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Corona: RKI registriert am Donnerstag 132.494 Neuinfektionen

| Lesedauer: 24 Minuten
Das ändert sich ab Oktober

Das ändert sich ab Oktober

Diese vier Dinge ändern sich ab Oktober 2022.

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Das RKI meldet am Donnerstag erneut stark steigende Corona-Werte. Biontech bekam zudem royalen Besuch. Mehr dazu lesen Sie im Blog.

  • Das RKI meldet am Donnerstag stark steigende Corona-Zahlen
  • Das belgische Königspaar besucht die Biontech-Zentrale in Mainz
  • Herbstwelle: In den Niederlanden steigen die Corona-Zahlen stark an
  • Nach Oktoberfest: Die Corona-Bettenbelegung in München steigt stark
  • Mädchen sind laut einer Studie besonders von der Pandemie betroffen
  • Unser Blog schließt hier. Aktuelle News zum Coronavirus lesen Sie hier.

Berlin. Die Corona-Zahlen klettern in die Höhe, die befürchtete Herbst-Welle rollt an. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 462,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Mit dem Monatswechsel sind am vergangenen Samstag neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Bundesweit müssen unter anderem FFP2-Masken in Fernbussen und in Zügen der Deutschen Bahn, Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen getragen werden. Beim Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wird außerdem ein negativer Test verlangt. Beschäftigte müssen sich mehrmals pro Woche testen lassen.

Corona-News von Donnerstag, 6. Oktober – Unser Blog schließt hier

23.59 Uhr: Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle News zum Coronavirus lesen Sie hier.

Corona-Erklärung: Heimbewohner müssen besonders geschützt werden

20.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Maskenpflicht in Pflegeheimen verteidigt, die seit Oktober in den Gemeinschaftsräumen gilt. Er erklärte am Donnerstag in Berlin, wenn einer der alten Menschen infiziert sei, sei dies eine sehr gefährliche Situation für die ganze Einrichtung. Solange noch nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner die vierte, an die jüngsten Virusvarianten angepasste Corona-Impfung hätten, seien FFP2-Masken ein guter Schutz.

Lauterbach ging damit auf die Kritik von Heimträgern und Verbänden ein, die die Maskenpflicht in Pflegeheimen und Tagespflegeeinrichtungen als zusätzliche Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner scharf kritisiert hatten. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, sagte, sein Verband stehe, wie die gesamte Pflegebranche, hinter den Maßnahmen. Er räumte aber ein, dass die Umsetzung der Maskenpflicht schwierig sei. Es sei im Alltag der Einrichtungen nicht möglich, die Maskenpflicht immer und überall durchzusetzen. Es komme aber darauf an, dafür zu werben, dass Masken die Menschen schützten.

Fahrgastzahlen im Reisebusverkehr in Corona-Jahren eingebrochen

14.38 Uhr: Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen haben den Reisebusverkehr hart getroffen. Die Zahl der Fahrgäste (ohne Linienverkehr) lag in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 jeweils um mehr als drei Viertel (77 Prozent) unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Unternehmen, die Busreisen abseits der Fernbuslinien durchführten, verringerte sich zwischen 2019 und 2021 um rund 320 auf rund 2650.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gab es für die Reisebusbranche ab dem 17. März 2020 auf Bundes- und Länderebene immer wieder Fahrverbote über unterschiedlich lange Zeiträume. Auch Reiseanlässe wie Klassenfahrten blieben teilweise bis ins Jahr 2021 verboten.

RKI registriert 132.494 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 462,4

6.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 462,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner und Woche bei 414,0 gelegen (Vorwoche: 409,9; Vormonat: 219,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 132.494 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.863) und 97 Todesfälle (Vorwoche: 94) innerhalb eines Tages.

Mittwoch, 5. Oktober – Teilnahme an Landtagswahl auch mit Corona möglich

19.58 Uhr: Wer während der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag mit Corona infiziert ist, kann seine Stimme trotzdem abgeben - darauf weist die Landesregierung hin. Voraussetzung sei eine schriftliche Erklärung, warum der oder die Wahlberechtigte das Wahllokal nicht selbst aufsuchen kann, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Eine Vertrauensperson mit schriftlicher Vollmacht könne dann am Sonntag bis 15.00 Uhr den Wahlschein beim Wahlamt, in der Regel das Rathaus oder Bürgerbüro, abholen. Bis spätestens 18.00 Uhr müssen die ausgefüllten Unterlagen wieder beim Wahlamt abgegeben werden. Wahlberechtigt sind knapp 6,1 Millionen Niedersachsen.

