Lebensmittel

Aldi, Lidl und Co.: Was den Kunden jetzt an den Kassen droht

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Psychologische Konsum-Fallen beim Einkaufen

Psychologische Konsum-Fallen beim Einkaufen

Im Supermarkt werden wir manipuliert, mehr Produkte in den Einkaufswagen zu legen: Wir decken die Psychologie-Tricks auf.

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Berlin  Für Supermarkt-Kunden wird der Einkauf in Zukunft wohl noch teurer. Offenbar wollen Aldi, Lidl, Rewe und Co. erneut die Preise erhöhen.

  • In den vergangenen Monaten sind die Preise im Supermarkt schon kräftig gestiegen
  • Nun müssen sich Kunden auf nächste Preiserhöhungen bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. einstellen
  • Immerhin gibt es gute Nachrichten von einem Discounter

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen offenbar demnächst noch tiefer in die Taschen greifen, um sich Lebensmittel im Supermarkt leisten zu können. Das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo hat am Freitag mitgeteilt, dass fast jeder Händler für Nahrungs- und Genussmittel die Preise erhöhen will.

Der Ifo-Umfrage aus dem Juni zufolge lagen die Preiserwartungen der Einzelhändler, wie Aldi, Lidl, Rewe und Co., bei 98,9 Punkten. Demnach wollen fast alle Befragten mehr an den Kassen verlangen. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Preise senken wollen, ist verschwindend gering.

Wann Preise bei Aldi, Lidl und Co. sinken könnten

Auch in den anderen Sparten des Einzelhandels will eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer von den Kunden mehr verlangen. Dort stiegen die Preiserwartungen auf 78,6 Punkte von zuvor 75,5. "Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben", sagte Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser.

Allerdings gebe es erste Anzeichen, dass die Inflation im weiteren Verlauf des Jahres allmählich sinken könnte. "Denn die Preiserwartungen in einigen Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist, sind bereits das zweite Mal in Folge gesunken", sagte Wollmershäuser. Dazu zählen die Industrie (59,7 von zuvor 66,7), das Baugewerbe (50 von 56) und der Großhandel (57,4 von 68,1).

Hohe Lebensmittelpreise: Aldi und Netto machen Ansage

Einzelne Lebensmittelhändler wollen sich allerdings bereits jetzt gegen den Trend wenden. So hat Aldi gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigt, die Preise für Fleischprodukte senken zu wollen – teilweise um mehr als zwei Prozent. Laut Experten hat sich der Discounter zu dem Schritt entschieden, weil durch die aktuelle Inflation weniger Fleisch verkauft wird und immer mehr Menschen auf eine vegetarische Ernährung achten.

Der Discounter Netto Deutschland teilte am Dienstag mit, die Preise von über hundert Artikeln bis mindestens zum 31. Oktober nicht erhöhen zu wollen. Zu den Produkten gehören unter anderem Nudeln, Salz, Zucker, Obst, Gemüse sowie Milchprodukte. (afp/dpa/fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de

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