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Blackout & Co.: So viel Bargeld sollten Sie Zuhause haben

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Berlin  Viele verzichten im Alltag auf Bargeld. Doch im Falle eines Blackouts funktionieren Karten nicht. So viel brauchen Sie für Notfälle.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie verzichten viele Menschen auf Bargeld und bezahlen so oft wie möglich mit ihrer Girokarte. Selbst die Kartenzahlung ersetzen manche mittlerweile mit kontaktlosen Bezahlsystemen wie Apple Pay. Doch was passiert, wenn der Strom ausfällt? Bankautomaten und EC-Geräte funktionieren dann nicht mehr und sowohl die Karte als auch das digitale Portemonnaie sind zumindest zeitweise nutzlos.

Nicht nur für solche Momente sollten Sie stets etwas Bargeld zuhause haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) empfiehlt, für den Notfall immer eine "ausreichende Menge Bargeld" zu Hause zu haben. Wie viel genau, hänge davon ab, wie groß die zu versorgende Personengruppe ist. Die Frage ist nur: Wie viel ist „ausreichend“?

BKK empfiehlt Bargeldreserven für den Notfall

Prinzipiell gibt es keine Obergrenze. Jeder kann selbst entscheiden, wie viel Bargeld zu Hause gelagert werden soll. Das BKK gibt keine exakte Summe vor, da sich das auch nach der Haushaltsgröße richtet. Ein alleinlebende Person verbraucht weniger als eine vierköpfige Familie.

Der Oberösterreichische Zivilschutz wird schon genauer: Er empfiehlt, 500 Euro pro Haushalt in kleinen Scheinen aufzubewahren. Das sollte ausreichen, um für einige Zeit analog über die Runden zu kommen.

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Bargeld im Haushalt richtig verstecken

500 Euro ist eine Menge Bargeld, das nicht einfach auf dem Tisch liegen sollte. Ebenso von klassischen Verstecken wie unter der Matratze, in Schubladen, Schränken, Regalen oder Hohlräumen von Dekorationen sollten Sie absehen. Im Falle eines Einbruchs werden Möbel und Gegenstände meist wahllos auf den Boden geworfen und das Bargeld würde den Dieben direkt vor die Füße fallen.

Ebenso können Brände oder Wasserschäden Ihren Bargeldvorrat vernichten. Als sicherer Aufbewahrungsort gilt der Tresor. Doch nicht jeder hat einen solchen im Haus. Wer nach einer günstigen Alternative sucht, kann auf einen Steckdosen-Tresor zurückgreifen. Dabei steckt hinter einer falschen Steckdose ein Mini-Tresor.

Alternativ raten Expertinnen und Experten dazu, Bargeld in Bilderrahmen mit doppelten Wänden oder in Lüftungsschächten zu verstecken. Auch ein gebohrtes Loch in einer Holztür kann als Versteck für zusammengerollte Scheine dienen. Am sichersten ist Ihr Bargeld in einem Bank-Schließfach. Allerdings sind diese in Notfall-Situationen nicht immer zugänglich.

Bargeld-Zahlungen gehen zurück

Münzen und Scheine werden immer weniger benutzt., stattdessen zahlen die Menschen lieber mit der Karte. Zu diesem Ergebnis kam das "EHI Retail Institute" in einer Studie aus dem Mai 2022. "Das kontaktlose Bezahlen mit Karte und zunehmend auch per Smartphone hat sich derweil zum Standard entwickelt", heißt es in den Ergebnissen.

Die Corona-Pandemie spiele bei dem veränderten Bezahlverhalten eine entscheidende Rolle. Zwischenzeitig war eine Barzahlung an manchen Orten gar nicht möglich. 2021 zahlten 58,8 Prozent der Verbraucherinnen Verbraucher mit Karte und 38,5 Prozent in Bar. (fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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