Bericht: Neun von zehn Anträgen auf Anerkennung von Corona-Impfschaden abgelehnt

16.25 Uhr: Die Bundesländer haben einem Medienbericht zufolge bislang neun von zehn Anträge auf Anerkennung eines Corona-Impfschadens abgelehnt. Von bundesweit 4835 gestellten Anträgen wurden 963 abgelehnt und 134 anerkannt, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage des MDR-Magazins "Umschau" bei den zuständigen Versorgungsämtern aller 16 Bundesländer. Die meisten Verfahren sind derzeit noch in Bearbeitung.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden dem Bericht zufolge 14 Prozent aller Anträge gestellt. In Sachsen wurden nach Auskunft des zuständigen Kommunalen Sozialverbandes 310 Anträge gestellt. Davon wurden 120 abgelehnt und 13 anerkannt. Die meisten Verfahren laufen noch.

In Sachsen-Anhalt gibt es nach Angaben des zuständigen Landesverwaltungsamts 160 Anträge. Davon wurden 73 ablehnt und vier bewilligt. 91 sind noch in Bearbeitung. In Thüringen wurden nach Auskunft des Sozialministeriums 21 der 198 gestellten Anträge abgelehnt und elf anerkannt. 166 sind offen. Zu den Ablehnungsgründen machten laut MDR nicht alle Ämter Angaben.

Belgisches Königspaar besucht Biontech-Zentrale in Mainz

12.04 Uhr: Das belgische Königspaar hat zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in Rheinland-Pfalz am Mittwoch das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech besucht. König Philippe (62) und Königin Mathilde (49) wurden von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) begrüßt. "Wir sind sehr stolz, dass Sie hier sind", sagte Dreyer, die es nach der Bund-Länder-Runde am Vorabend in Berlin gerade noch rechtzeitig zurück nach Mainz geschafft hatte. "Das ist unser großer Leuchtturm", sagte sie zu den Gästen aus Belgien mit Verweis auf Biontech.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Biontech-Labore informierte das Unternehmen das Königspaar über seine laufenden Forschungen bei der Suche nach individualisierten Therapien gegen Krebs. Und natürlich durfte auch das Corona-Vakzin nicht unerwähnt bleiben. Das sei in Deutschland als "Biontech-Impfstoff" bekannt, in Belgien hingegen gelte es als Impfstoff des US-Partnerunternehmens Pfizer, sagte Dreyer augenzwinkernd.

Depeche-Mode-Musiker Martin Gore: Die Pandemie hat mich verändert

9.15 Uhr: Unter Menschen zu sein fällt Depeche-Mode-Musiker Martin Gore (61) seit der Corona-Pandemie schwerer. "Ich denke, dass die Pandemie mich definitiv verändert hat, wie viele andere Menschen auch. Man war so daran gewöhnt, zu Hause zu sein und nirgendwo hinzugehen. Es ist ein bisschen wie ein Kampf, wieder in die Welt hinauszugehen, und sich wieder Menschen zu stellen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sänger Dave Gahan und er kündigten dort das neue Depeche-Mode-Album "Memento Mori" und eine Tournee für nächstes Jahr an. Es war der erste öffentliche Auftritt nach dem Tod von Band-Mitgründer Andrew Fletcher. Dieser war im Mai überraschend im Alter von 60 Jahren gestorben.

Nach Fletchers Tod und der Pandemie habe es ihm geholfen, wieder zu arbeiten, sagte Gore. Nach der langen Zeit des Rumsitzens zu Hause hätten er und Dave einfach wieder etwas tun wollen: "Es fühlte sich gut an, tatsächlich wieder etwas zu machen."

Er habe allerdings auch manche Vorteile während der Zeit der Corona-Pandemie genossen, sagte Gore. "Es war erstaunlich, die ganze Zeit zu Hause mit meiner Familie, meiner Frau und meinen zwei kleinen Kindern zu verbringen. Sie haben mir geholfen, da durchzukommen."

