Corona – Kliniken in Salzgitter stocken auf

Salzgitter.  Zwei Stationen wurden freigeräumt. Bislang gibt es aber noch kaum behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten.

Seit Wochen bereiten sich Krisenstäbe in den beiden Salzgitteraner Krankenhäusern vor.

Seit Wochen bereiten sich Krisenstäbe in den beiden Salzgitteraner Krankenhäusern vor.

Foto: Jürgen Stricker

Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wächst auch in Salzgitter täglich. Noch – mit Stand Mittwochnachmittag – gibt es jedoch nur einen Covid-Patienten in den beiden Krankenhäusern der Stadt. Doch das kann sich täglich ändern. Im Klinikum und in
St. Elisabeth versucht man derweil, sich bestmöglich vorzubereiten. Täglich wird die Situation bewertet.

Planbare Operationen abgesagt

Im Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter-Bad wurden alle planbaren Operationen abgesagt. Dazu hat man man den Intensivbereich „um zusätzliche vier Beatmungsplätze erweitert“, berichtet Geschäftsführer Lutz Blume. Betriebsbereit sollten sie am Mittwochnachmittag sein. Dann stünden zehn Beatmungsplätze zur Verfügung. Zudem „halten wir eine Station mit 40 Betten für Corona-Patienten vor“. Bis Mittwochmittag hielt sich noch kein akuter Covid-19-Fall in der Klinik auf, es gebe bislang nur Verdachtsfälle. Derzeit befinde man sich noch doch in Wartehaltung, sagt Blume.

Im Helios-Klinikum Lebenstedt liegt nach Auskunft von Geschäftsführerin Alice Börgel ein Covid-Patient auf der Überwachungsstation. Auch das Klinikum hält eine Station für Corona-Patienten frei, berichtet Chefarzt Dr. Sebastian Casu, zuständig für Intensiv- und Notfallmedizin sowie die Notaufnahme. Aktuell umfasst die Station 18 Betten. Diese Kapazität könne stufenweise aufgestockt werden.

Arbeit noch im Regelbetrieb möglich

„Für den Bedarfsfall wurde auch eine stufenweise ansteigende Bereitstellung unserer Intensivkapazitäten mit Beatmungsmöglichkeit vorbereitet. Die Nutzung dieser Kapazitäten ist derzeit nicht notwendig, sodass wir im Regelbetrieb arbeiten können.“

Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Klinikums-Geschäftsführerin Börgel erläutert: „Es werden nur noch medizinisch umgehend notwendige Behandlungen, Operationen und Prozeduren durchgeführt.“ Zudem würden ärztliche und pflegerische Mitarbeitende, die im Regulärbetrieb in anderen Abteilungen arbeiten, aber die notwendige Expertise mitbringen, auf der Intensivstation eingearbeitet. „Auch Mitarbeitende, die eine pflegerische Ausbildung haben und im Regulärbetrieb in der Verwaltung arbeiten, werden wieder in die medizinischen Versorgung integriert.“

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