Bußgeldkatalog Sachsen-Anhalts für Ausflügler kritisiert und gefordert, die Vorschriften aufzuheben. Kühne sagte: „Es gibt Regeln, die für unsere Bürger nicht nachvollziehbar sind.“ Er kritisierte, dass die vor 30 Jahren gefallene Grenze wiederaufgebaut werde.

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