RKI registriert 133.532 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 414,0

5.54 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 414,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. In der Vorwoche hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 379,6 (Vormonat: 215,0) gelegen. Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 133.532 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 95.811) und 128 Todesfälle (Vorwoche: 138) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag.

Leopoldina-Präsident sieht großen Forschungsbedarf bei Long Covid

4.30 Uhr: Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, sieht bei Long Covid noch erheblichen Forschungsbedarf. "Long Covid ist ein stark unterschätztes Problem mit bisher nur begrenzten Therapiemöglichkeiten", sagte Haug der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Er selbst kenne betroffene "junge sportliche Menschen, die nicht mal mehr eine Stunde Energie am Tag haben". "Die Ursachen und die unterschiedliche Symptomatik sind noch nicht vollständig verstanden."

Geschätzt mindestens 17 Millionen Menschen in Europa waren einer für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführten Analyse zufolge in den ersten beiden Jahren der Pandemie von Long-Covid-Symptomen betroffen. Die Untersuchung deute darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an Long Covid zu erkranken, bei Frauen doppelt so hoch ist wie bei Männern. Außerdem steige das Long-Covid-Risiko nach einer schweren Corona-Infektion, zu deren Behandlung ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war, drastisch.

Ein nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartiges Institut in Rostock will künftig zu einem besseren Umgang mit Corona-Spätfolgen beitragen. Initiatorin ist die Lungenfachärztin Jördis Frommhold, die deutschlandweit als Expertin für die Long-Covid-Erkrankung gilt und Präsidentin des neuen Ärzteverbandes Long Covid ist.

Corona-News von Dienstag, 4. Oktober – Viele neue Corona-Fälle in den Niederlanden – Herbstwelle beginnt

20.06 Uhr: In den Niederlanden steigen die Corona-Infektionen stark an. Die Herbstwelle habe nun echt begonnen, teilte das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag in Den Haag mit. In den vergangenen sieben Tagen wurden demnach mehr als 19 000 Fälle gemeldet, 55 Prozent mehr als in der Vorwoche und die höchste Zahl von Infektionen seit August. Außerdem nehme die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern deutlich zu, hieß es. Schwerpunkt der neuen Corona-Welle ist den Angaben zufolge Amsterdam.

Die Behörden werden aber vorerst keine Schutzmaßnahmen ergreifen. Menschen wird geraten, sich bei Beschwerden selbst zu testen, bei einem positiven Ergebnis zu Hause zu bleiben und sich erneut impfen zu lassen.

Scholz verweist in Diskussion über EU-Schulden auf Corona-Fonds

16.43 Uhr: In der Debatte über neue EU-Kreditprogramme angesichts der Energiekrise hat Bundeskanzler Olaf Scholz auf den noch nicht ausgeschöpften Wiederaufbaufonds aus der Corona-Krise verwiesen. "Da haben wir ein riesiges Programm von zusammen 750 Milliarden Euro, von dem das allermeiste Geld noch nicht in Anspruch genommen worden ist, aber gerade jetzt besonders wirksam sein kann", sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach einem Gespräch mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte im Kanzleramt. Diese Mittel könnten jetzt helfen.

Nach der Wiesn: Corona-Bettenbelegung in München steigt stark

14.43 Uhr: Nach dem Ende des Oktoberfestes rollt die Corona-Welle in München weiter. Am Dienstag meldete die Stadt insgesamt 478 mit Corona-Patienten belegte Krankenhausbetten auf Normal-, Intensiv- und Übergangsstationen. Das war ein Anstieg um 61 Prozent zum Dienstag vergangener Woche. Im Vergleich zum letzten Tag vor Oktoberfeststart beträgt der Anstieg sogar 137 Prozent.

