Plastikverbot

Coca-Cola plant Änderung: Kunden müssen sich jetzt umstellen

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Berlin.  Coca-Cola und andere Getränkehersteller müssen komplett auf "Tethered Caps" umstellen. Spätestens 2024 werden die Deckel zur Pflicht.

Ab 2024 werden alle Plastikflaschen von Coca-Cola und anderen Getränkeherstellern nur noch mit festem Plastikdeckel produziert. Für Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst eine Umstellung, doch der Beschluss der EU steht fest. Damit knüpfen sie an das bereits seit 2021 bestehende Verbot von Plastiktellern, -besteck und Co. an.

Coca Cola ändert Flaschendeckel: Nur noch "Tethered Caps"

Bislang war es so, dass die Deckel der Plastikflaschen abgeschraubt werden konnten. Doch ein Großteil der Deckel landet danach nicht wieder auf der Flasche, sondern geht verloren und findet sich am Strand wieder, wo sie nicht nur die Umwelt verschmutzen, sondern auch anderen Lebewesen schaden, die die Deckel beispielsweise mit Nahrung verwechseln oder sich daran verletzten.

Laut der Verbraucherzentrale wurden bei Untersuchungen an der Nordsee auf 100 Metern Strand mehr als 40 Plastikdeckel gefunden. Da reicht es nicht, wenn die Flasche fachgerecht entsorgt und recycelt wird. Auch die Flaschendeckel müssen berücksichtigt werden.

Mit den sogenannten "Tethered Caps" soll die Plastikverschwendung und Umweltverschmutzung reduziert werden. Die Deckel sind fest auf der Flasche angebracht und können nicht verloren gehen.

Coca Cola verwendet bereits "Tethered Caps"

Der US-Getränkehersteller setzt bereits seit 2021 auf die umweltfreundlicheren Getränkedeckel. Die "Lass mich dran"-Deckel werden laut dem Konzern bereits in elf von 14 regionalen Standorten produziert. Verbraucherinnen und Verbraucher von Cola, Fanta, Sprite und Co. benutzen somit schon seit einiger Zeit die "Tethered Caps".

"Tethered Caps" in Deutschland : Wann werden sie hier Pflicht?

In Deutschland ist die Umsetzung des Plastikdeckel-Verbots spätestens ab dem 3. Juli 2024 verpflichtend. Das Verbot umfasst alle "Einweg-Getränkeverpackungen, die ganz oder teilweise aus Kunststoff hergestellt werden – etwa Saftkartons oder Einweg-PET-Getränkeflaschen – mit einem Volumen von bis zu drei Litern", erklärt die Verbraucherzentrale.

Das bedeutet, dass auch Wasser, Limonaden, Milch und Co. nur noch mit "Tethered Cap" gekauft werden können.

Kundinnen und Kunden müssen sich umstellen

Für einige Verbraucher und Verbraucherinnen kommt die Deckel-Änderung unerwartet. Deshalb versehen die Getränkehersteller ihre Produkte mit entsprechenden Hinweisen. So druckt Coca Cola beispielsweise den Hinweis "Lass mich dran – fürs Recycling" auf die Plastikflaschen.

Ob die neuen Deckel gut bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen, bleibt abzuwarten. In den sozialen Medien werden bereits jetzt Stimmen laut, dass die "Tethered Caps" das Trinkgefühl beeinträchtigen würden. Doch spätestens 2024 müssen sich alle mit dem neuen Verschlusssystem von Coca Cola und Co. angefreundet haben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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