Bringdienst Deliveroo gibt Deutschland-Geschäft auf

Berlin.  Der Markt für Essenslieferdienste in Deutschland ist hart. Jetzt zieht sich Deliveroo zurück – und überlässt das Feld der Konkurrenz.

Fahrradkurier von Deliveroo in München.

Fahrradkurier von Deliveroo in München.

Foto: Ralph Peters / imago images / Ralph Peters

Der britische Essenslieferant Deliveroo gibt sein Deutschland-Geschäft auf – wenige Monate nach dem Zusammenschluss seiner größten Rivalen Lieferando und Lieferheld. Deliveroo wolle nun verstärkt andere Märkte in den Blick nehmen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Dabei gehe es um andere europäische Länder sowie die Asien-Pazifik-Region. Das Geschäft in Deutschland werde mit Ablauf des 16. August eingestellt. Fahrer, Restaurants und Mitarbeiter würden „angemessene“ Vergütungs- und Kulanzpakete erhalten, hieß es ohne nähere Details.

Bis zum 16. August werde der Dienst wie gewohnt weiterlaufen hieß es in einer E-Mail, die bisherige Kunden am Montagvormittag erhielten.

Deliveroo ist weltweit in 400 Städten aktiv

Im deutschen Markt der Essenlieferdienste ist der Konkurrent Takeaway.com aus den Niederlanden besonders stark. Takeaway fügte im Frühjahr zu seiner Marke Lieferando das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero hinzu . Nach der Übernahme gehören zu der Gruppe neben Lieferheld auch Pizza.de und Foodora.

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Deliveroo mit Hauptsitz in London wurde 2013 gegründet und ist nach dem Ausstieg in Deutschland noch in 13 Ländern aktiv. Weltweit arbeiten etwa 2500 Menschen für das Unternehmen, das in mehr als 400 Städten aktiv ist. Im Mai ist Handelsriese Amazon bei Deliveroo eingestiegen . (küp/ dpa)

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