Auf den Normalstationen steigen die Zahlen bereits seit gut einer Woche deutlich an. Inzwischen ist der Aufwärtstrend allerdings auch auf den Intensivstationen angekommen. Am Dienstag meldete die Stadt 39 belegte Betten, das sind 15 mehr als vor einer Woche.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet ein weiteres Ansteigen der Zahlen. "Wir werden dann mit einer Verzögerung von vielleicht zehn bis vierzehn Tagen auch mehr schwere Verläufe sehen und dann auch eine Belastung auf den Intensivstationen", sagte Lauterbach in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Es ist schade, dass es jetzt so gekommen ist."

Seit vergangener Woche ist in München ein starker Anstieg der Inzidenzen zu beobachten. Ein Zusammenhang mit dem Oktoberfest liegt dabei nahe und wird auch von Experten hergestellt. Bis sich steigende Inzidenzen in den Krankenhäusern niederschlagen vergeht allerdings in der Regel einige Zeit, da zwischen Infektion und einer möglichen Krankenhauseinweisung einige Zeit vergeht.

Virologe: Höhere Corona-Zahlen im Herbst zu erwarten

6.10 Uhr: Der Virologe Helmut Fickenscher rechnet mit wieder mehr Corona-Infektionen in den kommenden Monaten. "Höhere Fallzahlen sind natürlich realistisch zu erwarten, aber höhere Fallzahlen bedeuten nicht auch häufigere schwere oder tödliche Erkrankungen", sagte der Leiter des Instituts für Infektionsmedizin der Universität Kiel der Deutschen Presse-Agentur. "Selbst bei den lokal exorbitanten Fallraten nach der Kieler Woche war dies kein wesentliches Problem."

Laut einer vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Studie unter Leitung Fickenschers verdreifachte sich die Sieben-Tage-Inzidenz nach dem Sommerfest ohne Corona-Beschränkungen Ende Juni zwar vorübergehend in der Region. Im selben Zeitraum sei aber allenfalls ein schwacher Anstieg bei Hospitalisierungen, schweren Erkrankungen oder Todesfällen zu erkennen gewesen.

"Trotz enorm hoher Infektionszahlen in diesem Jahr ist der Anteil schwerer oder tödlicher Erkrankungsverläufe im Vergleich zu den Vorjahren niedrig geblieben", sagte Fickenscher. Im Vergleich zu den Vorjahren sei in der Bevölkerung ein wesentlich besserer Impfschutz erreicht. Zudem habe ein relevanter Teil der Menschen mindestens eine Infektion überstanden und somit eine noch wesentlich bessere Immunisierung. Zusätzlich seien die therapeutischen Möglichkeiten deutlich besser geworden.

Studie: Übergewicht und psychische Probleme bei Kindern in Pandemie

4.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie Folgen vor allem für Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Laut einer Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit leiden sie im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit deutlich häufiger unter Depressionen, Essstörungen, Angststörungen und starkem Übergewicht. Etwa ein Drittel mehr Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren seien 2021 mit einer Essstörung und ein Fünftel mehr mit einer Angststörung behandelt worden.

Das geht nach Angaben der Krankenkasse aus ihrem Kinder- und Jugendreport 2022 für Nordrhein-Westfalen hervor. Dafür wurden ambulante und stationäre Behandlungsdaten von 142.000 Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2021 untersucht und mit der Lage vor der Pandemie im Jahr 2019 verglichen. Demnach gingen 2021 Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Arzneimittelverschreibungen insgesamt zurück.

Laut der Krankenkasse wurde ein deutlicher Anstieg der Fälle von starkem Übergewicht bei Grundschülern und älteren Jungen registriert. Klaus Overdiek, Chef der Landesvertretung der Kasse, sprach insgesamt von einer "dramatischen Entwicklung bei unseren Kindern und Jugendlichen" und warnte vor den Langzeitfolgen.

Corona-News von Montag, 3. Oktober – Ex-Beatle Ringo Starr sagt Konzerte in USA ab – positiver Coronatest

19.12 Uhr: Der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr (82) ist nach der Absage mehrerer Konzerte in den USA positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Ringo hofft, so bald wie möglich wieder loszulegen und erholt sich zu Hause", zitierte die britische Nachrichtenagentur PA aus einer Mitteilung seines Managements vom Montag. Zuvor hatte der Ex-Beatle am Sonntag Auftritte in den Städten New Buffalo im US-Bundesstaat Michigan und Prior Lake in Minnesota wegen einer Erkrankung abgesagt, die seine Stimme beeinträchtigte, wie einer der Veranstalter mitgeteilt hatte. Das Coronavirus war zunächst als Ursache ausgeschlossen worden.

