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Rewe trennt sich 2024 von Payback: Was Kunden wissen müssen

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Diese Kürzel im Supermarkt machen den Einkauf günstiger

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Berlin  Payback droht ein hoher Umsatzverlust. Rewe will die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beenden. Was für Kunden dann wichtig wird.

Rewe beendet zum Jahresende 2024 die Kooperation mit dem Kundenbindungsprogramm Payback. "Payback und die Rewe Group haben ihre Partnerschaft vertraglich für weitere zwei Jahre verlängert und freuen sich auf eine aktive Zusammenarbeit", bestätigt Rewe der "Lebensmittelzeitung". Danach sollen sich die Wege der Unternehmen jedoch trennen.

Nach Informationen des Branchenblattes will Rewe ab dem 1. Januar 2025 ein eigenes Loyalityprogramm auf den Weg bringen. Rewe plane das eigene Programm nur für Deutschland und hier für die Vertriebslinien Penny und Rewe, heißt es aus Konzernkreisen weiter. Zum Rewe-Konzern gehören international auch Marken wie Billa Adeg und Iki.

Rewe: Das bedeutet das Ende der Kooperation für Payback

Rewe kooperiert im Supermarktgeschäft seit 2014 mit dem weitverbreiteten Punkte-Sammelsystem, der zur Rewe-Gruppe gehörende Discounter Penny trat ihm im Jahr 2018 bei.

Für Payback sei die Handelsgruppe mit ihren Millionen Kunden einer der wichtigsten Partner, betont die "Lebensmittelzeitung". Allein Rewe und Penny hätten 17 Millionen der rund 31 Millionen Payback-Karten in Deutschland ausgegeben. Pro Jahr überweise Rewe mindestens 150 Millionen Euro an Payback. Geld, das ab 2015 fehlen wird.

Rewe bekommt besseren Zugriff auf die Kundendaten

Für Kunden hat der Wechsel Rewes auf ein eigenes Kundenbindungssystem erhebliche Auswirkungen. Der Handelskonzern hätte damit einen direkten Zugriff auf Kundendaten und mehr Möglichkeiten seine Angebote auf Kunden individuell zuzuschneiden. Für Rewe ergibt sich zudem der Vorteil, dass der Konzern die Auswertung der Daten zukünftig komplett selbst kontrollieren kann.

Payback wiederum dürfte durch den Wegfall des langjährigen Partners Probleme bekommen. Die Auswahl neuer Partner im Lebensmittelbereich ist limitiert. Die Edeka-Gruppe kooperiert bereits mit der Deutschland-Card. Lidl und Kaufland haben eigene Programme aufgebaut. Aldi verzichtet bisher komplett auf Loyalitätsprogramme. (tok/dpa)

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