Datenmissbrauch bei Amazon – Mitarbeiter gekündigt

Berlin.  Beim Onlinehändler Amazon haben Mitarbeiter Kundendaten an Dritte weitergegeben. Es ist nicht die erste Datenpanne des US-Konzerns.

Amazon hat betroffene Kunden per E-Mail vom Datenmissbrauch informiert. Über das Ausmaß ist wenig bekannt. (Symbolfoto)

Amazon hat betroffene Kunden per E-Mail vom Datenmissbrauch informiert. Über das Ausmaß ist wenig bekannt. (Symbolfoto)

Foto: stockcam / Getty Images

Datenpanne bei Amazon: Bei dem Internethändler wurden Mitarbeiter gekündigt, nachdem sie Kundendaten an Dritte weitergegeben hatten. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“ und beruft sich dabei auf Informationen des Tech-Onlinenachrichten-Portals „TechCrunch“.

Den Berichten zufolge sind E-Mail-Adressen und Telefonnummern herausgegeben worden. Ein Strafverfahren sei eingeleitet worden.

Datenmissbrauch bei Amazon: Unternehmen informiert Kunden per E-Mail

Das US-Fachportal „TechCrunch“ hatte eine E-Mail veröffentlicht, das ein Amazon-Kunde erhalten haben soll. Darin weist Amazon einen Kunden auf den Datenmissbrauch hin. Bis auf Mail-Adresse und Telefonnummer seien keine weiteren Daten betroffen, der Kunde brauche keine weiteren Schritte unternehmen. Sollte er unerwünschte E-Mails erhalten, könne er sich an den Amazon-Kundendienst wenden, heißt es in der E-Mail.

Über den Zeitpunkt und das Ausmaß des Datenmissbrauchs sowie darüber, an wen die Daten weitergegeben wurden, ist bislang nichts Genaues bekannt. Amazon ließ eine Anfrage der „Lebensmittelzeitung“ zu diesem Vorfall zunächst unbeantwortet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kundendaten wie E-Mail-Adressen unerlaubt weitergegeben wurden. Schon Ende November 2018 war es zu einem ähnlichen Fall bei Amazon gekommen. Das Unternehmen hatte die Datenpanne mit einem technischen Fehler entschuldigt, wie „TechCrunch“ seinerzeit berichtete. Auch damals hielt sich Amazon zum Ausmaß des Datenlecks bedeckt.

Datenlecks – Mehr zum Thema:

Auch andere US-Unternehmen machten bereits durch Datenlecks von sich reden. Im Spätsommer vergangenen Jahres waren bei Facebook 420 Millionen Telefonnummern einsehbar. Datenklau auch bei Instagram: Eine Marketingfirma soll Daten von Usern gehortet haben. Um Sicherheitslücken zu schließen, zahlt Apple findigen Hackern sogar eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar. (jkali)

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