Corona-Pandemie kostet dänischen Staat umgerechnet 16 Milliarden Euro

16.29 Uhr: Die Corona-Pandemie hat den dänischen Staat bislang mehr als 16 Milliarden Euro gekostet. Wie eine am Montag veröffentlichte Analyse der dänischen Statistikbehörde DST zeigte, beliefen sich die direkt mit dem Kampf gegen Covid-19 zusammenhängenden öffentlichen Ausgaben von Pandemiebeginn 2020 bis zum ersten Quartal 2022 in dänischer Währung auf rund 120 Milliarden Kronen. Ausgaben im Gesundheitswesen - darunter Impfungen, Tests und Behandlungen - machten 28 Prozent dieser Summe aus, wirtschaftliche Kompensation 68 Prozent.

Rund 4,6 Millionen Corona-Impfdosen verfallen

12.20 Uhr: Rund 4,6 Millionen Dosen des in Deutschland zentral gelagerten Corona-Impfstoffs sind Ende September abgelaufen. Sie hätten zum 29. September das Verfallsdatum erreicht, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet. Unter den verfallenen Impfstoffen sind rund 3,9 Millionen Dosen von Moderna und rund 0,7 Millionen Dosen des später zugelassenen Vakzins von Novavax.

Die oppositionelle Union kritisierte die Einkaufspolitik des Bundes. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe "bei der Impfstoffbestellung jedes Maß und Ziel verloren", sagte der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger der "Welt am Sonntag". Derzeit seien in den Bundes-Kühlschränken insgesamt 101 Millionen Impfstoffdosen eingelagert.

Impfstoff-mRNA in Muttermilch nachgewiesen – Experten haben keine Sicherheitsbedenken

7.15 Uhr: Mediziner haben kurz nach der Corona-Impfung bei stillenden Müttern Spuren des mRNA-Präparats in Muttermilch nachgewiesen - sowohl die Forscher selbst als auch deutsche Experten raten aber Stillenden weiterhin zu einer Immunisierung. Ein Team um den Neonatologen Nazeeh Hanna vom NYU Langone Hospital in New York hatte in einer kleinen Studie Milchproben von elf Frauen analysiert, die zuvor die mRNA-Präparate entweder von Moderna oder von Biontech/Pfizer erhalten hatten.

Das Team untersuchte mit einem sehr empfindlichen Verfahren insgesamt 131 Milchproben der Frauen, die aus einem Zeitraum von bis zu fünf Tagen nach der Impfung stammten. Spuren der Impfstoffe fanden die Forscher in insgesamt sieben Proben von fünf Teilnehmerinnen. Dabei war keine der positiv auf mRNA-Spuren getesteten Milchproben mehr als 45 Stunden nach der Impfung genommen worden.

Möglicherweise würden Nanopartikel, die die mRNA enthalten, über die Blutbahn oder das Lymphsystem zu den Brustdrüsen gelangen, spekulieren die Forscher. Ob die mRNA noch aktiv war, also theoretisch zur Bildung von Proteinen führen könnte, prüfte die Studie nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) betont auf Anfrage, dass mRNA "nach oraler Aufnahme im Magen degradiert, also zersetzt" werde und nicht die Blutbahn des Neugeborenen erreiche.

Sicherheitsbedenken leiten die Mediziner um Hanna aus dem Nachweis nicht ab. Stillen sei auch nach einer mRNA-Impfung gegen Covid-19 sicher, schreiben sie im Fachblatt "JAMA Pediatrics". Sie raten aber dazu, bei Kindern im Alter bis sechs Monaten in den ersten 48 Stunden nach der Impfung vorsichtig zu sein, bis weitere Studiendaten zur Sicherheit vorlägen. Mögliche Auswirkungen von Impfstoff-mRNA auf Neugeborene sind bislang nicht ausreichend untersucht.

Scholz beendet Corona-Isolation

1.12 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Corona-Infektion überwunden und seine Isolation beendet. Der Kanzler sei freigetestet und nehme ab sofort seine Termine wieder wahr, teilte ein Regierungssprecher am Sonntag in Berlin mit. Er bestätigte damit Informationen der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Scholz war am vergangenen Montag positiv auf Corona getestet worden und hatte sich mit milden Erkältungssymptomen in der Kanzlerwohnung im Bundeskanzleramt in Isolation begeben. Er hatte erklärt, auf ärztlichen Rat hin das Medikament Paxlovid zu nehmen, das helfen könne, die Ausbreitung des Virus im Körper zu unterdrücken.

Corona-News von Sonntag, 2. Oktober – Rund 4,6 Millionen Corona-Impfdosen verfallen

  • Rund 4,6 Millionen Dosen des in Deutschland zentral gelagerten Corona-Impfstoffs sind Ende September abgelaufen. Sie hätten zum 29. September das Verfallsdatum erreicht, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.
  • Schon früh in der Corona-Pandemie sahen Ärztinnen und Ärzte auf den Intensivstationen besonders viele übergewichtige Menschen liegen. Sie waren häufiger von einem schweren Covid-Verlauf betroffen als Normalgewichtige. Nun steht offenbar fest: Die Ursache liegt im Fettgewebe selbst.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Länder aufgefordert, mit dem Erlass einer Maskenpflicht für Innenräume nicht zu lange zu warten.

Buschmann: Ländern können Isolationspflicht ändern – nicht auf RKI warten

1.30 Uhr: Bundesjustizminister Marco Buschmann hat den Ländern empfohlen, sich in der Corona-Pandemie gegebenenfalls über die Isolationsempfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hinwegzusetzen. "Das können die Länder in eigenem Ermessen entscheiden. Vom RKI gibt es lediglich eine Empfehlung", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wenn ein Bundesland der Überzeugung ist, dass es vertretbar ist, Isolationspflichten aufzuheben, kann es das tun. Daher kann ich diesen Landesregierungen nur zurufen: Geht doch voran, ihr habt alle Möglichkeiten!"

Das RKI empfiehlt den Ländern, für Infizierte fünf Tage Isolation anzuordnen. Angeraten wird eine dringende Empfehlung, die Selbstisolation danach erst dann zu beenden, wenn ein (Selbst-)Test negativ ausfällt. Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegewesens sollen zudem 48 Stunden vor der Testabnahme symptomfrei gewesen sein.

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein haben Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einem gemeinsamen Schreiben aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Bundesbehörde RKI seine Empfehlung ändert. Die Menschen sollten in alleiniger Eigenverantwortung bei einer Corona-Erkrankung zuhause bleiben. Lauterbach hatte dies umgehend zurückgewiesen. Angesichts steigender Fallzahlen wolle man "nicht noch Öl ins Feuer gießen" und das Risiko erhöhen, dass es in Betrieben oder bei Zusammenkünften zu Infektionen komme.

Corona-News von Samstag, 1. Oktober: Lauterbach bedauert Drängen auf schärfere Testpflichten für Schulkinder

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt kritisch auf seine frühere Forderung, für Schulkinder schärfere Corona-Testpflichten zu verankern als für andere Menschen.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 497,0 angegeben.
  • In Fernzügen und auch Fernbussen wie etwa Flixbus müssen Fahrgäste seit diesem Samstag FFP2-Masken tragen. In den Fernzügen der Bahn reichte bisher auch eine OP-Maske, eine FFP2-Maske wurde nur empfohlen

Corona-News von Freitag, 30. September – Lauterbach sieht klaren Beginn einer Herbstwelle

  • Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill ist nach Angaben seiner Kirche positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Im Rahmen der Ermittlungen gegen eine sächsische Ärztin hat die Polizei 84 Objekte in mehreren Bundesländern durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass die Frau im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt habe.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt die aktuelle Corona-Infektionslage "ganz klar" als Beginn einer Herbst- und Winter-Welle ein.
  • Chinas Wirtschaft leidet unter Lockdowns und anderen Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie.
  • Seniorenvertreter und Patientenschützer haben die ab 1. Oktober geltenden FFP2-Maskenregeln für Pflegeheimbewohner kritisiert.

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Ältere Corona-News von Donnerstag, 29. September, finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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